Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0904/66359.html    Veröffentlicht: 07.04.2009 12:10    Kurz-URL: https://glm.io/66359

Intel teilt CPUs in Klassen von eins bis fünf Sternen ein

Neue Logos und Sternesystem für mehr Durchblick bei 16 CPU-Familien

Mit Wirkung zum 1. April 2009 hat Intel für seine Desktop- und Mobilprozessoren neue Logos eingeführt. Dieser Schritt ist mit einem Sternesystem verbunden, das für den Kunden eine einfachere Zuordnung der vielen Marken zu deren Leistungsklassen bringen soll.

Bis auf die Serverprozessoren der Serien Xeon und Itanium hat Intel das seit den 1990er Jahren bekannte Logo im Hochformat abgeschafft. Dieses langlebige Markensymbol erinnerte in seiner Gestaltung noch an den "Intel Inside"-Kringel, der nun Teil des Firmenlogos selbst ist und sich früher im oberen der Teil der Prozessorlogos fand.

Rechts oben ist das Die angedeutet
Rechts oben ist das Die angedeutet
Die neuen Logos sind in ihrer Grundfläche rechteckig gehalten, die Intel-typischen runden Ecken besitzen sie aber noch. Das Seitenverhältnis folgt nicht dem Breitbildtrend, sondern beträgt 4:3. Jeweils die rechte obere Ecke des Logos zeigt in einer stilisierten Darstellung das Die des jeweiligen Prozessors. Die neuen Logos aller Prozessoren finden sich in der Bildergalerie zu dieser Meldung.

Dabei ist auch ein neues Centrino-Logo enthalten, das Intel ebenfalls ins neue Format gebracht hat. Es handelt sich jedoch - im Gegensatz zu den Aussagen mancher Verkäufer von Elektronikmärkten - immer noch nicht um einen Prozessor, sondern um Intels Paket aus CPU, Chipsatz und WLAN-Modul für Notebooks.

Intels Klassensystem im Überblick
Intels Klassensystem im Überblick
Gerade die Verwirrung um die je nach Zählweise mindestens 16 Prozessorfamilien von Intel soll ein neues System lindern, das für die CPUs einen bis fünf Sterne vergibt. Die Einteilung erfolgt frei nach Intels Willen, nicht nach einem schwer nachvollziehbaren "Performance Rating", wie es AMD noch für Athlons und Semprons verwendet.

Die Vergabe der Sterne folgt dabei anscheinend vor allem den Preisklassen entsprechend, Intel hat auf einer eigenen Webseite eine Übersicht des Sternesystems veröffentlicht. Demnach gibt es einen Stern für Celerons und zwei für die vor zwei Jahren wiederbelebte Pentium-Serie, die technisch mit den Generationen Pentium bis Pentium 4 kaum etwas gemein hat.

Danach wird es schon kompliziert, trotz Sternchen: Mit drei Himmelskörpern können sich die Einstiegsmodelle der Serien Core 2 Duo und Core 2 Quad schmücken sowie die entsprechenden Mobilprozessoren. Bei diesen ist immerhin noch erkennbar, dass nur die 25-Watt-Modelle mit einem "P" am Anfang der Modellnummer vier Sterne erhalten können.

Vier-Sterne-CPUs sind bei Intel aber auch die Serien E8000 des Core 2 Duo und alles, was eine höhere Modellnummer als Q9300 bei den Quad-Cores hat. Wer nun denkt, die Deluxe-Versionen mit fünf Sternen seien nur die teuren Extreme-Modelle, hat unrecht. Zwar zählen Intels Extremisten zu den besonders Ausgezeichneten, mit fünf Sternen dürfen sich aber auch die kleineren Modelle der Serie Core i7 schmücken sowie die besonders stromsparenden LV- und ULV-CPUs für Notebooks und die schnellsten Mobilprozessoren mit zwei Kernen.

Wer sich rein an den Sternen orientiert, bekommt damit nicht notwendigerweise den schnellsten Prozessor. Vor allem die beiden kleineren Modelle des Core i7 (920 und 940) werden von den schnellsten Core 2 Quads in manchen Tests geschlagen - aber die sind halt auch nicht so neu und schick, dass sie nach Intels Meinung fünf Sterne verdient hätten.  (nie)


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