Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0903/66181.html    Veröffentlicht: 27.03.2009 11:51    Kurz-URL: https://glm.io/66181

Microsoft greift mit neuer TV-Kampagne Apples Preise an

Agentur Crispin Porter + Boguksy trickst bei Preisangabe

Microsoft greift in einer neuen TV-Kampagne Apples Preise an. Der Werbespot zeigt eine Testkäuferin, die ein Notebook mit 17-Zoll-Display und komfortabler Tastatur für 1.000 US-Dollar sucht. Im Apple Store findet sie in dieser Preisklasse nichts und entscheidet sich deshalb für das HP Pavilion Notebook.

In einer neuen Runde im Kampagnenkrieg zwischen Microsoft und Apple greift der weltgrößte Softwarekonzern die Preispolitik für Apple-Produkte an. Die Testkäuferin Lauren geht auf die Suche nach einem Notebook mit 17-Zoll-Display und komfortabler Tastatur für 1.000 US-Dollar. Den Apple Store verlässt sie enttäuscht, weil das billigste Notebook dort 1.000 US-Dollar kostet, aber nur einen 13 Zoll-Monitor mitbringt. "Ich bin einfach nicht cool genug, um ein Mac-Mensch zu sein", kommentiert die Testkäuferin.

Bei Best Buy wird sie dagegen mit einem HP Pavilion Notebook für 699,99 US-Dollar fündig. Das Wall Street Journal berichtet, dass der Preis inklusive Steuern - plus einem Drucker - bei 900 US-Dollar lag. "Ich bin ein PC, und hab genau das bekommen, was ich brauche", sagt Lauren in die Kamera.

Die Werbespots der Microsoft-Agentur Crispin Porter + Boguksy sollen zur besten Sendezeit der NCAA Basketball Playoffs beim Sender CBS laufen. Die Agentur hat dafür über den Kleinanzeigendienst Craigslist in Los Angeles Computerkaufwillige gesucht. Das Lockangebot lautete, dass der Testkäufer den gesuchten Rechner und das nicht ausgegebene Budget zwischen 700 und 2.000 US-Dollar behalten kann. Brad Brooks, Corporate Vice President für Windows Consumer Product Marketing bei Microsoft, sagte der Zeitung, dass die Agentur sich gegenüber den Testpersonen als Marktforschungsfirma ausgegeben habe.

Apple wollte die Microsoft-Kampagne auf Anfrage von Golem.de nicht kommentieren, nimmt in seinen "I'm a Mac"-Spots Microsoft aber seinerseits aufs Korn.  (asa)


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