Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0903/66078.html    Veröffentlicht: 24.03.2009 08:47    Kurz-URL: https://glm.io/66078

Studie: Der PC ist die wichtigste Plattform für Spiele

Rund 11 Milliarden US-Dollar setzen PC-Spiele weltweit angeblich um

Konsolenhersteller übertrumpfen sich immer wieder mit Rekordmeldungen, aber die wichtigste Plattform für Computerspiele ist der PC. Das behauptet zumindest die PC Gaming Alliance in ihrem Report "State of PC Gaming".

Rund 11 Milliarden US-Dollar - so viel Umsatz wurde 2008 mit Spielen für den PC umgesetzt. Schreibt zumindest die PC Gaming Alliance, ein von Firmen wie Dell, Intel, Logitech, Activision, AMD und Epic Games unterstützter Verband. Auf der Games Developers Conference hat er aktuelle Zahlen präsentiert, die auch ein Gegengewicht bilden sollen zum Eindruck, dass an Xbox 360 oder Playstation 3 kein Weg vorbeiführe - wie deren Hersteller es nur allzu gerne sehen. Das gelte insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen Konsolen häufig gar nicht erhältlich seien. Aber auch in Nordamerika und Westeuropa sei der PC mit Gesamtumsätzen von 6 Milliarden US-Dollar die Nummer eins; diese teils als aktuell präsentierte Zahl bezieht sich allerdings auf 2007.

"Das wirklich große Ding bei PC-Spielen ist, dass sie längst über den klassischen Handel hinausgewachsen sind", meldet sich Randy Stude, Chef der PC Gaming Alliance, zu Wort. "Trotz der Bemühungen etwa von Xbox Live und Playstation Network bleibt der PC weltweit die zugänglichste und stabilste Onlineplattform."

Besonders wichtig sind laut der Studie - die vom amerikanischen Marktforschungsunternehmen DFC Intelligence durchgeführt wurde - Onlinerollenspiele wie World of Warcraft, das alleine über eine Milliarde US-Dollar Umsatz generiert. Aber auch die digitale Distribution von Spielen etwa über Steam und das vor allem im asiatischen Raum beliebte Onlinespiele-Geschäftsmodell mit Micropayment etwa für virtuelle Gegenstände würden stark an Bedeutung gewinnen.

Laut der Studie würden erfolgreiche PC-Spiele problemlos mehr als 50 Millionen US-Dollar im Handel umsetzen, aber inzwischen "substanziell" mehr durch Abonnements und Downloaderweiterungen; Verbände wie der deutsche Bundesverband Interaktive Unterhaltung (BIU) berücksichtigen bei ihren Markterhebungen bislang ausschließlich den klassischen Einzelhandel.

Die aktuelle Finanzkrise habe bislang keine Auswirkungen auf das Geschäft mit PC-Spielen gehabt. Allerdings verlangsame sich das weltweite Wachstum bei PC-Hardware, was langfristig auch Auswirkungen auf die Spielebranche haben werde. Allerdings könne dies wenigstens zum Teil kompensiert werden durch den starken Ausbau von Internetinfrastruktur in einigen der Schwellenländer. Der damit einhergehende Trend zu Spielen mit einer starken Onlinekomponente habe inzwischen zu einem Rückgang an Schwarzkopien geführt - wodurch etwa in China ein funktionierender Markt für PC-Spiele entstanden sei, schreibt die PC Gaming Alliance.  (ps)


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Links zum Artikel:
PC Gaming Alliance (.org): http://www.pcgamingalliance.org/

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