Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0903/65987.html    Veröffentlicht: 19.03.2009 12:13    Kurz-URL: https://glm.io/65987

Test: Internet Explorer 8 - mehr Komfort, kaum Tempo

Neuer Browser mit Web Slices, Suchvorschlägen und Tabgruppen

Mit Web Slices, Tabgruppen und Suchvorschlägen bringt der neue Internet Explorer 8 Funktionen, die andere Browser so nicht zu bieten haben. Doch bei Webstandards und bei der Geschwindigkeit hat der Neuling gegenüber Firefox, Safari, Opera und Chrome das Nachsehen. Mittlerweile steht der Browser zum Download bereit.

Internet Explorer 8
Internet Explorer 8
Der Browserkonkurrenz war Microsoft mit dem Internet Explorer 7 bei Funktionen, Geschwindigkeit und Einhaltung von Webstandards nicht gewachsen. Mit dem Internet Explorer 8 ändert sich das, Microsoft hechelt nicht mehr ganz so hinterher. Der Neuling bringt sogar Funktionen, die in anderen Browsern nicht zu finden sind. Neue Impulse für den Markt nach Jahren der Stagnation. Auch bei Geschwindigkeit und Webstandards hat sich der Internet Explorer verbessert, allerdings nicht genug.

Der Internet Explorer 8 ist der einzige Browser am Markt, der die von Microsoft erdachten Web Slices unterstützt. Damit lassen sich Informationen auf einer Webseite gezielt beobachten. Beispielsweise kann der Nutzer damit ein eBay-Angebot überwachen und nachschauen, ob sich der Preis geändert hat, ohne eine neue Webseite aufrufen zu müssen. Aber auch über eingehende E-Mails eines Webmailers kann sich der Nutzer so informieren. Denn Web Slices werden wie RSS-Feeds in die Favoritenleiste integriert und auch ähnlich aktiviert. Ein grünes Icon zeigt an, wenn Web Slices von einer Webseite angeboten werden.

Web Slices
Web Slices
Noch beim Internet Explorer 7 feierte es Microsoft als Durchbruch, die Favoritenleiste standardmäßig auszublenden. Diese damals vielfach kritisierte Entscheidung hat Microsoft nun korrigiert. Der Konzern musste einsehen, dass viele Anwender die Favoritenleiste gar nicht mehr fanden, weil sie nicht wussten, dass es eine solche Funktion gibt. Mit dem Internet Explorer 8 wird sie wieder standardmäßig aktiviert.

Ein Web Slice sieht im Browser ähnlich aus wie ein Lesezeichen. Ein Klick darauf öffnet aber keine Webseite, sondern ein in der Größe veränderbares Fenster, das im Falle von eBay die wichtigen Auktionsdaten samt Foto enthält. Da Web Slices direkt in die Favoritenleiste gepackt werden, wird es schnell eng, wenn auch noch viele Lesezeichen darin Platz finden müssen. Bei intensiver Nutzung dieser Funktion wünscht sich der Anwender schon bald einen speziellen Bereich zur Ablage, um auch bei vielen Einträgen den Überblick zu behalten. Über die Verwaltung der Suchanbieter für den Browser gibt es eine Auflistung der Betreiber, die Web Slices unterstützen, um die Funktion bequem erreichen und ausprobieren zu können.

Suchvorschläge direkt aus dem Suchfeld heraus

Eine Besonderheit des Internet Explorer 8 sind die Suchvorschläge, die sofort erscheinen, wenn ein Begriff in das Suchfeld neben der Adressleiste des Browsers eingegeben wurde. Während der Eingabe erscheinen passende Treffer und je nach Anbieter gibt es eine Vorschau auf das Suchergebnis. Denn diese Suchvorschläge müssen von den Seitenbetreibern unterstützt werden. Wikipedia, eBay, Amazon und Google tun das zum Beispiel.

Suchvorschlag
Suchvorschlag
Bei aktivierter Wikipedia-Suche genügt die Eingabe eines Namens, um den Wikipedia-Eintrag zu dieser Person zügig zu erreichen. Ein Klick öffnet die entsprechende Webseite. Diese Funktion erleichtert das Onlineshopping und den Preisvergleich zwischen verschiedenen Läden: Ist die Amazon-Suche aktiv und der Nutzer surft gerade nach einer bestimmten Musik-CD bei eBay, genügt die Eingabe des Albumnamens in das Suchfeld des Browsers, und schon sieht er, wie viel die CD bei Amazon kostet. Unterhalb der Suchvorschläge findet sich dann der Browserverlauf aus der Adressleiste.

Natürlich kann das Suchfeld auch wie bisher einfach dazu verwendet werden, eine Anfrage direkt an eine bestimmte Suchmaschine zu leiten. Nach wie vor hat das Suchfeld aber den Nachteil, dass immer nur ein Anbieter abgefragt werden kann. Eine gekoppelte Suche bei zwei oder mehr Anbietern ist nicht möglich. Immerhin wurde der Wechsel zwischen verschiedenen Suchmaschinen vereinfacht. Die Suchverwaltung des Internet Explorer 8 informiert den Nutzer darüber, ob der betreffende Anbieter die Funktion unterstützt und ob sie aktiviert ist. Hier kann die Konfiguration auch geändert oder eine bestimmte Suche wieder entfernt werden.

Suchleiste
Suchleiste
Sehr lange mussten Nutzer des Internet Explorer auf eine moderne Suchfunktion für die Suche innerhalb einer Webseite warten. Mit der neuen Version des Internet Explorer schließt der Microsoft-Browser zur Konkurrenz auf: Auch beim Internet Explorer blendet sich nach Druck auf Strg-F nun eine Suchleiste ein, alle passenden Treffer auf der Seite werden farblich markiert. Bislang gab es nur einen Suchdialog, der zwar verschoben werden konnte, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit genau dort lag, wo das Suchergebnis zu finden war. Außerdem musste jede Fundstelle Stück für Stück abgesucht werden.

Schnellinfos übergeben Daten an andere Dienste

Mit einer weiteren Funktion namens Schnellinfo will Microsoft das Surfen im Internet beschleunigen, indem Daten direkt an eine bestimmte Webseite übergeben werden. Dazu werden in einer Webseite die zu übergebenden Daten markiert. Mittels Kontextmenü entscheidet der Nutzer, an welchen Dienst die Daten geleitet werden. So kann etwa ein Begriff nachgeschlagen werden oder der Nutzer kann sich eine Adresse in einem Kartendienst anzeigen lassen. Das setzt aber voraus, dass der Anbieter Microsofts Schnellinfo unterstützt, sonst ist keine Datenübergabe möglich. Ein ähnlicher Ansatz findet sich in Opera bereits seit Jahren.
Schnellinfo
Schnellinfo


Verbessertes Tabbed-Browsing

Lange hat Microsoft das Thema Tabbed-Browsing komplett ignoriert und Jahre nach der Konkurrenz den ersten Browser mit dieser Bedienoption auf den Markt gebracht. Dabei verzichtete es auf neue Impulse ganz. Das hat sich mit dem Internet Explorer 8 geändert, dessen Tabbed-Browsing-Implementierung zurzeit ihresgleichen sucht. Denn nur der Internet Explorer gruppiert zusammengehörige Tabs und kennzeichnet sie farblich, damit der Nutzer sie besser unterscheiden kann.

Tabgruppen
Tabgruppen
Es entsteht eine neue Gruppe, wenn aus einer Webseite weitere Links geöffnet werden. Allerdings berücksichtigt der Internet Explorer keineswegs die Domain der Stammseite. Es werden einfach alle von der Stammseite geöffneten Tabs in der gleichen Farbe angezeigt. Darüber hinaus kann ein Lesezeichenverzeichnis als Tabgruppe geöffnet werden. Dann werden etwa alle Newsseiten in einer Farbe und alle Sportseiten in einer anderen Farbe angezeigt. An der Lesezeichenverwaltung gab es keine Verbesserungen, sie wirkt veraltet und bietet wenig Komfortfunktionen. Immerhin können neue Lesezeichen gleich in die Favoritenleiste abgelegt werden. Dort lassen sich die Einträge mit der Maus verschieben.

Sind mehrere Tabgruppen aktiv und wird innerhalb einer Gruppe ein neues Tab geöffnet, wird dieses an das Ende der Gruppe gesetzt. Das hilft bei der Orientierung, sofern nicht zu viele Tabs geöffnet sind. Durch Verschieben mit der Maus kann die Tabreihenfolge beliebig verändert werden. Wenn ein neues Tab in eine bestehende Gruppe gezogen wird, wird es dieser Gruppe zugewiesen. Wird ein Gruppentab herausgezogen, eröffnet es eine neue Gruppe. Die Reihenfolge der Tabgruppen kann vom Nutzer nicht nachträglich verändert werden. Das ist zwar kein entscheidender Nachteil, wäre aber eine nette Komfortfunktion. Negativer macht sich bemerkbar, dass sich die nicht vom Nutzer änderbaren Gruppenfarben sehr schnell wiederholen und zwei Gruppen die gleiche Farbe erhalten.

Über das Kontextmenü lässt sich eine Tabgruppe bequem schließen und die Gruppierung kann für einzelne Tabs aufgehoben werden. Zudem lassen sich einzelne Tabs über das Kontextmenü duplizieren und der Nutzer erreicht darüber geschlossene Webseiten, um sie wieder zu öffnen. Allerdings können gruppierte Tabs nicht als Lesezeichenverzeichnis abgelegt werden und der Inhalt einer Tabgruppe lässt sich nicht gezielt aktualisieren.

Tabgruppen
Tabgruppen
In den Optionen kann die Gruppenfunktion nach einem Browserneustart auch ganz abgeschaltet werden. Dann erscheinen die Tabs wie bisher sortiert nach dem Aufruf. Als einziger Browser auf dem Markt erlaubt es der Internet Explorer 8 nicht, inaktive Tabs direkt zu schließen. Immer muss der Nutzer ein zu schließendes Tab erst umständlich aktivieren, bevor er es schließen kann.

Der Internet Explorer 8 öffnet für jedes Tab einen eigenen Prozess. Damit soll der Browser benutzbar bleiben, damit nicht eine einzelne Webseite den gesamten Browser zum Absturz bringen kann. In einem solchen Fall würde nur der einzelne Tab verschwinden, die übrigen offenen Webseiten blieben offen. Diesen Ansatz verfolgt auch der Google-Browser Chrome. Beim Internet Explorer 8 sorgt das im Vergleich zur Vorversion für einen erhöhten Speicherbedarf. Wenn viele Tabs geöffnet sind, verlangt der Neuling deutlich mehr Speicher als der Vorgänger.

Tabgruppen
Tabgruppen
Im Test fiel auf, dass der Internet Explorer 8 gelegentlich keinen neuen Prozess eröffnet hat, wenn ein neues Tab innerhalb einer Gruppe geöffnet wurde. Die Ursache dafür ist nicht bekannt. Bei einem Tababsturz würde das wohl bedeuten, dass dann doch mehr als ein Tab geschlossen würde.

Microsoft hat sich, wie andere Browserhersteller auch, Gedanken darüber gemacht, was ein Nutzer erwartet, wenn er ein leeres Tab öffnet. Der Internet Explorer 8 zeigt in einem leeren Tab die zuletzt geschlossenen Tabs sowie die letzte Browsersitzung, bewirbt die Schnellinfofunktion und erlaubt den Wechsel in den Modus InPrivate. Ist InPrivate aktiviert, erscheint ein entsprechender Hinweis in der Adresszeile und es werden keine aufgerufenen Webseiten in den Verlauf übernommen und Cookies sowie Formulardaten werden nicht auf dem Rechner abgelegt. In diesem Modus aufgerufene Webseiten lassen sich also nicht ohne weiteres von anderen Nutzern nachprüfen.

Neue Sicherheitsfunktionen

Der neue Browser hat verbesserte Sicherheitsfunktionen wie einen Malware-Filter und einen überarbeiteten Phishing-Schutz erhalten. Unter anderem werden internationale Domains (IDN) nur in der im Browser eingestellten Sprache unterstützt, um Phishing-Angriffe zu vermeiden. Alle übrigen IDN erscheinen in der normalen Syntax in lateinischen Buchstaben. Besonders im Zusammenspiel mit Paypal sind entsprechende Angriffe seit langem bekannt und immer noch üblich.

Browserdaten löschen
Browserdaten löschen
Eine pfiffige Idee findet sich bei den Funktionen zum Löschen der Cookie-Daten. Denn es lassen sich alle Cookie-Daten vom Löschvorgang ausschließen, zu denen Lesezeichen im Browser existieren. Damit werden alle nicht benötigten Cookies mit einem Klick gelöscht, ohne dass etwa Cookies vom Onlineshopping verloren gehen. Der neue Malware-Filter wurde so gestaltet, dass er deutlich vor dem Besuch einer mit Schadsoftware versehenen Webseite warnt, und allgemein ist die Software besser vor Cross-Site-Scripting-Attacken geschützt, verspricht der Hersteller.

URL-Markierung für https
URL-Markierung für https
Zur besseren Sicherheit zeigt der Browser in der Adressleiste die Domain der URL in Schwarz, während der Rest in grauer Schrift erscheint. Damit soll der Nutzer immer mit einem kurzen Blick erkennen können, auf welcher Domain er sich aufhält. Zudem wird bei Aufruf einer gesicherten Verbindung https hervorgehoben und der Hintergrund eingefärbt.

Intelligente Adressleiste zeigt das Wesentliche

Der Internet Explorer 8 erhält, wie es auch die Konkurrenz macht, eine intelligente Adressleiste. Bei der Eingabe von URLs erscheinen unterhalb der Adressleiste in einem Drop-Down-Feld die Adressen bereits besuchter Webseiten und abgelegter Lesezeichen. Dabei werden die URL und der Seitentitel berücksichtigt und es findet eine optische Unterteilung zwischen Browserverlauf und Lesezeichen statt, wodurch die Orientierung verbessert wird. Als Besonderheit lassen sich Einträge aus den Suchergebnissen bequem mit der Maus löschen. Damit können falsch eingetippte oder nicht mehr benötigte Adressen aus dem Verlauf entfernt werden.
Neue Adressleiste
Neue Adressleiste


Neue Rendering-Engine

Microsoft hat die Rendering-Engine im Internet Explorer grundlegend überarbeitet. Damit hält sich der Neuling deutlich mehr an Webstandards als seine Vorgänger. Da viele Entwickler ihre Webseiten an die Besonderheiten des Internet Explorer angepasst haben, führt das dazu, dass diese Seiten nicht mehr fehlerfrei im Internet Explorer 8 erscheinen. Um die Nutzer vor solchen Erfahrungen zu bewahren, hat Microsoft dem eine Kompatibilitätsliste beigelegt.

Acid3-Test
Acid3-Test
Alle in dieser Liste aufgeführten Webseiten erscheinen mit der alten Rendering-Engine des Internet Explorer. Stößt der Anwender auf eine Webseite, die im Internet Explorer 8 nicht einwandfrei funktioniert, kann der Kompatibilitätsmodus bequem über ein Symbol in der Adressleiste für diese Seite aktiviert werden, um die Webseite im Internet-Explorer-7-Modus anzuzeigen. Bei ungewöhnlich vielen Webseiten schlägt der Browser die Aktivierung des Kompatibilitätsmodus vor. In den meisten Fällen ist dieser Modus aber nicht erforderlich, weil die Seite ohne Fehler im Internet Explorer 8 angezeigt wird. Der Kompatibilitätsmodus muss nur dann aktiviert werden, wenn sich Darstellungsfehler auf der Webseite bemerkbar machen. Mit der Version 8 verwendet der Internet Explorer nicht mehr den Windows-Editor zum Anzeigen des Seitenquelltexts, sondern hat den Browser mit einem eigenen Editor mit Syntax-Highlightning ausgestattet.

Kompatibilitätsmodus
Kompatibilitätsmodus
Trotz der besseren Einhaltung von Webstandards hängt die Konkurrenz den Internet Explorer 8 deutlich ab. Lediglich zwölf von 100 Punkten erreicht der Browser im Acid3-Test, was ein äußerst schwaches Ergebnis ist. Seit der Beta 2 hat es hier keine Verbesserung gegeben. Immerhin beim Selektor-Test von css3.info schneidet die Finalversion besser als die Beta 2 ab, aber das Ergebnis fällt weiterhin miserabel aus. Von 43 Selektoren beherrscht der Microsoft-Browser 22, ein Selektor wird als fehlerhaft eingestuft und 20 weitere werden gar nicht unterstützt.

Benchmarks

SunSpider-Benchmark
SunSpider-Benchmark
Im Vergleich zum Vorgänger hat der Internet Explorer 8 bei der Geschwindigkeit zugelegt. Allerdings wirkt die JavaScript-Engine gegenüber der übrigen Konkurrenz weiterhin stark veraltet und sehr behäbig. Im V8-Benchmark sind Chrome und Safari um mehr als den Faktor 20 schneller als der Internet Explorer 8, auch wenn die Ergebnisse bei diesem Benchmark nur begrenzt aussagefähig sind. Denn es zeigte sich, dass Microsoft sehr wohl um die Schwächen des eigenen Produkts weiß: Beim Ablauf des Benchmarks erscheinen Dialoge, die vor der Ausführung eines Scripts warnen: Das Script laufe sehr langsam ab und könnte das gesamte System zum Stillstand bringen, hieß es. Das geschah zwar nicht, aber die Dialoge mussten per Hand weggeklickt werden, um den Benchmark fortsetzen zu können.



Auch im SunSpider-Benchmark wird der Internet Explorer 8 gnadenlos von der Konkurrenz überholt. Der Spitzenreiter Safari ist dabei mehr als fünf Mal so schnell wie der Microsoft-Browser, und Chrome kommt immer noch auf das 4,7fache Tempo. Auch beim neuen Browserbenchmark Peacekeeper von FutureMark hat der Internet Explorer 8 gegenüber allen anderen Browsern das Nachsehen: Safari ist fast vier Mal schneller, Chrome überholt ihn mit 3fachem Tempo und Opera erreicht die 2,5fache Geschwindigkeit, während Firefox doppelt so zügig wie der Internet Explorer 8 arbeitet. Getestet wurde mit einer von Microsoft zur Verfügung gestellten Vorabversion, die der Final entsprechen wird.

Peacekeeper-Benchmark
Peacekeeper-Benchmark
Nach Ansicht von Microsoft ist der Internet Explorer 8 einer der schnellsten Browser am Markt und hat dazu eine Studie veröffentlicht. Diese konzentriert sich auf die Messung der Ladezeit realer Webseiten und vergleicht eine Vorabversion des IE8 mit älteren stabilen Versionen von Chrome und Firefox.

Seit dem 19. März 2009 um 17:05 Uhr steht die finale Version des Internet Explorer 8 für Windows XP, Vista und Windows Server 2003 sowie 2008 über www.microsoft.com/ie8 unter anderem in deutscher Sprache als Download zur Verfügung.

Fazit

Der Internet Explorer 8 bringt im Vergleich zur Vorversion wichtige Verbesserungen bei der Bedienung und hebt sich damit von der Konkurrenz ab. Sowohl die Web Slices als auch die Schnellinfos und die Suchvorschläge machen das Surfen im Internet komfortabler. Auch die Tabgruppierung vereinfacht die Bedienung, allerdings nur, sofern nicht zu viele Tabs gleichzeitig offen sind. Bei den Web Slices stört, dass sie sich den Platz in der Favoritenleiste mit den anderen Lesezeichen teilen müssen und keinen eigenen Bereich haben.

InPrivate Browsing
InPrivate Browsing
Die großen Schwachpunkte des Internet Explorer bleiben auch in der neuen Version die Einhaltung von Webstandards sowie die geringe Geschwindigkeit. Zwar hat sich im Vergleich zur Vorversion einiges verbessert, wenn sich der Internet Explorer 8 jedoch mit der Konkurrenz messen muss, hat er in allen Disziplinen eindeutig das Nachsehen. Hier wird deutlich, welchen Aufholbedarf Microsoft mit dem Internet Explorer noch hat.  (ip)


Verwandte Artikel:
Test: Internet Explorer 8 Beta 2 bringt Fortschritt   
(27.08.2008, https://glm.io/62018 )
Internet Explorer 8 kommt heute   
(19.03.2009, https://glm.io/65896 )
Microsoft: IE8 ist einer der schnellsten Browser   
(13.03.2009, https://glm.io/65880 )
Windows 7: Wird der Internet Explorer 8 abschaltbar?   
(05.03.2009, https://glm.io/65713 )
Internet Explorer 8: Release Candidate als Download   
(27.01.2009, https://glm.io/64841 )

Links zum Artikel:
Microsoft - Internet Explorer 8 (.com): http://www.microsoft.com/ie/ie8

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/