Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0903/65958.html    Veröffentlicht: 17.03.2009 14:31    Kurz-URL: https://glm.io/65958

Dell Adamo: Flaches Alu-Notebook ab 1.900 Euro

Edelnotebook Ende März 2009 erhältlich

Flache Notebooks, besonders solche im Alukleid, liegen im Trend. Als Alternative zum MacBook Air bringt Dell in Kürze sein Modell "Adamo" auf den Markt. Der Preis ist ähnlich happig wie bei Apple, die Ausstattung jedoch deutlich üppiger.

Dell Adamo
Dell Adamo
Während Apple noch fleißig mit dem "dünnsten Notebook der Welt" wirbt, will Dells Adamo dem MacBook Air diesen Titel streitig machen. Das Adamo ist nicht keilförmig wie das Air, das an der flachsten Stelle 4 Millimeter und an der dicksten 19 Millimeter misst. Beim Dell-Gerät sind es über die gesamte Gehäusetiefe 16,4 Millimeter. Welcher Hersteller also nun wirklich das Magermodel unter den Notebooks baut, ist damit eine Frage der Betrachtungsweise.

Nicht diskutieren kann man beim Gewicht: 1,36 Kilogramm beim MacBook Air stehen 1,81 Kilogramm beim Adamo gegenüber, wenn man die kleinsten und leichtesten Ausstattungsvarianten betrachtet. Der wesentliche Grund für das höhere Gewicht des Dell-Notebooks ist der andere Formfaktor. Während Apple ein Display mit 1.280 x 800 Pixeln im 16:10-Format verbaut, setzt Dell auf ein 16:9-Panel mit 1.366 x 768 Pixeln, die nutzbare Auflösung ist damit nur rund drei Prozent höher. Die Diagonale beträgt 13,4 Zoll bei Dell und 13,3 Zoll bei Apple.

Dell Adamo - (CC) Brian Solis. www.briansolis.com
Dell Adamo - (CC) Brian Solis. www.briansolis.com
Das Gehäuse der Adamo-Notebook ist aus gebürstetem Aluminium gefertigt, die Unterschale besteht aus einem Teil. Die Rückseite des Displays besteht dabei zum Teil aus einem hochglänzenden Kunststoff, wie Dell das schon bei den neuen XPS-Studio-Notebooks vorgemacht hat. Die Idee dahinter: Dort, wo der Nutzer das Gerät aus der Tasche zieht - also in der Regel an der Rückseite - befindet sich Material, das Fingerabdrücke nur weniger gut haften lässt. Der glänzende Teil ist dem aktuellen Trend zu solcher Gestaltung geschuldet.

Dell Adamo - (CC) Brian Solis. www.briansolis.com
Dell Adamo - (CC) Brian Solis. www.briansolis.com
Während Apple bei seinem Leichtgewicht nur einen USB-Port verbaut, sind es derer drei beim Adamo. Einer davon ist als Kombibuchse ausgeführt, in die auch ein eSATA-Kabel passt. Einen Standardausgang für digitale Monitore gibt es auch, wenn auch nur in der noch raren Form eines DisplayPorts. Für Monitore mit DVI oder HDMI braucht man also - ganz wie bei vielen Macs - Adapter. Mit einem Gigabit-Ethernet-Port und Kopfhörer- sowie Mikroanschluss und Strombuchse erschöpfen sich die Ports für Kabel.

Drahtlos kommuniziert das Adamo per WLAN nach 802.11n-Draft 2.0 und auch a/b/g-Netzen sowie per Bluetooth 2.1. Nicht selbstverständlich sind die drei Antennen für das WLAN an Intels 5300-Modul, mit entsprechenden Routern (3x3-MIMO) sollte das Dell-Gerät also auf 450 MBit/s Bruttodatenrate kommen. Ein HSDPA-Modem für UMTS ist ebenfalls vorhanden - allerdings nur in der teureren Variante des Geräts. Bei beiden Modellen lässt sich die Tastatur beleuchten.

Dell Adamo - (CC) Brian Solis. www.briansolis.com
Dell Adamo - (CC) Brian Solis. www.briansolis.com
Zum Chipsatz macht Dell bisher keine konkreten Angaben, der Verweis auf den Grafikkern X4500 von Intel lässt auf einen GM45-Chipsatz schließen. Hier liegt Apple mit dem Geforce 9400M von Nvidia vorne, der in der aktuellen Version des Air steckt: Seine Grafik ist deutlich schneller als alle bisherigen Onboard-Lösungen von Intel.

Bei der reinen Prozessorleistung gewinnt Apple ebenfalls. Das Adamo ist mit einem Core 2 Duo auf Penryn-Basis mit 1,2 oder 1,4 GHz (ULV SU9300 oder SU9400) mit je 3 MByte L2-Cache und FSB800 zu haben. Anders als bei sonstigen Dell-Notebooks stehen keine weiteren CPUs zur Wahl. Das gilt auch für den einzigen Massenspeicher: Bei beiden Modellen ist eine SSD mit 128 GByte Größe verbaut. Wie schnell sie arbeitet, verrät Dell noch nicht, und nennt auch sich selbst als Hersteller des Laufwerks, nicht etwa Intel oder Samsung. Wie bei anderen Subnotebooks fehlt dem Adamo ein DVD-Laufwerk.

Dell Adamo - (CC) Brian Solis. www.briansolis.com
Dell Adamo - (CC) Brian Solis. www.briansolis.com
Der Akku soll bis zu 5 Stunden durchhalten. Ob er wie beim MacBook Air fest verbaut ist, erklärt Dell bisher nicht. Das ist jedenfalls zu vermuten, denn Dell bietet in seinem Onlineshop keinen Zusatzakku als Option an.

Das Gerät ist in silberner oder schwarzer Farbe laut Dell ab dem 26. März erhältlich. Mit dem 1,2-GHz-Prozessor und 2 GByte DDR3-Speicher kostet es 1.899 Euro. Frech fällt der Aufpreis für den 200 MHz schnelleren Core 2 Duo und zusätzliche 2 GByte RAM sowie das UMTS-Modem aus, damit kostet der Rechner 2.599 Euro. Für diese 700 Euro gibt es schon so manches Standardnotebook mit DVD-Laufwerk und UMTS-Modem - das ist dann aber auch dicker und schwerer.  (nie)


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