Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0903/65921.html    Veröffentlicht: 16.03.2009 11:56    Kurz-URL: https://glm.io/65921

Elektronikkonzern Hitachi gliedert Heimelektronik aus

69-Jähriger übernimmt die Führung

Der von der Weltwirtschaftskrise schwer angeschlagene japanische Mischkonzern Hitachi wird die zwei Unternehmenssparten Heimelektronik und Fahrzeugzubehör ausgründen und den Chefsessel neu besetzen. Der 69-jährige Takashi Kawamura übernimmt den Posten von Kazuo Furukawa.

Hitachi, ein japanisches Traditionsunternehmen, das eine Produktpalette von Festplatten, optischen Laufwerken, Mikrocontrollern bis hin zu Eisenbahnen und Atomkraftwerken anbietet, muss zwei Unternehmensteile ausgründen und die Führung auswechseln. Takashi Kawamura (69), bislang Aufsichtsratschef bei Hitachi Maxell, wo wiederaufladbare Batterien und CDs hergestellt werden, übernimmt zum 1. April 2009 die Konzernführung von Kazuo Furukawa, der im Unternehmen bleibt.

Die Ausgründung der Sparten Digitale Heimelektronik und Fahrzeugzubehör soll bis zum 1. Juli 2009 vollzogen sein. Für die kommenden zwölf Monate will Hitachi 500 Milliarden Yen (3,91 Milliarden Euro) einsparen, so das Unternehmen am 16. März 2009 in Tokio.

Der Umbau folgt auf Restrukturierungspläne, die schon im Januar 2009 angekündigt wurden. Danach sollen 7.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Verlust im Geschäftsjahr 2008/2009, das am 31. März 2009 endet, wird voraussichtlich die Rekordsumme von 700 Milliarden Yen (5,48 Milliarden Euro) betragen.

Der Umsatz der Gruppe Automotive Systems, wo Lithium-Ionen-Batterien, Wechselrichter und kleine Motoren gefertigt werden, beläuft sich im nächsten Geschäftsjahr auf insgesamt 280 Milliarden Yen (2,18 Milliarden Euro). Die Sparte braucht 2.700 Beschäftigte.

Im ebenfalls zur Ausgründung vorgesehenen Bereich Heimelektronik fertigen 750 Arbeiter Plasmafernseher, Flüssigkristalldisplays für den industriellen Einsatz und Mobiltelefone. Hier will Hitachi im nächsten Geschäftsjahr rund 160 Milliarden Yen (1,25 Milliarden Euro) umsetzen.

Beide Ausgründungen bleiben laut bisheriger Planung zu 100 Prozent im Besitz von Hitachi.  (asa)


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Links zum Artikel:
Hitachi Japan (.jp): http://www.hitachi.co.jp/

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