Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0903/65823.html    Veröffentlicht: 11.03.2009 08:34    Kurz-URL: https://glm.io/65823

In jedem dritten Haushalt steht ein Notebook

PCs in drei Vierteln der bundesdeutschen Haushalte

Die deutschen Haushalte haben in den vergangenen Jahren massiv aufgerüstet: In drei Vierteln aller Haushalte steht mindestens ein Desktoprechner und in jedem dritten Haushalt sogar ein Notebook. 1993 besaß nur jeder fünfte Haushalt (21 Prozent) einen PC.

Die Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt, das bei einer Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 60.000 Haushalte befragte. Zum Stichtag 1. Januar 2008 befanden sich demnach 47,6 Millionen PCs in deutschen Haushalten. Innerhalb der letzten 15 Jahre hat sich damit die Anzahl beinahe versechsfacht. Noch rasanter entwickelte sich die Verbreitung von tragbaren Rechnern. 2003 besaßen nur elf Prozent ein Notebook, Anfang 2008 waren es schon 35 Prozent.

Die Internetnutzung in Privathaushalten erfuhr ebenfalls einen Boom. Vor zehn Jahren konnten gerade einmal acht Prozent der Haushalte ins Internet, Anfang 2008 waren es 64 Prozent. Die Zahl der Internetzugänge hat sich seit 1998 bis Anfang 2008 fast versechsfacht.

Die technische Ausstattung des Haushalts hängt im Wesentlichen vom Einkommen ab. Bei einem Nettoeinkommen von unter 900 Euro haben nur 56 Prozent der Haushalte einen PC und 40 Prozent einen Internetzugang. Demgegenüber stehen in 97 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen von 5.000 bis unter 18.000 Euro ein PC und in 92 Prozent dieser Haushalte gibt es einen Internetzugang.

Deutschland ist bei der Computerausstattung führend in der EU. In den anderen EU-Ländern liegt der Ausstattungsgrad bei 51 Prozent. Die meisten PCs stehen neben Deutschland in den Niederlanden (75 Prozent), Dänemark (73 Prozent) und Luxemburg (71 Prozent). Die Schlusslichter bildeten Rumänien (16 Prozent) und Bulgarien mit sieben Prozent.

Die Statistiker interessierten sich nicht nur für PCs und Internetzugänge, sondern auch für den Ausstattungsgrad der Haushalte mit Unterhaltungselektronik. Mit 94 Prozent Verbreitungsgrad ist zwar der Markt für Fernseher weitgehend gesättigt, dennoch liegt Deutschland damit unter dem EU-Durchschnitt von 95 Prozent. Nur in Rumänien und Bulgarien stehen mit 84 Prozent in noch weniger Haushalten als in Deutschland Fernseher. Viel Potenzial für die Branche existiert dennoch: In nur 16 Prozent aller bundesdeutschen Haushalte steht ein LCD- oder Plasmafernseher.

69 Prozent der Haushalte haben einen DVD-Player und damit doppelt so viele wie 2003. Digitalkameras und Camcorder haben fast genauso viele Kunden gefunden. Der Ausstattungsgrad mit Digitalkameras lag mit 58 Prozent aber nur wenig unter dem mit analogen Fotoapparaten (61 Prozent). In 86 Prozent der Haushalte mit Kindern wurde Anfang 2008 digital fotografiert; in Haushalten von Alleinlebenden nur in 38 Prozent der Fälle.

Camcorder sind weitaus seltener. Nur jeder fünfte Haushalt besitzt ein solches Gerät. 37 Prozent der Haushalte nutzten zum Stichzeitpunkt einen oder mehrere MP3-Player und 19 Prozent eine Spielkonsole.

Das Themenheft "Zuhause in Deutschland - Ausstattung und Wohnsituation privater Haushalte - Ausgabe 2009" kann kostenlos vom Statistischen Bundesamt als PDF bezogen werden.  (ad)


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