Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0903/65788.html    Veröffentlicht: 09.03.2009 16:07    Kurz-URL: https://glm.io/65788

Französische Gendarmerie spart mit Linux

Polizei kann Kosten um 70 Prozent reduzieren

Durch die Umstellung auf Linux und OpenOffice.org konnte die französische Gendarmerie bei ihren IT-Ausgaben massiv sparen. Laut Xavier Guimard von der Polizei konnte das IT-Budget um 70 Prozent gesenkt werden.

Xavier Guimard sprach auf dem Jahreskongress des niederländischen Open-Source-Zentrums NOiV über den Einsatz von freier Software bei der französischen Polizei. Die hatte sich 2006 entschieden, von Windows auf Ubuntu-Linux umzusatteln. Schon zuvor war OpenOffice.org im Einsatz.

Die Ausgaben für IT konnten laut Guimard um 70 Prozent gesenkt werden, was hauptsächlich erreicht wurde, da auf Lizenzkäufe verzichtet wurde. Bis 2004 hat die Gendarmerie demnach 12.000 bis 15.000 Lizenzen jährlich gekauft, 2005 waren es nur 27. Seit Juli 2007 habe die Polizei 200 neue Microsoft-Lizenzen erworben. Nach Guimards Schätzungen konnten so seit 2004 gut 50 Millionen Euro eingespart werden.

Momentan wird OpenOffice.org auf 90.000 Arbeitsplätzen genutzt. Laut einer Fallstudie sind 5.000 Computer mit Ubuntu im Einsatz, 15.000 weitere sollen 2009 aufgestellt werden.  (js)


Verwandte Artikel:
Französische Gendarmerie steigt auf Linux um   
(01.02.2008, https://glm.io/57413 )
Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts   
(20.02.2017, https://glm.io/126230 )
Free Electrons: ISP Free setzt Markenrecht gegen Linux-Beratung durch   
(06.02.2018, https://glm.io/132618 )
Linux-Desktops für Brasilien   
(17.02.2009, https://glm.io/65333 )
Böblingen erwägt Open-Source-Einsatz   
(01.12.2008, https://glm.io/63861 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/