Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0903/65603.html    Veröffentlicht: 02.03.2009 12:19    Kurz-URL: https://glm.io/65603

PowerDVD 9 skaliert DVDs und unterstützt bald CUDA

Neue Bedienoberfläche für DVD- und Blu-ray-Wiedergabesoftware von Cyberlink

Mit PowerDVD 9 verbessert Cyberlink seine DVD- und Blu-ray-Wiedergabesoftware für Windows-PCs. Wie beim Konkurrenten WinDVD 9 wurde ein Scaler integriert, der für ein besseres DVD-Bild auf hochauflösenden Displays sorgt.

PowerDVD 9 Ultra
PowerDVD 9 Ultra
Wie die Vorgängerversion kommt PowerDVD 9 in drei verschiedenen Ausführungen. Allen drei gemein ist die Aufbereitung von DVD-Filmen mittels TrueTheater. Dazu zählen ein DVD-Scaler und Framerate-Upscaling für ein schärferes, flüssiges Bild auch bei hochauflösender Darstellung. Außerdem lassen sich wie bei PowerDVD 8 Farbe, Kontrast und Helligkeit verbessern, sowie ein 4:3-Video bildschirmfüllend in verschiedenen Arten auf ein Breitbildformat dehnen.

Auf einem Redaktionsrechner konnte PowerDVD 9 mit aktiviertem TrueTheater im Rahmen eines kurzen Tests eine bessere DVD-Wiedergabequalität als PowerDVD 8 erzielen - abhängig vom Ausgangsmaterial wurde das Bild schärfer und kontrastreicher. Die Qualität eines Faroudja-Scalers ist vom PowerDVD-9-Scaler allerdings nicht zu erwarten.

PowerDVD 9 Ultra mit aktiviertem DVD-Scaler
PowerDVD 9 Ultra mit aktiviertem DVD-Scaler
Das Aktivieren von TrueTheater hat zudem einen Preis: Die Hardware-Video-Beschleunigung fällt damit derzeit noch weg und der CPU wird mehr Arbeit aufgebürdet. TrueTheater profitiert von mehreren Kernen und Hyperthreading. Eine sinkende CPU-Last soll ein im April 2009 folgendes kostenloses Update bringen. Damit kann PowerDVD 9 dann die TrueTheater-Berechnungen mittels CUDA-API auf Nvidia-Grafikprozessoren auslagern. Radeon-Nutzer müssen sich noch etwas länger gedulden, eine ATI-Stream-Unterstützung ist jedoch wie beim PowerDirector geplant.

Zusätzlich zu DVD- und Blu-ray-Filmen spielt die PowerDVD-Serie auch weitere HD-Formate wie AVCHD und AVREC. Blu-rays spielt allerdings nur PowerDVD Ultra, die teuerste der drei Versionen. Die HD-DVD wurde bereits von PowerDVD 8 nicht mehr unterstützt. Wer das Format dennoch weiter abspielen möchte, kann aber PowerDVD 7 parallel weiter nutzen.

PowerDVD 9 im Cinema-Modus
PowerDVD 9 im Cinema-Modus
PowerDVD 9 bietet zwei Wiedergabemodi: den Classic-Modus für die Nutzung am PC- oder Notebookbildschirm und den Cinema-Modus für den Einsatz auf einem weiter vom Betrachter entfernten Flachbildfernseher oder einer Leinwand. Die DVD- und Blu-ray-Wiedergabefunktion von PowerDVD 9 lässt sich auch aus dem Microsoft Windows Media Center nutzen.

Zu den eingelegten DVDs und Blu-ray-Scheiben bezieht die Software Inhaltsangaben und Covergrafiken über die eigene Onlinecommunity Moovielive.com, was auch Bewertungen mit einschließt. Fehlende Daten können Nutzer selbst ergänzen.

PowerDVD 9 - Kapitel im FancyView
PowerDVD 9 - Kapitel im FancyView
Mit dem neuen FancyView bietet PowerDVD 9 eine neue Ansicht für das eigene Filmarchiv - in Form eines Karussells wird durchgeblättert, unter dem Cover läuft eine Bildergalerie mit den Kapitelbildern durch. Allerdings nur bei DVDs, bei Blu-ray-Filmen seien derartige Abbildungen aufgrund der AACS-Bestimmungen nicht erlaubt, erklärte ein Cyberlink-Sprecher gegenüber Golem.de.

Aus gleichem Grund vereitelt PowerDVD 9 wie die Vorgängerversionen Screenshots von abspielenden Blu-ray-Filmen, während das bei DVDs kein Problem ist. Das betrifft auch unter Creative-Commons-Lizenz veröffentlichte Werke wie Big Buck Bunny, wie ein Versuch von Golem.de mit der entsprechenden Blu-ray-Scheibe ergab.

Bereits seit längerem ist es zudem mit PowerDVD nicht mehr möglich, auf die Festplatte kopierte Blu-ray-Filme abzuspielen, um die Wiedergabe unerlaubter Kopien zu erschweren. Die Software unterscheidet dabei nicht, ob es sich um eine Schwarzkopie oder einen selbst erstellten Blu-ray-Film handelt, die Wiedergabe von Blu-ray-Inhalten ist generell nur von einem Blu-ray-Medium möglich.

Verpackung von PowerDVD 9 Ultra
Verpackung von PowerDVD 9 Ultra
PowerDVD 9 wird in den Versionen Ultra (89,99 Euro), Deluxe (69,99 Euro) und Standard (39,99 Euro) ab 2. März 2009 zum kostenpflichtigen Download angeboten.

Nur die Ultra- und die Standardpackungen werden dann ab April auch regulär im Handel verfügbar sein. Wer sich so lange gedulden kann, spart dann bei der Ultrapackung (79,99 Euro) 10 Euro im Vergleich zum Download - eine Konzession an den Handel, so ein Cyberlink-Sprecher. Die Deluxe-Version kommt nicht in die Regale. Wer mehr Audiounterstützung bei DVD-Wiedergabe braucht, muss also den Bezahldownload wählen oder zum Blu-ray-fähigen PowerDVD 9 Ultra greifen.  (ck)


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