Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0902/65517.html    Veröffentlicht: 25.02.2009 17:34    Kurz-URL: https://glm.io/65517

EDS-Streik: Unterstützung von Opelanern und ThyssenKrupp

Bundesweit über 1.600 Beschäftigte beteiligt

1.600 Beschäftigte der Hewlett-Packard-Tochter EDS sind bei einem Warnstreik am 25. Februar 2009 von den Belegschaften von Opel und Thyssen unterstützt worden. EDS-Beschäftigte zogen vor die Werkstore des Automobilherstellers Opel und des Stahlerzeugers ThyssenKrupp Steel. Belegschaften aller drei Unternehmen sehen sich Abbauplänen gegenüber.

Insgesamt 1.600 EDS-Beschäftigte haben sich heute an Kundgebungen und Arbeitsniederlegungen bei der Hewlett-Packard-Tochter EDS beteiligt. Das gab die IG Metall bekannt.

Hewlett-Packard hatte nach der Übernahme von EDS im Oktober 2008 angekündigt, 1.400 Arbeitsplätze abbauen zu müssen. Bei EDS Operations Services soll nach den Plänen fast jeder dritte Arbeitsplatz wegfallen. Die Geschäftsführung hatte Standortschließungen in Ludwigsburg, Leuna, Essen, Wuppertal und Köln angekündigt. Bei HP soll der Personalabbau jetzt sogar verdoppelt werden, darüber hinaus sind Gehaltsreduzierungen angekündigt. Die Schließung von drei Werken ist laut Gewerkschaftsangaben in diesen Plänen beinhaltet.

"Wir haben die gleichen Probleme", sagte Opel-Bochum-Betriebsratschef Rainer Einenkel, dessen Arbeitsgeber EDS-Kunde ist, den Ruhr-Nachrichten. "Es ist erschreckend, was momentan für ein Schwert über Bochum hängt", erklärte Sabine Bube, Gesamtbetriebsratsvorsitzende bei EDS Operations Services, vor Tor 1 des Opel-Werkes der Zeitung. Sollte der Warnstreik keine Wirkung zeigen, sei ein Vollstreik möglich, hieß es weiter. "Die Menschen im Ruhrgebiet stehen zusammen", sagte Einenkel weiter. Eine EDS-Delegation sei bei den nächsten Protesten bei Opel in Rüsselsheim dabei.

HP-Sprecher Patrik Edlund sagte Golem.de: "Alle Restrukturierungsmaßnahmen werden mit den jeweils mitbestimmenden Gremien beraten, verhandelt und umgesetzt. Die Geschäftsführungen betonen, dass die Umsetzung verantwortungsvoll, respektvoll und mit aller Sorgfalt durchgeführt werden soll." Über die Fortschritte würden die Mitarbeiter zeitnah informiert, betonte Edlund. Er bezeichnete die von der IG Metall genannte Teilnehmerzahl an den Streikmaßnahmen vor der Konzernzentrale als übertrieben.  (asa)


Verwandte Artikel:
Hewlett Packard: Notebook-Akkus können Feuer fangen   
(05.01.2018, https://glm.io/131984 )
Hewlett-Packard Deutschland verdoppelt Stellenabbau   
(20.02.2009, https://glm.io/65425 )
Meg Whitman: Chefin von Hewlett Packard Enterprise tritt ab   
(22.11.2017, https://glm.io/131274 )
Hewlett Packard: Archiv der HP-Gründer fällt Feuer zum Opfer   
(30.10.2017, https://glm.io/130883 )
HP Lapdock im Test: Außen ein Notebook, innen ein Kompromiss   
(06.03.2017, https://glm.io/126504 )

Links zum Artikel:
EDS: http://www.eds.de
Hewlett-Packard Deutschland GmbH: http://www.hp.com/de

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/