Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0902/65396.html    Veröffentlicht: 20.02.2009 12:19    Kurz-URL: https://glm.io/65396

Ersteindruck: LGs Touchscreenhandy Arena (Update)

HSDPA-Handy mit Dolby Mobile, 8 GByte, WLAN und 5-Megapixel-Kamera

LG zeigte wie angekündigt das Touchscreenhandy Arena alias KM900 auf dem Mobile World Congress 2009 in Barcelona. Die animierte Bedienoberfläche auf dem Gerät arbeitet flüssig, wofür auch der integrierte Grafikbeschleuniger verantwortlich ist. Außerdem zeichnet sich das Mobiltelefon durch Dolby Mobile, einen GPS-Empfänger und WLAN aus.

LG KM900
LG KM900
Die 3D S-Class bezeichnete Bedienoberfläche im Arena erlaubt es, zwischen den verschiedenen Bereichen zu wechseln, indem ein 3D-Würfel mit dem Finger gedreht wird. Alternativ kann der Nutzer aber auch mit einem Fingerstrich direkt zu den verschiedenen Seiten wechseln. Eine Seite ist für Widgets reserviert, auf einer anderen befindet sich das Adressbuch und Programme sowie Multimediadateien haben ebenfalls eine eigene Seite erhalten.

Die Bedienoberfläche reagiert angenehm schnell, die Steuerung ist intuitiv, die Symbole sind leicht zu erkennen und grafisch weiß 3D S-Class ebenfalls zu überzeugen. Für die schnellen Animationen wurde ein Grafikbeschleuniger in das Gerät integriert. Bedient wird das Mobiltelefon über den TFT-Touchscreen, der auf einer Bilddiagonalen von 3 Zoll bei einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln bis zu 16 Millionen Farben darstellt. Mittels Bewegungssensor erscheint der Displayinhalt automatisch im Hoch- oder Querformat.

LG KM900
LG KM900
Für eine verbesserte Musikwiedergabe integrierte LG die Technik Dolby Mobile und der integrierte Mediaplayer spielt alle wichtigen Dateitypen ab, sogar AVI sowie DivX oder Xvid. Neben einer 3,5-mm-Klinkenbuchse enthält das Mobiltelefon einen UKW-Sender, um Musik drahtlos etwa im Auto oder auf der heimischen Stereoanlage wiedergeben zu können. Darüber hinaus bietet das Mobiltelefon ein UKW-Radio.

Die 5-Megapixel-Kamera im Arena arbeitet mit Autofokus, kann aber auch manuell fokussiert werden. Bei der Bedienung lehnt sich LG an die Bedienung klassischer Kameras an und blendet auf dem Display ein typisches Kameraeinstellrad ein. In dunkler Umgebung hilft ein Fotolicht zur Aufhellung des Motivs. Mit der Kamera lassen sich Videos mit VGA-Auflösung mit bis zu 30 Frames/s aufzeichnen. In der Fotogalerie wechselt der Nutzer bequem zwischen den Bildern, die auf Wunsch nach Tagen sortiert werden.

LG KM900
LG KM900
Für die mobile Internetnutzung hat LG einen eigenen Browser entwickelt, der mit den üblichen Gesten eines Touchscreengeräts bedient wird. Mittels Kneif- und Spreizgesten kann ein Ausschnitt einer Webseite vergrößert werden. Das Rendering von Webseiten funktionierte noch nicht immer zuverlässig, aber vielleicht bessert LG hier noch bis zum Marktstart nach. Auf dem Gerät ist auch Google Maps vorinstalliert, um mit Hilfe des integrierten GPS-Empfängers einfache Navigationen vorzunehmen. Über den GPS-Chip lassen sich auch aufgenommene Fotos mit Geotags versehen.

Das KM900 besitzt 8 GByte internen Speicher sowie einen Steckplatz für Micro-SD-Cards. Speicherkarten können bis zu 32 GByte groß sein, so dass der Handybesitzer bis zu 40 GByte an Daten auf dem Gerät haben kann, ohne eine Speicherkarte wechseln zu müssen. Das 105,8 x 55,3 x 11,95 mm große Mobiltelefon wiegt 105 Gramm und liegt gut in der Hand. Das UMTS-Gerät beherrscht alle vier GSM-Netze und ist mit GPRS, EDGE sowie HSDPA mit einer Datenrate von bis zu 7,2 MBit/s ausgestattet. Zudem werden WLAN und Bluetooth als weitere Drahtlostechniken unterstützt.

LG GM730
LG GM730
Mit dem Mobiltelefon kann der Anwender maximal lediglich 4 Stunden telefonieren, dann muss der Akku wieder aufgeladen werden. Erstaunlicherweise verlängert sich die Sprechzeit im GSM-Netz nicht. Im Bereitschaftsmodus hält der Akku rund 12,5 Tage und ohne aktivierten Mobilfunk kann Musik bis zu 30 Stunden am Stück gehört werden.

LG will das KM900 alias Arena im März 2009 auf den Markt bringen. Ohne Vertrag wird das Mobiltelefon dann rund 500 Euro kosten.

LG GD900
LG GD900
Darüber hinaus stellte LG auf dem Mobile World Congress 2009 zwei weitere Mobiltelefone vor, die beide mit der Bedienoberfläche 3D S-Class versehen sein werden. Das GM730 soll im Mai 2009 auf den Markt kommen und arbeitet mit Windows Mobile. Dadurch ist 3D S-Class mehr ein Programmstarter, denn sobald die normalen Windows-Mobile-Applikationen gestartet werden, erhält der Nutzer die Oberfläche von Microsoft. Zu dem HSDPA-Mobiltelefon sind bislang keine weiteren technischen Spezifikationen bekannt, auch ein Preis wurde noch nicht verraten.

Auch zum vorgestellten HSDPA-Mobiltelefon GD900 sind kaum technische Angaben bekannt. Wie das Arena wird es ein geschlossenes System sein und damit eine durchgehende Bedienlogik auf Basis von 3D S-Class aufweisen. Das Besondere am GD900 sind die transparenten Elemente am Mobiltelefon. So ist die aufschiebbare Handytastatur durchsichtig und außerdem mit einer Touchpad-Funktion versehen. Das bedeutet, der Anwender kann das Gerät mit Hilfe von Gesten über die Tastatur bedienen. Ob dabei das MobileTouch FlexPad von Synaptics zum Einsatz kommt, konnte LG noch nicht beantworten. Im zweiten Quartal 2009 will LG das GD 900 auf den Markt bringen, ein Preis ist noch nicht bekannt.

Nachtrag vom 23. Februar 2009, 10:30 Uhr:
Nach Auskunft von LG hat der Hersteller die Touchpad-Tastatur für das GD900 selbst entwickelt. Synaptics-Technik kommt demnach in der Neuvorstellung nicht zum Einsatz.  (ip)


Verwandte Artikel:
LG Arena: Touchscreenhandy mit 3D-Würfel-Effekt   
(09.02.2009, https://glm.io/65125 )
KC910: Touchscreenhandy mit 8-Megapixel-Kamera, WLAN und GPS   
(05.09.2008, https://glm.io/62237 )
LG plant Handy mit UMTS-Nachfolger   
(10.12.2008, https://glm.io/64057 )
LG: Handy mit 5-Megapixel-Kamera und erstes Smartphone   
(30.08.2007, https://glm.io/54375 )
Mögliches G7: LG hat offenbar neues Top-Gerät hinter den Kulissen gezeigt   
(01.03.2018, https://glm.io/133086 )

Links zum Artikel:
LG Electronics: http://www.lg-electronics.de/
LG Electronics (.com): http://www.lge.com

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/