Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0902/65178.html    Veröffentlicht: 10.02.2009 19:22    Kurz-URL: https://glm.io/65178

Plastic Logic Reader - erste Partner bekannt

E-Book-Reader für Geschäftsleute kommt 2010

Kaum hat Amazon.com seinen E-Book-Reader Kindle 2 vorgestellt, da ruft sich Plastic Logic wieder in Erinnerung. In diesem Jahr wird es zwar nichts mehr mit dem Plastic Logic Reader, der Hersteller nannte aber erste Partner für sein digitales Lesegerät mit großem Bildschirm.

Plastic Logic Reader
Plastic Logic Reader
Der Plastic Logic Reader ist mit 21,58 x 27,94 cm im Vergleich zum Kindle 2 und Sonys E-Book-Readern recht groß, zeigt Magazine aber dafür fast in Originalgröße und nicht im Taschenbuchformat. Dennoch soll das Gerät nicht dicker sein als 7 mm und nur rund 170 Gramm wiegen. Das Display stammt von E-Ink und soll wie das ganze Gerät leicht biegbar sein. Die Betriebsdauer gibt Plastic Logic mit mehreren Tagen an.

Als Betriebssystem kommt Win CE zum Einsatz. Die Bücher werden über einen Windows-PC oder Mac erworben und können danach in den Plastic Logic Reader übertragen werden. Die Anbindung an ein Mobilfunknetz ist anders als bei Amazons Kindle 2 nicht geplant, auch WLAN wurde bisher nicht erwähnt.

Der Plastic Logic Reader versteht verschiedene Dateiformate. Darunter PDF, ePUB, eReader, ASCII-Textdateien, RTF- und HTML-Dateien. Mit Microsoft Office erstellte Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien lassen sich ebenfalls wiedergeben. Außerdem können JPEG-, PNG- und BMP-Bilder dargestellt werden. DRM-Systeme, darunter das von Adobe, werden ebenfalls unterstützt. Das Open Document Format (ODF) findet sich bisher nicht in der Liste, obwohl Plastic Logic auf seiner Website damit wirbt, mehrere offene Dokumentenformate zu berücksichtigen. Damit sind in dem Fall aber wohl eher weit gebräuchliche Formate gemeint.

Plastic Logic Reader
Plastic Logic Reader
Mehr Details zum Funktionsumfang des Plastic Logic Reader will der Hersteller erst Anfang 2010 nennen. Erst im Laufe des kommenden Jahres soll das an geschäftliche Kunden gerichtete Gerät in den Handel kommen. Damit verspätet sich das Lesegerät. Ursprünglich wurde vom ersten Halbjahr 2009 gesprochen, die für den Januar 2009 geplante Ankündigung von Preis und Verfügbarkeit blieb jedoch aus.

Auf den Plastic Logic Reader muss zwar noch länger gewartet werden. Erste Partner, die Inhalte für das Gerät liefern, wurden nun aber genannt. Dazu zählen werden Zeitungen wie die Financial Times und USA Today, der E-Book-Händler Fictionwise und Vertriebspartner wie Ingram Digital, LibreDigital und Zinio. Letztere sollen - wohl vor allem kostenpflichtige - digitale Ausgaben von weiteren Zeitungen, Magazinen und Büchern liefern.

Außerdem bietet Plastic Logic auf seiner Website ein Formular, über das sich weitere potenzielle Partner melden können. Die Klassifizierungsmöglichkeiten sind dabei sehr interessant: An verschiedene Formen gedruckter Inhalte wurde gedacht, bei Onlinepublikationen gibt es hingegen nur die Publikationsform des Blogs. Alle weiteren Varianten fehlen.

Vor der Markteinführung im Jahr 2010 sollen mit Partnern und wichtigen Kunden Testläufe und Pilotversuche stattfinden. Damit soll im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2009 begonnen werden.  (ck)


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Links zum Artikel:
Plastic Logic (.com): http://www.plasticlogic.com

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