Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0902/65175.html    Veröffentlicht: 19.02.2009 12:14    Kurz-URL: https://glm.io/65175

Mark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten Feinde

Ein Gespräch mit dem Canonical-Chef

Linux soll hübscher werden, sagt Mark Shuttleworth. Mit seiner Firma Canonical arbeitet er daran, Ubuntu und Linux überhaupt für die Massen attraktiver zu machen. Mit Golem.de sprach er über Vorbilder für den Linux-Desktop und die Kritik an Canonical und Ubuntu.

Hinweis: Die in diesen Artikel eingebundenen Videos sind im englischen Original und in einer Version mit deutscher Übersetzung verfügbar.

Mark Shuttleworth
Mark Shuttleworth
Mark Shuttleworth möchte, dass Linux sich verbreitet. Doch dafür muss sich das System nicht nur leicht bedienen lassen, es muss auch gut aussehen. Auf der O'Reilly Open Source Convention 2008 (Oscon) hatte Shuttleworth dazu aufgefordert, Linux schöner zu machen. "Wir sind uns einig, dass freie Software in Bereichen wie Look & Feel, Style und Design verbessert werden muss", sagt Shuttleworth. Bei den Desktopprojekten wie KDE und Gnome finde man es derzeit sehr spannend, sich um Design zu kümmern und Freude an der Bedienung aufkommen zu lassen. Die nächste Ubuntu-Version 9.04 werde bereits erste Teile der 2008 angekündigten Arbeit enthalten.

"Aber es ist ein langer Weg zu einem richtig guten Nutzungserlebnis", räumt Shuttleworth ein. Momentan liefen unterschiedliche Aspekte dieser Arbeit getrennt voneinander ab. Dies müsse sich ändern, um allgemeingültige Designgrundsätze zu erarbeiten und den Free-Software-Desktop damit besser zu machen.

MacOS X als Vorbild
Auf der Oscon hatte Shuttleworth Entwickler und Designer aufgerufen, sich an MacOS X zu orientieren. "Es gibt Elemente in MacOS, die uns als gutes Beispiel dienen können". Apple sei sehr gut darin, Bildschirmplatz effizient auszunutzen - das sei auch einer der Leitsätze bei der Arbeit am Linux-Desktop: "Wie kann etwas, was auf kleinen Bildschirmen effizient ist, auch auf großen Displays nützlich bleiben?". Apple mache aber auch in anderen Bereichen vor, wie sich etwas gut lösen lässt. In der Open-Source-Welt sei zwar bereits gute Arbeit geleistet worden und die Techniken seien vorhanden. Es fehle aber die Designarbeit, die diese Techniken vereine.

KDE scheint hier im Vergleich zum Gnome-Projekt derzeit den innovativeren Part innezuhaben. Die KDE-Entwickler arbeiten daran, ihre Vorstellungen des modernen Desktops in KDE 4 umzusetzen und haben dabei mit vielem gebrochen, was die eigenen Nutzer gewohnt waren. Zumindest anfangs ging dieser große Schritt auch zulasten von Stabilität und Benutzerfreundlichkeit. KDE machte sich nicht nur Freunde. "Aber dieser gewagte Sprung erlaubt es ihnen, viele interessante Sachen auszuprobieren, durch die sich das System einfacher nutzen lässt", kommentiert Shuttleworth dieses Thema.

Dass Gnome in diesem Bereich dem Konkurrenten KDE hinterherhinkt, will er so aber nicht gelten lassen. Gnome habe eben lange einen evolutionären Ansatz verfolgt - im Unterschied zum revolutionären, den KDE mit dem Sprung von KDE 3.5 auf KDE 4 eingeleitet hat. Doch mittlerweile hat sich das Gnome-Projekt darauf geeinigt, an Gnome 3 zu arbeiten. Die neue Version werde die grundsätzliche Arbeitsweise mit dem Desktop verändern, sagt Shuttleworth voraus.

Shuttleworth will das Problem auch direkt bei Canonical und Ubuntu anpacken. Zu diesem Zweck hatte das Unternehmen im Herbst 2008 Entwickler und Designer gesucht, die sich der Benutzerfreundlichkeit freier Software annehmen. Die sind nun da: "Wir haben jetzt etwa zwölf Leute bei Canonical, die sich nur um Design und Desktop-Experience kümmern." Erste Ergebnisse seien ein für Ubuntu 9.04 geplantes Benachrichtigungssystem, über das verschiedene Programme wie der E-Mail- und der IRC-Client dem Anwender Nachrichten zukommen lassen können. Momentan stehe die Arbeit an solchen Infrastrukturen im Vordergrund, die dann mehreren Programmen zugute komme.

Alte Probleme
Neben Design und Bedienbarkeit gibt es noch andere Probleme, die seit Jahren existieren, zum Beispiel Multimediacodecs. Die heutigen Linux-Distributionen erleichtern zwar die Installation der Codecs, die nötig sind, um Multimediadateien abzuspielen. Doch nicht immer stehen alle Codecs zur Verfügung oder sie funktionieren nicht zuverlässig.

Ist das für neue Anwender nicht ein größeres Problem als das Aussehen des Desktops? Shuttleworth stimmt dem zu, denn die Nutzer steckten dann fest und wüssten nicht, wie sie weitermachen sollen. Die Arbeit mit dem Desktop lasse sich erlernen, bei Codecproblemen laute das Fazit einfach "Linux funktioniert nicht".

Proprietäre Codecs lassen sich heute prinzipiell unter Linux nutzen. Das zeigten moderne Streamingsysteme, wie sie in Hotels zu finden sind, sagt Shuttleworth. Den Linux-Distributoren würden durch Patentlizenzen und ähnliche Regeln, die die freie Verbreitung solcher Codecs verhindern, aber noch immer Grenzen gesetzt. "Es ist sehr viel Arbeit, kommerzielle Codecs anzubieten", so Shuttleworth. Es gelte also herauszufinden, wie sich Codecs so anbieten lassen, dass Linux-Nutzer sie legal verwenden dürfen. "Ich glaube, dass es noch mindestens ein Jahr dauern wird, bis die Medienwiedergabe unter Linux reibungslos funktioniert", prognostiziert der Canonical-Chef.

Neben MacOS X, das als Orientierung gelten soll, gibt es auch noch Windows. Allerdings ist Microsoft für viele Linux-Nutzer noch immer Feindbild Nummer eins. Dass Mark Shuttleworth die Beta von Windows 7 gut findet, war in der Presse zu lesen. Gegenüber Vista gebe es viele kleine Verbesserungen, das Human Interface sei sehr durchdacht und verbessere die Benutzerfreundlichkeit, sagt er.

Was macht Microsoft derzeit besser als Linux? "Microsofts Stärke liegt mehr in der Marktposition als in ihrer Fähigkeit, innovativ zu sein". Linux habe bei Innovationen sogar einen Vorteil gegenüber Microsoft, meint Shuttleworth. Nur müsse sich die Innovation in Marktanteile umwandeln lassen, um Geld zu verdienen und damit die Arbeit zu beschleunigen. Es gebe viele Innovationen - die Frage sei aber, wie sich sicherstellen lässt, dass der Linux-Desktop 2010 in jeder Version großartig ist.

Shuttleworth ist sicher, dass Canonical liefern kann, was es anpackt. "Ich wäre mir aber gern sicherer, dass das, was wir bei Cannonical tun, auch gut mit dem zusammenarbeitet, was bei Gnome und KDE, Moblin und Free Desktop passiert". Jedes Projekt arbeitet an dem, was ihm am wichtigsten ist. Das zu koordinieren sei die wahre Herausforderung.

Netbooks als Chance?
Das von Shuttleworth angesprochene Moblin ist Intels Linux-Initiative, die ursprünglich ein Linux für die sogenannten Mobile Internet Devices entwickeln wollte. Mittlerweile sind Netbooks in den Vordergrund gerückt. Die kleinen Notebooks wurden anfangs fast ausschließlich mit Linux ausgeliefert. Manch einer sah darin eine große Chance für das freie Betriebssystem, zumal Microsofts Windows offenbar nicht für diesen Einsatzbereich geschaffen war.

Shuttleworth will nun möglichst viel von der im Rahmen von Moblin geleisteten Arbeit auch in Ubuntu sehen: "Wenn Moblin 2.0 in diesem Jahr erscheint, wollen wir davon so viel wie möglich - vielleicht sogar alles - in unser Desktop- und Netbook-Erlebnis integrieren. Wir wissen noch nicht genau, wie Moblin 2.0 aussehen wird. Daher ist unser Plan derzeit, eine Desktop-, eine Netbook- und eine spezielle Moblin-Version zu veröffentlichen. In Ubuntu 9.10 soll dann so viel wie möglich von dem, was Moblin sexy macht, in unsere normale Desktopversion gelangen."

Eine Chance für Linux sieht Shuttleworth in Netbooks durchaus: "Netbooks werden benutzt, um auf Facebook zu surfen, um zu googeln oder etwas in Wikipedia nachzuschlagen. Das ist ein Anwendungsgebiet, in dem Linux sehr gut ist. Es ist eine komplett neue Klasse PCs und das ist unsere Chance, denn Linux passt für diese Geräte sehr gut." Genau deshalb sei es wichtig, dass sich freie Software auf Netbooks gut bedienen lässt. Bei Ubuntu arbeitet man laut Shuttleworth daran.

Mark Shuttleworth
Mark Shuttleworth
Doch es gab auch Meldungen, dass Linux-Netbooks zurückgegeben und gegen Windows-Netbooks ausgetauscht werden. "Wir arbeiten mit verschiedenen OEM-Partnern - mit Dell, mit Toshiba und anderen. Die Statistiken variieren von Firma zu Firma stark", sagt Shuttleworth dazu. Ob Anwender mit einem Linux-Netbook glücklich werden, hänge von ihrer Erwartungshaltung ab. Solange beim Verkauf von Linux-Netbooks auf die Vorteile zum Beispiel bei der Sicherheit hingewiesen wird, gibt es da keine Probleme. "Wenn Linux Windows wirklich herausfordern soll, müssen wir uns auf die User Experience konzentrieren. Auf Produktivität und Effizienz, so dass das gesamte System gut zusammenarbeitet und das Leben einfacher macht. Das schließt die Frage nach den Codecs ein".

Ob Ubuntus Mobilvariante künftig auf die Grafikbibliothek Qt anstatt Gtk setzt, wollte Shuttleworth so nicht beantworten. Ein solches Gerücht hatte es kürzlich gegeben. Shuttleworth weist darauf hin, dass es mit Kubuntu schon jetzt eine Version gibt, die KDE und damit Qt anstatt Gnome und Gtk verwendet. Canonical stelle sowohl Gtk- als auch Qt-Entwickler ein, um alle User-Experience-Entwicklungen sowohl in Gtk als auch in Qt für Ubuntu und Kubuntu anbieten zu können und die beiden Welten zu vereinen, statt sie weiter zu trennen.

Nokias Entscheidung, die C++-Bibliothek Qt unter die LGPL zu stellen, begrüßt Shuttleworth. Dadurch wird der Einsatz von Qt in proprietären Programmen möglich, ohne dass Entwickler eine Qt-Lizenz kaufen müssen. Die kostenlose GPL-Variante hingegen verlangte zuvor von den Entwicklern, dass sie ihre mit Qt entwickelten Programme offenlegen. "Nokia musste das machen, um Qt weiter zu verbreiten", kommentiert Shuttleworth den Schritt. Qt werde sich nun sicher größerer Beliebtheit erfreuen. Gnome müsse daher lernen, damit umzugehen, so dass Qt-Anwendungen auch unter Gnome schick aussehen. Aber: "Gtk wird nicht verschwinden", meint Shuttleworth.

Kritik an Canonical
Doch bei allem, was Canonical für Linux tut, wird Ubuntu immer wieder angefeindet. Ubuntu basiert auf Debian. Vor allem aus dem Debian-Lager gab es in der Vergangenheit daher viele Vorwürfe. Debian-Entwickler Joey Hess sagte einmal, Ubuntu betrachte Debian nur als Supermarkt für Komponenten.

Ende 2008 erfolgte ein Angriff von anderer Seite. Der Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman warf Canonical vor, weniger zum Kernel und zu anderen Projekten wie X beizutragen als andere Firmen - und sogar weniger als Projekte wie Gentoo. Trotz seiner Bekanntheit sei Canonical nur für 0,1 Prozent der Kernel-Entwicklung in den vergangenen Jahren verantwortlich. Kroah-Hartmans Vorwurf lautet also: Canonical ist ein passives Mitglied der Linux-Community.

"Greg hat Recht: Wir sind nicht so stark an der Kernel-Entwicklung beteiligt", sagt Shuttleworth dazu. "Wir haben etwa acht Kernel-Entwickler, die sich mit Gerätetreibern und Dingen wie dem Powermangement beschäftigen - damit Linux sich so einfach benutzen lässt, dass man nicht über den Kernel nachdenken muss". Canonical entwickle tatsächlich keine großen, anspruchsvollen Kernel-Komponenten. Seine Firma konzentriere sich mehr auf das System als Ganzes.

"Wir sind eine kleine Firma und prozentual gesehen haben wir mehr Entwickler, die an freier Software arbeiten als Novell oder Red Hat." Die Art, wie Kroah-Hartman seine Aussagen vereinfacht habe, sei enttäuschend gewesen, sagt Shuttleworth. Das bezieht sich wohl auch darauf, dass Kroah-Hartman nur Komponenten wie den Linux-Kernel, GCC und X als "Linux-Ökosystem" bezeichnete und Software wie Gnome und KDE außen vor ließ.

Vorwürfe erschweren die Zusammenarbeit
Dass immer wieder auf Canonical herumgehackt wird, liege, meint Shuttleworth, "in der Natur des Menschen". Ubuntu sei sehr beliebt, da sei es nur richtig, dass die Leute hohe Maßstäbe anlegen. Ihn selbst ehre das. "Aber manchmal sagen Mitbewerber Dinge, die nicht wahr sind, nur um einen guten Mitbewerber zurückzuhalten. Dieses Spiel spiele ich nicht mit! Ich halte das nicht für konstruktiv."

Mark Shuttleworth
Mark Shuttleworth
"In der Welt der freien Software sind wir uns selbst die größten Feinde. Was uns stark macht - dass jeder alles ändern kann - ist gleichzeitig eine potenzielle Schwäche", sagt Shuttleworth. Das könne beispielsweise dazu führen, dass ein Softwareanbieter sein Produkt nur auf einer bestimmten Linux-Variante unterstützt.

"Wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn wir uns untereinander bekämpfen und uns fragen, ob es das wert ist". Oft sei es eben einfacher, sich gegenseitig anzugreifen, als zusammenzuarbeiten. Das zeige sich auch in der Beziehung von Ubuntu zu Debian: "Es gibt Leute bei Debian, die verstehen, wie viel von dem, was bei Debian passiert, von Ubuntu und Canonical getragen wird. Aber es gibt immer noch Leute, die uns für etwas Schreckliches halten."

Doch jeder neue Vorwurf erschwere es, die Probleme von morgen zu lösen. Er selbst halte sich daher aus negativen Diskussionen lieber heraus, so Shuttleworth. "Es kommt sehr selten vor, dass ich jemanden aus der Linux-Community kritisiere. Ich tue das nur, wenn ich glaube, dass ein sehr, sehr, sehr schwerer Fehler gemacht wird, der uns alle betrifft."

Alle auf einmal?
Shuttleworth sieht seine Aufgabe eher darin, die Community zu einen. Deshalb forderte er dazu auf, dass Open-Source-Projekte ihre Veröffentlichungszyklen synchronisieren. Sein Traum wäre, dass sich die großen Distributionen auf einen gemeinsamen Veröffentlichungsrhythmus einigen.

Gnome und mittlerweile auch KDE veröffentlichen in regelmäßigen Abständen neue Versionen. Das verbessert die Zusammenarbeit, meint Shuttleworth. Vor allem aber helfen regelmäßige Veröffentlichungen anderen Projekten bei der Planung - etwa um in der nächsten Ubuntu-Version eine aktuelle Gnome-Version auszuliefern. Ob Projekte jeden Monat, alle drei Monate oder jedes halbe Jahr eine neue Version herausgeben, sei nicht entscheidend. Es gehe um die Vorhersagbarkeit. Die Projekte erkennen laut Shuttleworth aber auch, dass zusätzlich längere Zyklen nötig sind, um größere Veränderungen vorzunehmen. Wie das im Einzelnen funktioniert, müsse sich aber erst zeigen.

Die großen Distributionen dazu zu bringen, sich zu einigen, sei hingegen nicht so einfach. Shuttleworth räumt ein, dass es eine Abneigung gegen seinen Plan gibt. Daher konzentriere er sich nun auf die Upstream-Projekte. Hier müsse sich ein natürlicher Zyklus entwickeln, auch um große Änderungen zu ermöglichen. Ubuntu würde sich an diesen Zyklen orientieren, verspricht Shuttleworth, und sieht die Möglichkeit, dass das automatisch Auswirkungen auf andere Distributionen haben kann.

Bleibt die obligatorische Frage nach Canonicals finanzieller Situation. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass Mark Shuttleworth immer noch für Ubuntu zahlt. Doch Canonical ist auf dem Weg, sich selbst zu tragen, berichtet Shuttleworth. "Der erste Meilenstein wird erreicht sein, wenn wir so viele Einkünfte haben, dass wir die sechsmonatigen Veröffentlichungen weiterführen können, ohne dass ich Geld zuschießen muss. Der für mich wichtigste Punkt ist dann erreicht, wenn wir genug Geld verdienen, um Ubuntu zu finanzieren. Denn dann hat Ubuntu seine eigene Grundlage - unabhängig von mir oder Canonical."  (js)


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Mark Shuttleworth (.com): http://www.markshuttleworth.com/
Ubuntu (.com): http://www.ubuntu.com/

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