Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0902/65173.html    Veröffentlicht: 10.02.2009 15:42    Kurz-URL: https://glm.io/65173

EU vereinbart Minderjährigenschutz mit Youtube, MySpace & Co

Neue Werkzeuge zum "Safer Internet Day" beschlossen

Die EU-Kommission hat mit 17 Anbietern führender sozialer Netzwerke Verbesserungen zum Schutz von Minderjährigen ausgehandelt. Mit dabei sind Youtube, MySpace, Facebook, StudiVZ, Yahoo- und Microsoft-Europe. Per 1-Click können junge Menschen Belästigungen melden. Private Profile von Nutzern unter 18 Jahren sollen per Suche nicht mehr auffindbar sein.

17 in Europa führende Webanbieter haben eine Vereinbarung zur Verbesserung der Sicherheit für Minderjährige in sozialen Netzwerken unterzeichnet. Das gab die EU-Kommission anlässlich des heutigen "Safer Internet Day" in Brüssel bekannt. Zu den Beteiligten gehören Youtube, MySpace, StudiVZ und Facebook, die europäischen Töchter von Yahoo und Microsoft, aber auch das britische Bebo, das französische Videoportal Dailymotion, das in Belgien beheimatete, transeuropäische Netlog, Skyrock, begründet in Frankreich, das von dem Niederländer Raymond Spanjar aufgebaute Hyves und die Angebote Giovani (Italien), Nasza-klaza (Polen), One.it (Italien) und Zap.lu (Luxemburg).

Zu den vereinbarten Schutzmaßnahmen für Minderjährige gehört ein 1-Click-Button bei Belästigungen und das Verstecken von privaten Profilen von Nutzern unter 18 Jahren vor Site-Suchen und Suchmaschinen. Onlineprofile und Kontaktlisten der Websitenutzer, die als unter 18 registriert sind, sollen generell als "privat" eingestuft werden. Richtet sich eine Website an Teenager über 13, soll verhindert werden, dass sich Menschen unter 13 registrieren. Die Betreibersites werden die EU-Kommission bis April 2009 über ihre jeweiligen Sicherheitsstrategien und deren Umsetzung unterrichten.

Soziale Netzwerke ziehen 41,7 Millionen regelmäßige Nutzer in Europa an, so die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Die Nutzung entsprechender Angebote habe im letzten Jahr um 35 Prozent zugenommen und werde sich voraussichtlich bis 2012 mit 107,4 Millionen Nutzern mehr als verdoppeln. Deshalb könne das Web 2.0 "zur Stimulierung unserer Wirtschaft beitragen", sagte Reding. Voraussetzung sei, dass Kinder und Teenager die Gewissheit hätten, "mit den richtigen Werkzeugen in Sicherheit zu sein".

Zum Thema Cyberbullying, dem sich über die Hälfte der polnischen Jugendlichen und 34 Prozent der britischen und belgischen Teenager ausgesetzt fühlen, wurde eine Videokampagne der EU gestartet, die in allen Mitgliedstaaten in den jeweiligen Sprachen ausgestrahlt werden soll.  (asa)


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Links zum Artikel:
Europäische Kommission: http://ec.europa.eu/index_de.htm

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