Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0902/65126.html    Veröffentlicht: 09.02.2009 00:55    Kurz-URL: https://glm.io/65126

Spitzelskandal: Detektei schon 10 Jahre in Telekom-Diensten

Staatsanwaltschaft durchsuchte Geschäftsräume der Detektei

Die Telekom beschäftigt die Detektei, die in der Bespitzelungsaffäre tätig wurde, bereits seit rund zehn Jahren. Die Privatdetektei Argen wurde nach einem Bericht des Spiegel schon für Aufklärungen in der rechtlichen Grauzone eingesetzt.

Argen sei zum Beispiel bei der Aufklärung bei ausländischen Tochterfirmen oder mutmaßlicher Firmenspionage eingesetzt worden. Außerdem seien neue Geschäftspartner überprüft worden, schreibt der Spiegel. Im Jahr 2000 sei das Kleinunternehmen, das von David Cowling geführt wird, auch für die Deutsche Bahn tätig gewesen.

Die Zusammenarbeit bescherte der Detektei einen Rahmenvertrag mit der Telekom. Solche Vertragswerke werden in der Regel nur bei langfristigen Geschäftsbeziehungen ausgehandelt.

Dem Spiegel gegenüber verneinte Cowling, dass er in der Telekom-Bespitzelungsaffäre tätig geworden sei. Die Abteilung Konzernsicherheit sagte dem Spiegel, dass man seit dem Jahr 2000 an die Detektei Aufträge vergeben habe. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins durchsuchte die Staatsanwaltschaft vor wenigen Tagen die Geschäftsräume der Argen GmbH in Köln, um Material sicherzustellen. Um was es sich dabei handelte, wurde nicht mitgeteilt.

Die Detektei soll nach der Aussage eines Telekom-Mitarbeiters Kontodaten von Zielpersonen ermittelt haben.  (ad)


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