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Erster Memory-Stick-Walkman von Sony

Wandelt MP3 und Wave-Dateien in ATRAC3-Daten um

Der Erfinder des Walkman präsentiert zur CeBIT in Hannover einen tragbaren Player, der auf der Speicherlösung Sony Memory Stick basiert.

Sony NW-MS7
Sony NW-MS7
Mit seinem mehr als 20 Jahre alten Urahn hat der Memory-Stick-Walkman NW-MS7 kaum noch etwas gemeinsam. Kaum größer als ein Lippenstift und 69 Gramm leicht, speichert er bis zu zwei Stunden Musik auf einem mitgelieferten 64 Megabyte Memory Stick. Memory Sticks mit 128 und 256 Megabyte und damit bis zu acht Stunden Abspieldauer sind bereits in Vorbereitung. Bisher kam der kaugummistreifengroße Speicherstift in Foto- und Videokameras, im PC oder in einem digitalen Bilderrahmen zum Einsatz.

Vom PC aus wird der MW-MS7 mit musikalischen Inhalten entweder aus dem Internet oder von mit eigenen CDs erstellten Audiodateien gefüttert. Die Datenübertragung von der Festplatte zum Gerät wird über den Universal Serial Bus abgewickelt.

In Verbindung mit der mitgelieferten Software verarbeitet der NW-MS7 sowohl MP3- wie auch WAVE-Dateien ebenso wie digitale Kopien von der CD. Dabei entspricht der NW-MS7 den Spezifikationen der Secure Digital Music Initiative (SDMI). Die dazugehörige Software OpenMG wird auf dem PC installiert und wandelt MP3- oder WAVE-Dateien sowie PCM-Sound von der CD in ATRAC3-Dateien (1:10-Kompression) um, die anschließend auf den Walkman übertragen werden. Wie gut oder schlecht die Qualität beziehungsweise die Kompression von bereits komprimierten MP3-Dateien ist, müssen Hörtests noch belegen. Der Preis für das Gerät inklusive 64 MB Memorystick liegt bei 849,- DM. Lieferbar soll der NW-MS7 ab April 2000 sein.

Sony NW-E3
Sony NW-E3
Einen ebenfalls digitalen portablen Abspieler jedoch mit fest integrierter Speicherkarte mit einer Kapazität von 64 MB stellt der Sony Walkman NW-E3 dar, der mit einem Volumen von 32 Kubikzentimetern nur 33 g (45 g mit AAA-Batterie) wiegt. Eine Batterie reicht dabei für etwa fünf Stunden kontinuierlicher Wiedergabe.

Der Baby-Walkman steckt in einem Gehäuse aus gebürstetem Aluminium. Auch dieses Gerät arbeitet nur mit dem PC als Datenlieferant zusammen und wird per USB-Bus gefüttert.

Da auch er SMDI-konform ist, kann er MP3-Dateien nicht im Originalformat, sondern nur im nochmals komprimierten, verlustbehafteten ATRAC3-Format speichern. Der Preis steht noch nicht fest. Geliefert wird voraussichtlich ab Juni 2000.  (ad)


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