Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0901/64950.html    Veröffentlicht: 30.01.2009 11:28    Kurz-URL: https://glm.io/64950

Citrix Systems baut 500 Arbeitsplätze ab

Unternehmen gibt enttäuschenden Ausblick

Für Citrix Systems, einen Anbieter von Infrastruktursoftware zur Applikationsbereitstellung und von Virtualisierungssoftware, brachte das vierte Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang. Die Firma will 500 Arbeitsplätze abbauen.

Citrix Systems hat im letzten Quartal 2008 einen Gewinn von 60,1 Millionen US-Dollar (33 Cent pro Aktie) erwirtschaftet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 62,3 Millionen US-Dollar (33 Cent pro Aktie) erzielt. Der Umsatz stieg auf 416 Millionen US-Dollar, verglichen mit 400 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2007. Dies entspricht einem Wachstum von vier Prozent. Die Analysten hatten einen höheren Umsatz von 431,8 Millionen US-Dollar erwartet. Im gesamten Geschäftsjahr 2008 betrug der Umsatz 1,58 Milliarden US-Dollar, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 14 Prozent entspricht.

Citrix Systems plant ein Restrukturierungsprogramm sowie eine Reduzierung seiner Belegschaft um circa 10 Prozent, was einer Streichung von 500 Arbeitsplätzen entspricht. Standorte würden zusammengelegt und Zeitarbeitsplätze reduziert, hieß es weiter. Die Betriebskosten sollen um circa 50 Millionen US-Dollar gesenkt werden. Die Restrukturierung kostet im laufenden ersten Quartal zwischen 19 und 23 Millionen US-Dollar.

"Citrix Systems ist im deutschen IT-Markt sehr gut etabliert und wir sind im Virtualisierungsmarkt bereits heute eine feste Größe", sagte Karl-Heinz Warum, Senior Area Vice President, Citrix Systems GmbH Deutschland Golem.de. Citrix veröffentliche keine spezifischen Informationen dazu, wie viele Stellen in Deutschland abgebaut würden. Die Restrukturierung sei global und umfasse alle Länder und Funktionsbereiche, so Warum weiter.

Im Volumen von über 1 Million US-Dollar gingen weniger Aufträge ein, weil die Kunden mit einem reduzierten IT-Budget auskommen müssen, sagte Finanzchef David Henshall. Das Geschäft mit Virtualisierungsanwendungen, die wichtigste Einnahmequelle, zeigte einen Rückgang um 3 Prozent, da die Kunden für das vierte Quartal geplante Projekte ausgesetzt oder reduziert hätten. Das Citrix- Produktangebot umfasst auch die Virtualisierungstechnologie Xen.

Im laufenden ersten Quartal werde der Umsatz um 5 Prozent fallen. Die Analysten hatten einen Zuwachs um 7 Prozent erwartet.  (asa)


Verwandte Artikel:
Citrix: Gewinn pro Aktie zwischen 15 und 16 US-Cent   
(10.04.2002, https://glm.io/19236 )
Citrix steigert Gewinn deutlich   
(20.04.2001, https://glm.io/13550 )
Futuremark: Servermark testet Media-Transcode- und VM-Server   
(30.10.2017, https://glm.io/130879 )
Hypervisor: Amazons Cloud wechselt von Xen auf KVM   
(09.11.2017, https://glm.io/131068 )
TS-x77: Qnaps NAS mit AMDs Ryzen-Prozessor ist verfügbar   
(24.01.2018, https://glm.io/132345 )

Links zum Artikel:
Citrix (.com): http://www.citrix.com

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/