Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0901/64924.html    Veröffentlicht: 29.01.2009 14:26    Kurz-URL: https://glm.io/64924

Playstation 3: Verkaufszahlen brechen ein

Rückgang des PS3-Absatzes ausgerechnet im Weihnachtsquartal

Der Unterhaltungskonzern Sony muss im letzten Quartal 2008 einen Einbruch bei den Verkaufszahlen seiner Playstation 3 hinnehmen. Die Geräteverkäufe gingen nach Unternehmensangaben um rund 9 Prozent zurück. Die gesamte Spieleabteilung ist noch stärker betroffen.

Minus 32,2 Prozent: So stark ist bei Sony der Umsatz mit Spielesoftware und Hardware im dritten Geschäftsjahresquartal, das von Oktober bis Dezember 2008 lief, gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Das Unternehmen hat nun innerhalb der Sparte "Games" Umsätze von 393,8 Milliarden Yen (3,3 Milliarden Euro) erzielt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 581,2 Milliarden Yen (4,92 Milliarden Euro). Der operative Gewinn brach um 97 Prozent auf nur noch 400 Millionen Yen (3,38 Millionen Euro) ein; ein Jahr zuvor waren es noch 12,9 Milliarden Yen (109 Millionen Euro). Allerdings liegt die Ursache für den extremen Gewinneinbruch am starken Yen - laut Sony hätte sich ohne diesen Sondereffekt der Gewinn um 156 Prozent erhöht, der Umsatz wäre immerhin nur um 18 Prozent zurückgegangen.

Langfristig schlimmer für Sony ist allerdings der Einbruch bei den verkauften Playstation-3-Konsolen. Der Absatz der Playstation 3 ging auf weltweit 4,46 Millionen Einheiten zurück, was einem Minus von 9 Prozent entspricht. Die Konkurrenten Microsoft und Nintendo haben für den gleichen Zeitraum steigende Verkaufsmengen vermeldet. Grund dürfte der immer noch hohe Preis der PS3 sein: In Deutschland etwa kostet die günstigste Konsolenversion rund 400 Euro. Die Wii von Nintendo ist ab rund 250 Euro erhältlich, die Xbox 360 (allerdings ohne mitgeliefertes Spiel) sogar ab etwa 180 Euro.

Kleines Glanzlicht in der Unternehmensbilanz der Sony-Spieler: Die Verkaufszahlen von PS3-Titeln sind um 57 Prozent auf 40,8 Millionen Einheiten gestiegen. Davon abgesehen dominiert das Minuszeichen in den Geschäftszahlen: Von der Playstation Portable hat Sony mit 5,08 Millionen Einheiten 12 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum verkauft, der Rückgang bei der Playstation 2 beträgt sogar 53 Prozent - 2,52 Millionen Stück des Klassikers wanderten weltweit über die Ladentheken.

Software für die PS2 lief entsprechend ebenfalls nicht gut: Das Minus beträgt 51 Prozent auf 29,7 Millionen Einheiten. Von Spielen für die PSP hat Sony 15 Prozent weniger abgesetzt - insgesamt waren es 15,5 Millionen Stück.

Im gesamten Geschäftsjahr 2008 erwartet Sony einen Gesamtabsatz von 33 Millionen Playstation-Konsolen: 10 Millionen PS3, 8 Millionen PS2 und 15 Millionen PSP. Im Jahr zuvor konnte die Firma insgesamt 36,86 Millionen Geräte an den Mann bringen. Der Absatz von Spielen über alle Plattformen soll von 267,4 Millionen auf rund 250 Millionen Stück fallen.  (ps)


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