Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0901/64790.html    Veröffentlicht: 23.01.2009 12:02    Kurz-URL: https://glm.io/64790

Flight Simulator wegen Entlassungen am Ende? (Update)

Laut Medienberichten steht Simulationsexperte Aces vor dem Aus

Microsoft entlässt Mitarbeiter - und nach Meldungen von US-Medien ist das Entwicklerteam Aces besonders stark betroffen. Im schlimmsten Fall droht sogar das Ende der legendären PC-Flugsimulationsreihe.

Microsoft macht Ernst mit seiner Ankündigung, im Zuge der Streichung von 5.000 Stellen umgehend etwa 1.400 Mitarbeitern zu kündigen. Wie die amerikanische Webseite Gamasutra berichtet, ist davon auch ein Großteil des hauseigenen Entwicklerstudios Aces betroffen, das unter anderem für Flight Simulator verantwortlich ist. Laut Gamasutra melden mehrere Quellen, dass sogar das gesamte Team der legendären PC-Reihe entlassen wurde.

Eine offizielle Bestätigung dafür steht noch aus. Ebenfalls unklar ist, ob die gemeldeten Entlassungen Auswirkungen auf den Train Simulator 2 haben, der sich ebenfalls bei Aces in der Entwicklung befindet. Nach aktuellem Stand soll die Eisenbahnsimulation Ende 2009 auf den Markt kommen. Golem.de hat bei Microsoft weitere Informationen angefragt.

Die zehnte und bislang letzte Ausgabe des Flight Simulator mit dem Namenszusatz "X" erschien 2006. Ein Jahr später kam die Erweiterung Acceleration. Legendär ist die Reihe auch wegen ihrer eingeschworenen Fangemeinde. Immer wieder gab es Medienberichte über PC-Piloten, die sich mit nachgebauten Flugzeugcockpits im Keller in Echtzeit auf virtuelle Transkontinentalflüge begeben. Die erste Version der Reihe erschien 1982, damals noch unter dem Titel Flight.

Nachtrag vom 24. Januar 2009 um 14.50 Uhr:
Microsoft hat bekannt gegeben, dass das Entwicklerstudio Aces geschlossen wird. Rund 100 Mitarbeiter haben ihren Job bereits verloren - jetzt sollen noch sechs Angestellte übrig sein, die den Rest des Unternehmens abwickeln. Microsoft will auch künftig Flugsimulationen anbieten, gibt dazu aber keine weitergehenden Details bekannt. Über das Schicksal der Train-Simulator-Reihe liegen ebenfalls keine Informationen vor. Ähnliche wie bei der Schließung der Ensemble Studios im September 2008 verweist Microsoft nur auf allgemein wirtschaftliche Gründe, ohne in Einzelheiten zu gehen. Auffällig ist, dass bei Aces ähnlich wie bei Ensemble der Schwerpunkt des Portfolios auf Spielen für die PC-Plattform lag.  (ps)


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