Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0901/64781.html    Veröffentlicht: 22.01.2009 23:35    Kurz-URL: https://glm.io/64781

AMD fährt Minus von 1,42 Milliarden US-Dollar ein

Umsatz des Chipherstellers geht um 33 Prozent zurück

Das Defizit des Chipherstellers AMD ist im vierten Quartal auf 1,42 Milliarden US-Dollar angewachsen. Damit ist der Verlust höher als der Umsatz.

Der Prozessorhersteller AMD schreibt weiter tiefrote Zahlen. Das Unternehmen erlitt einen Verlust von 1,4 Milliarden US-Dollar (2,34 pro Aktie), nach einem Minus von 1,77 Milliarden US-Dollar (3,06 pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz brach um 33 Prozent auf 1,16 Milliarden US-Dollar ein.

Damit schreibt AMD das neunte Quartal in Folge rote Zahlen. Die Analystenprognosen wurden damit weit verfehlt. Die Börsenexperten hatten einen Verlust von 54 Cent pro Aktie aus einem Umsatz von 1,23 Milliarden US-Dollar erwartet. Das aktuelle Ergebnis wird belastet von Abschreibungen in Höhe von 684 Millionen Dollar auf ATI Technologies.

Wegen der unklaren wirtschaftlichen Lage erwartet AMD gegenüber dem Vorquartal einen weiteren Umsatzrückgang im laufenden Quartal. Konzernchef Dirk Meyer gab an, weiter "gezielte Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen" und zugleich die Zeitpläne für die "Produkte und Technologien umzusetzen".

Im November 2008 konnte der Halbleiterhersteller seine eigene Fertigung nicht mehr finanzieren und verkündete den Plan, seine Fabriken in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Investmentkonzernen aus Abu Dhabi auszulagern, die bereits große Anteile an der US-Firma halten. Sie wollen zwischen 3,6 bis 6 Milliarden US-Dollar in das neue Gebilde Foundry Co. investieren, das auch für andere Chipentwickler fertigen soll. Auch die Dresdner Chipfabrik würde dabei den Besitzer wechseln. Die Aktionäre müssen dem Geschäft Anfang Februar 2009 noch zustimmen. "Wir haben erhebliche Fortschritte in der Schaffung der 'Foundry Company' in diesem Quartal gemacht und gehen davon aus, die Ausgliederung im Februar abzuschließen", betonte Meyer.  (asa)


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AMD (.com): http://www.amd.com

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