Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0901/64555.html    Veröffentlicht: 12.01.2009 15:42    Kurz-URL: https://glm.io/64555

Sensory stellt Dspam-Entwicklung ein

Quellcode liegt bei Sourceforge

Das Unternehmen Sensory Networks stellt die Entwicklung des Spamfilters Dspam komplett ein. Auch die Projektseite wird vom Netz genommen. Nun wird nach Programmierern gesucht, die die Open-Source-Software weiterentwickeln wollen.

Sensory Networks hatte das Dspam-Projekt im Mai 2007 übernommen. Daraufhin stand die Entwicklung eine Weile still, wurde jedoch Ende 2007 langsam wieder aufgenommen. Nun wird die Entwicklung eingestellt, teilte das Unternehmen mit. Die Unternehmensziele hätten sich verändert und eine weitere Investition in Dspam sei damit nicht weiter zu rechtfertigen.

Nicht nur die Entwickler wurden bereits vor einiger Zeit von dem Projekt abgezogen, auch die Infrastruktur des Projektes soll nun nicht weiter betreut werden. Das heißt, bis Ende Januar 2009 will Sensory die Dspam-Server abschalten. Sensory sucht daher jemanden, der das Projekt weiter betreuen möchte. Dazu zählen auch die Mailinglisten und das CVS-Repository. Das Copyright für die Software liegt bei Sensory, der Quelltext steht jedoch komplett unter der GPL und liegt bei Sourceforge.

Der Spam-Filter DSPAM verspricht eine hohe Spam-Erkennungsrate von rund 99,95 Prozent, entsprechende Konfiguration und ausreichendes Training der Software vorausgesetzt. Die Software kann mit diversen Mail Transfer Agents (MTAs) zusammenarbeiten, ist aber auch eigenständig oder in Kombinationen mit anderen Anti-Spam-Tools lauffähig.

Eingehende Mails werden gefiltert und vom Nutzer per Web-Front-End bestimmten Gruppen zugeordnet. Die Software lernt so, E-Mails der verschiedenen Bereiche, zum Beispiel Privat, Arbeit, Spam, zu erkennen und ordnet diese fortan selbst ein. Falsch erkannte E-Mails müssen umsortiert werden, um die Erkennungsrate zu erhöhen.  (js)


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Links zum Artikel:
Dspam (.com): http://dspam.nuclearelephant.com/
Sensory Networks (.vom): http://www.sensorynetworks.com

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