Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0812/64083.html    Veröffentlicht: 11.12.2008 14:27    Kurz-URL: https://glm.io/64083

Telekom-Tarifrunde: Verdi fordert 8,5 Prozent mehr Geld

Konzernführung will lediglich auf Absenkung der Gehälter verzichten

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will für die Beschäftigten der Deutschen Telekom in der anstehenden Tarifrunde 8,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt herausholen. Die Konzernführung ruft dagegen zum Maßhalten auf und will lediglich eine geplante Absenkung der Gehälter nicht umsetzen.

Konzernführung und Beschäftigte bei der Deutschen Telekom steuern im kommenden Jahr auf einen Konflikt zu. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geht mit einer Forderung von 8,5 Prozent, mindestens aber 220 Euro mehr monatlichem Lohn und Gehalt in die kommende Tarifrunde 2009. Verhandelt wird für die Telekom und die T-Service-Gesellschaften. Weiter hat die Verdi-Tarifkommission für die Beamten einen Ausgleich der Differenz zwischen Tariferhöhung und der Anhebung ihrer Besoldung als Forderung aufgestellt.

Für die Auszubildenden soll es mindestens 70 Euro mehr geben. Die neue Tarifvereinbarung soll auf zwölf Monate festgeschrieben werden.

"Die Forderung von Verdi in Höhe von 8,5 Prozent passt nicht in den wirtschaftlichen Rahmen. Wir appellieren hier, Maß zu halten", sagte Telekom-Sprecher Christian Schwolow Golem.de. Der Bonner Konzern wolle aber möglichst zeitnah zu einem tragfähigen Ergebnis kommen und biete an, die vereinbarte Absenkung der Gehälter um 2,17 Prozent zum 1. Januar 2009 bei allen drei Servicegesellschaften nicht umzusetzen. "Für die Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG streben wir ebenfalls keine erneute Nullrunde an", so Schwolow weiter.

Nach monatelangen bundesweiten Protesten haben die Telekom-Beschäftigten unterdessen einen Teilerfolg zum Erhalt der Arbeitsplätze in Callcentern erreicht: Die Telekom sichert den Weiterbetrieb von 33 statt bisher 24 geplanten Callcentern bis Ende 2012 zu. Dazu kommen weitere sechs Standorte von Vivento-Callcentern. Derzeit gibt es 83 Standorte.  (asa)


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