Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0812/63948.html    Veröffentlicht: 04.12.2008 18:31    Kurz-URL: https://glm.io/63948

MSIs AIO-PC "NetOn" kommt im Januar ab 499 Euro (Update)

Konkurrenz für Asus' EeeTop

In München hat MSI seine All-in-One-PCs der Serie "NetOn" vorgestellt. Die auf Intels Atom-Plattform basierenden PCs soll es frühestens im Januar 2009 mit und ohne Touchscreen geben. Danach bringt MSI eine weitere Serie namens "Netbox" auf den Markt, die für die Montage hinter einem TFT-Monitor gedacht ist.

MSI Wind NetOn
MSI Wind NetOn
Der NetOn ist eine Alternative zum Eee Top von Asus, im Unterschied zu diesem Gerät gibt es den MSI-Rechner aber auch ohne Touchscreen. Dieser "Neton 19'" ist dann mit 499 Euro 100 Euro billiger als die Variante mit Bedienung per Display, die 599 Euro kostet und "Neton 19' Touch" heißt. Wie beim Eee Top ist der Touchscreen, der in München noch nicht zu sehen war, laut MSI nicht multi-touch-fähig.

Die Ausstattung der Rechner entspricht mit einem Atom-Prozessor vom Typ N270 (1,6 GHz), 945GSE-Chipsatz, 1 GByte DDR2-Speicher und einer 160-GByte-Festplatte dem Standard von Nettops und Netbooks. Wären mehr Speicher vorhanden, gäbe es für den Rechner nicht mehr die ULCPC-Lizenz für Windows XP Home von Microsoft. Mit gleicher Ausstattung, aber etwas günstiger - die Preise stehen noch nicht fest - will MSI die AIO-Rechner aber auch mit Suse Linux anbieten.

MSI Wind NetOn
MSI Wind NetOn
Das Display der Rechner ist kleinen TFT-Fernsehern entlehnt und hat damit die für PCs ungewöhnliche Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Die Diagonale misst 18,5 Zoll. Als vollwertiger Rechner verfügt der Neton auch über einen DVD-Brenner, Gigabit-Ethernet und WLAN nach 802.11 b/g. Das schnellere Draft-N unterstützt das Funkmodul nicht. Antennen für DVB-T sind bereits eingebaut, das passende Empfangsmodul soll jedoch erst später als Zubehör angeboten werden.

Ungewöhnlich sind die Schnittstellen für Eingabegeräte. Neben vier USB-2.0-Ports sind auch noch zwei PS/2-Buchsen vorhanden. Im Gehäuse integriert sind zudem Stereolautsprecher, die je 3 Watt leisten sollen. Der Cardreader liest die Formate XD, SD, MMC und Memorysticks. Laut MSI sollen beide Geräte "Ende Januar, Anfang Februar" des Jahres 2009 in Deutschland auf den Markt kommen.

Neton 16 mit Klappdisplay
Neton 16 mit Klappdisplay
Etwas später - einen Termin gibt es noch nicht - soll der "Neton 16" erscheinen. Er kostet nur 399 Euro und hat dafür auch nur ein 15,4-Zoll-Display mit 1.366 x 768 Pixeln. Bei diesem Gerät, das auch auf einer Atom-Plattform mit noch nicht bekannter Ausstattung basiert, handelt es sich um einen Klapprechner. Auf dem Schreibtisch ragt die unten angebrachte PC-Einheit unter dem Display nach hinten. Der Bildschirm kann auch ganz auf das Gerät geklappt werden, welches sich dann über VESA-Bohrungen an der Wand befestigen lässt. Dabei wäre dann ein Touchscreen beispielsweise für Informationsterminals nützlich, den das Gerät in der ersten Version aber noch nicht besitzt.

Die Netbox wird hinter das Display geschraubt
Die Netbox wird hinter das Display geschraubt
Ganz ohne Display kommt die "Netbox" von MSI aus, die ebenfalls Anfang 2009 für 269 Euro erscheinen soll. Als Nettop-Rechner ohne optisches Laufwerk ist die Box für die Montage hinter einem TFT-Monitor gedacht, sie besitzt die dafür nötigen VESA-Bohrungen. Das klappt auch mit der schon vereinzelt verfügbaren Eee-Box von Asus, die jedoch nicht ganz so kompakt erscheint. Der Asus-Rechner verfügt über einen DVI-Port, den sich MSI gespart hat.

Nachtrag vom 27. Januar 2009, um 9:25 Uhr:
Die mit Atom-N270-CPU und 120-GByte-Festplatte bestückte Netbox kommt als "Windbox" auf den Markt. Sie wird als Upgrade-PC für einen vorhandenen Monitor und als Info-PC in Hotellobbies und anderen öffentlichen Räumen vermarktet. Der Preis für die Windbox mit WLAN soll bei 339 Euro liegen. Das Gerät entspricht von den Daten weitgehend dem des WindPC U100, es fehlt allerdings kein Bluetooth geboten.  (nie)


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