Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0811/63375.html    Veröffentlicht: 05.11.2008 12:17    Kurz-URL: https://glm.io/63375

17-Zoll-Notebook mit Quad-Core, HDMI, RAID und CrossFire

Gaming-Bolide in Vollausstattung für 4.000 Euro

Alienware hat sein bisher schon mit SLI-Grafik verfügbares Notebook "M17" aktualisiert. Der portable Spielerechner ist jetzt auch mit Intels mobilem Quad-Core-Prozessor und zwei per CrossFire verbundenen Grafikprozessoren von AMD verfügbar. Ganz leicht oder gar billig ist das High-End-Gerät jedoch weiterhin nicht.

Alienware M17
Alienware M17
Als "M17x" bietet Alienware schon länger ein 17-Zoll-Notebook mit zwei Grafikprozessoren an, die bisher von Nvidia stammten. Die neue Modellreihe M17 steckt in einem leicht veränderten Chassis, unter anderem sind die seitlichen USB-Anschlüsse und die Audiobuchsen von der linken auf die rechte Seite des Gehäuses gewandert.

Das mobile 3870-Modul
Das mobile 3870-Modul
Statt des mobilen GeForce 8800M GTX verbaut die Dell-Tochter jetzt AMDs mobilen Radeon HD 3870. Anders als bei vielen mobilen Grafiklösungen, die unter demselben Namen wie ihre Desktoppendants angeboten werden, hat AMD die Zahl der 320 Shader-Einheiten bei diesem Modell gegenüber der HD 3870 nicht reduziert. Als Speicher kommen beim mobilen 3870 jedoch nicht GDDR4, sondern 512 MByte GDDR3 zum Einsatz. Zu den Taktfrequenzen, die in der Regel unter denen von Desktopgrafik liegen, macht Alienware keine Angabe. Das M17 ist mit einem oder zwei der 3870-Module erhältlich, der Aufpreis für die CrossFire-Lösung beträgt aktuell 232 Euro.

Anschlüsse jetzt rechts
Anschlüsse jetzt rechts
Auch bei den Prozessoren hat der Kunde große Auswahl, in der günstigsten Gesamtkonfiguration für 1.299 Euro ist Intels Core 2 Duo 8400 (2,26 GHz, Penryn-Kern) verbaut. Knapp 800 Euro Aufpreis kosten entweder der besonders hoch getaktete Dual-Core-Prozessor X9100 mit 3,06 GHz oder Intels kleinster mobiler Quad-Core Q9100 mit 2,26 GHz. Mit rund 1.100 Euro und damit dem Preis eines gut ausgestatteten Standardnotebooks schlägt der neue QX9300 mit 2,53 GHz, vier Kernen und frei einstellbarem Multiplikator zu Buche.

Kompromisslos ist auch die restliche Hardware des M17. Als eines der ersten Notebooks wird das Gerät ausschließlich mit DDR3-Speicher mit effektiv 1.066 MHz bestückt, Intels Chipsatz PM45 aus dem Centrino-2-Paket kann damit umgehen. Angesichts der Preise von rund 180 Euro für ein DDR3-SO-DIMM haben bisher noch kaum Notebookhersteller diese Speicherart angeboten. Maximal 4 GByte RAM sind mit den derzeitig lieferbaren Modulen im Alienware-Boliden möglich.

Ebenso rar ist derzeit noch Intels WLAN-Modul "WiFi 5300" des M17, das nach der zweiten Version des 802.11-Draft-Vorschlages auch brutto 450 MBit/s erreichen kann. Neben Standardschnittstellen wie drei USB-2.0-Ports, Express-Card und Gigabit-Ethernet sind auch die Videoschnittstellen des M17 komplett: HDMI in Version 1.3b sind ebenso vorhanden wie ein VGA-Port und ein S-Video-Ausgang. Ein vierter USB-Port kann wahlweise auch für eSATA-Festplatten genutzt werden.

Lautsprecher an der Front
Lautsprecher an der Front
Auf integrierte Surround-Lautsprecher hat Alienware verzichtet, immerhin ist neben den Stereowandlern noch ein Subwoofer verbaut. Für externe Soundsysteme steht ein optischer Digitalausgang zur Verfügung, nicht aber acht analoge Ports für reine Aktivlautsprecher. Immerhin ist aber auch noch der inzwischen selten zu findende analoge Line-Eingang für Aufnahmen von Stereoquellen vorhanden.

Tastatur mit Ziffernblock
Tastatur mit Ziffernblock
Bei den Festplatten kann man sich zwischen SATA-Modellen mit 5.400 U/min und bis zu 500 GByte Kapazität oder 7.200 U/min und 320 GByte entscheiden. Bis zu zwei der Laufwerke verbaut Alienware auf Wunsch, sie können ab Werk auch als RAID-0 oder RAID-1 konfiguriert werden. Damit ergeben sich bis zu 1 Terabyte Kapazität.

Das spiegelnde 17-Zoll-Display bietet Alienware mit 1.440 x 900 Pixeln oder 1.920 x 1.200 an. Zur höheren Auflösung passt ein optionales Blu-ray-Laufwerk, das die modernen Discs nur lesen, DVDs aber beschreiben kann. Der Aufpreis gegenüber einem herkömmlichen DVD-Brenner beträgt hier 280 Euro.

Die üppige Hardware führt zu einem Gewicht, das auch andere 17-Zoll-Notebooks, die teilweise unter 3,5 Kilogramm wiegen, deutlich überbietet. Das M17 kommt bei voller Bestückung mit zwei Festplatten auf 5,35 Kilogramm. Dazu trägt auch ein serienmäßiger Zwölf-Zellen-Akku bei, zu dessen Laufzeit der Hersteller keine Angaben macht. Das M17 ist 39,8 x 4,32 x 30 Zentimeter groß.

Reizt man alle Konfigurationsmöglichkeiten mit zwei 500-GByte-Festplatten, Doppelgrafik und QX9300-CPU sowie 4 GByte Speicher aus, kostet das M17 rund 4.000 Euro. Mit kleineren CPUs und weniger Speichermöglichkeiten kann man das Gerät aber auch unter 2.000 Euro drücken, was dann ob der vielen Schnittstellen auch für Anwendungen jenseits des vorgesehenen Gaming-Notebooks interessant erscheint.

Alienware will das M17 Ende November ausliefern, es ist nur in Mattschwarz erhältlich. Alle genannten Preise schwanken im Onlineshop jedoch leicht und sind um 39 Euro Versandkostenpauschale zu ergänzen. Bei einem voll bestückten M17 macht das jedoch nur 1 Prozent des Preises aus.  (nie)


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Alienware: http://www.alienware.de

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