Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0810/63238.html    Veröffentlicht: 29.10.2008 15:00    Kurz-URL: https://glm.io/63238

Windows 7 und seine Media-Center-Funktionen

Änderungen von der Pre-Betaversion bis zum finalen Produkt möglich

Ein Microsoft-Mitarbeiter widmet sich in seinem Blog dem Entwicklungsstand der Media-Center-Funktionen des Vista-Nachfolgers Windows 7. Die Pre-Betaversion von Windows 7 soll viele der seit einem Jahr vom Windows-Media-Center-Team entwickelten neuen Funktionen zeigen.

Windows Media Center von Windows 7
Windows Media Center von Windows 7
Charlie Owen vom Windows-Media-Center-Team schreibt in seinem Blog, die Pre-Beta von Windows 7 mit der Versionsnummer 6801 bringe beim Windows Media Center einiges Neues. Er weist aber auch darauf hin, dass die Software noch noch nicht fertig ist, viele Funktionen noch nicht den letzten Schliff haben und sich noch verändern können. Bei der Präsentation von Windows 7 anlässlich der PDC wurde ebenfalls offen gesagt, dass die dort verteilte Pre-Beta noch Probleme macht.

Generell soll das Windows Media Center des Vista-Nachfolgers nutzerfreundlicher sein. Das Startmenü des Media-Centers von Windows 7 zeigt mehr Informationen an als bisher, der Text soll besser lesbar sein und auch die Vorschaubilder wurden vergrößert. Zudem merkt sich das Menü, welche Untermenüs zuletzt ausgewählt waren. Bei Now Playing wird nun etwas größere Vorschau angezeigt - und der Titel der laufenden Fernsehsendung wird nicht so schnell abgeschnitten.

Album-Cover während der Wiedergabe
Album-Cover während der Wiedergabe
Das Stöbern in der digitalen Musiksammlung will das Media-Center-Team in Zukunft ansprechender machen - sei es durch abwechslungsreichere Platzhalter für noch fehlende Alben-Cover, durch eine übersichtlichere Detaildarstellung, ein schnelleres Blättern durch die Musiksammlung mittels "Turbo Scroll" oder durch bessere Darstellung der Alben-Cover während der Wiedergabe. Zudem lassen sich Lieder über die Zahlentasten 1 bis 5 an der Fernbedienung schneller bewerten. Musik, die auf anderen Rechnern im Heimnetz liegt, kann ebenfalls abgerufen werden - wird aber nicht gemeinsam mit der lokalen Musikbibliothek durchstöbert, sondern gesondert.

Auch die private Fotosammlung soll im Windows Media Center von Windows 7 deutlich besser präsentiert werden als es in XP oder Vista der Fall war. Beispielsweise gibt es eine Diashow, die als Bildschirmschoner die vom Nutzer mit drei oder mehr Sternen bewerteten Bilder anzeigt. Dabei wird in Bilder hinein, aus ihnen heraus gezoomt sowie Diashows innerhalb der Diashow gezeigt. Das erinnert etwas an eine ausgefeiltere Version der Ken-Burns-Slideshow aus Apples Media-Center-Oberfläche FrontRow für MacOS X.

Ambient Slide Show
Ambient Slide Show
Das Bewegen durch die Bildersammlung wird leichter, auch hier gibt es eine Turbo-Scroll-Funktion, Details lassen sich bequem einblenden, es ist eine Sortierung auch nach Bewertung (0 bis 5 Sterne) möglich und wie bei der Musik und den TV-Aufzeichnungen können auch Bilder von anderen Rechnern im Netzwerk abgerufen werden. Ein Slideshow-Creator hilft zudem beim Erstellen eigener Diashows - mit Auswahl der Bilder und von etwaiger Musik.

Beim Videobereich soll sich optisch noch nicht viel geändert haben - dafür gibt es aber auch hier den Zugriff auf im Heimnetz bereitgestellte Videos. Zudem wird die Wiedergabe von H.264-Dateien nun von Hause aus von Windows 7 unterstützt - auch auf Media Center Extendern inklusive der Xbox 360. Mit "Video Play All" lassen sich ausgewählte Videos kontinuierlich hintereinander abspielen. Zudem merkt sich Windows Media Center nicht mehr nur bei den TV-Aufzeichnungen die letzte Abspielposition.

TV-Aufzeichungsarchiv
TV-Aufzeichungsarchiv
Als Videorekorder soll Windows 7 ebenfalls in Bedienung und Funktionsumfang verbessert werden. Der Media-Center-Bereich wird alle Erweiterung mitliefern, die bisher nur im separaten "Windows Media Center TV Pack" für Vista enthalten waren. Ansonsten erwähnt Owen auch hier Netzwerkzugriff, Detailinfos und Turbo-Scrollen.

Auch bei den Online-Plug-ins und Anwendungen sollen sich Darstellung und Zugriff ändern. Details dazu werden Owen zufolge später kommen. Bekannt gegeben hat er aber bereits, dass sich die Zahl der einstellbaren Startmenü-Einträge von zuvor 2 bei Vista auf 20 bei Windows 7 erhöhen wird. Ein neues Media-Center-Gadget wird es ebenfalls geben. Zudem soll eine virtuelle Tastatur die Eingabe von Text verbessern und sich auch von Entwicklern für ihre Anwendungen nutzen lassen.

Die von Owen veröffentlichten Screenshots stammen alle noch aus der für Entwickler gedachten Pre-Beta. Damit sollen Partner ihre Anwendungen auf den Vista-Nachfolger anpassen können. Für Anfang 2009 hat Microsoft eine erste Beta von Windows 7 geplant. Die Verkaufsversion von Windows 7 wurde für Januar 2010 angekündigt.  (ck)


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Links zum Artikel:
Charlie Owen - Windows Media Center in the PDC Build of Windows 7 (.com): http://blog.retrosight.com/WindowsMediaCenterInThePDCBuildOfWindows7.aspx

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