Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0810/63179.html    Veröffentlicht: 27.10.2008 12:10    Kurz-URL: https://glm.io/63179

Dell bringt 12-Zoll-Netbook zum Preis von 10-Zoll-Geräten

Inspiron Mini 12 mit größerem Display und weniger Leistung

Mitte November 2008 will Dell auch in Deutschland das Netbook "Inspiron Mini 12" anbieten. Das Gerät ist mit einem für Netbooks ungewöhnlich großen Display ausgestattet, am Rest der Hardware wurde aber der Rotstift angesetzt.

Das Inspirion Mini 12 ist der großer Bruder des von Golem.de bereits getesteten Inspiron Mini 9, verfügt aber im Gegensatz zum kleinerem Modell über das übliche Tastatur-Layout mit Funktionstasten. Bei der Markteinführung des Mini 12 geht Dell wieder einen ungewöhnlichen Weg. Der Rechner wird in den kommenden Tagen zunächst nur bei zwei japanischen Einzelhandelsketten angeboten. Im November 2008 soll er dann zuerst auch in den USA, kurz darauf in Europa inklusive Deutschland verkauft werden.

Dell Inspiron Mini 12
Dell Inspiron Mini 12
Die Auflösung des 12-Zoll-Displays liegt klassenüblich bei 1280 x 800 Pixeln. Das Gewicht steht auch schon fest: Mit 1,23 Kilogramm soll der Mini 12 nur rund 100 Gramm mehr wiegen als die meisten 10-Zoll-Netbooks. Das Gehäuse ist keilförmig und von 2,3 bis 2,7 Zentimeter dick.

Anschlüsse rechts (mit Zoll-Lineal)
Anschlüsse rechts (mit Zoll-Lineal)
Als Prozessoren verbaut Dell die Atom-CPUs der Z-Serie, die eigentlich für Desktop-Geräte wie Nettops gedacht sind. Sie nehmen nicht mehr Leistung auf, sind aber offenbar besser verfügbar. Die Modell Z520 (1,3 GHz) und Z530 (1,6 GHz) stehen zur Wahl, letzterer ist genauso schnell wie ein N270. Der stärkere Akku soll laut Dell zu Laufzeiten von vier bis fünf Stunden wie beim Inspiron Mini 9 sorgen.

Frontseite
Frontseite
Auch bei den Festplatten spart Dell, sie sind nur 60 oder 80 GByte groß. Andere Netbooks sind inzwischen mit 160-GByte-Platten zu haben, da Microsoft dies als neue Grenze für die ULCPC-Lizenz für Windows XP gesetzt hat. Dell installiert jedoch das teurere Vista Home Basic vor. Es verfügt nicht über die leistungszehrende Aero-Oberfläche, so dass der Atom-Prozessor mit 1 GByte Arbeitsspeicher damit gerade noch zurecht kommt. An den Funknetzwerken hat Dell nichts gestrichen: Bluetooth 2.0 und 802.11b/g sind vorhanden.

In den USA erwartet Dell für den neuen Mini einen Preis um 600 US-Dollar, was dort bisher auch für 10-Zoll-Netbooks verlangt wird. Deutsche Preise sollen wegen der starken Schwankungen im Netbook-Markt erst kurz vor Verkaufsstart bekannt gegeben werden.  (nie)


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