Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0809/62546.html    Veröffentlicht: 22.09.2008 11:55    Kurz-URL: https://glm.io/62546

Warhammer Online: Bestechungsversuche durch Goldverkäufer

Mythic-Chef Mark Jacobs kündigt entschiedenes Vorgehen gegen Spammer an

Mark Jacobs von Mythic Entertainment berichtet von Bestechungsversuchen durch sogenannte Gold Spammer. Unternehmen hätten ihm und seiner Firma viel Geld in Aussicht gestellt, wenn er in Warhammer Online gegenüber Gold Spammern ab und zu ein Auge zudrücke. Das tut er aber nicht, sondern kündigt ein noch härteres Vorgehen und neue Methoden gegen reale Geschäftemacherei mit virtuellen Schätzen an.

Warhammer Online
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"Ich hasse Goldverkäufer mit jeder Faser meines Körpers", schreibt Mythic-Chef Mark Jacobs in Großbuchstaben in seinem Blog Onlinegamesareanichemarket. Jacobs berichtet, dass er ein eigenes Team für den Kampf gegen die Gold Spammer eingerichtet hat. Bislang seien rund 400 Anbieter aus Warhammer Online geflogen, die Spielegold gegen Realweltdevisen verkaufen wollten. Mythic verfolge eine Nulltoleranzpolitik und werde die entsprechenden Anbieter sofort aus dem System werfen.

Auf dem amerikanischen Phoenix-Throne-Server testet Mythic derzeit ein neues Verfahren: Dort werden Spieler nicht still und leise aus der virtuellen Fantasywelt ausgesperrt. Stattdessen zeigt zur Abschreckung eine nicht zu übersehende Einblendung bei allen Spielern, die gerade online sind, welchen Account die Gamemaster wegen der Werbung für Goldverkäufe gesperrt haben. Jacobs kündigt an, dass dieses Verfahren auf andere Server ausgeweitet wird.

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Der Chef von Mythic berichtet, dass er sowohl auf persönlicher wie geschäftlicher Ebene bereits Ziel von Bestechungsversuchen durch Goldverkäufer geworden sei. Wenn er ein Auge zudrücke oder gar bereit zur aktiven Zusammenarbeit sei, seien ihm Summen geboten worden, bei denen es um "deutlich mehr" gegangen sei, "als das, was wir durch Packungsverkäufe sehen würden".

Goldverkäufer stellen in allen Onlinerollenspielen ein mehr oder weniger großes Problem dar. Viele Anbieter sind professionell organisierte Unternehmen, die aus dem asiatischen Raum heraus operieren und dort regelrechte Goldfarming-Fabriken betreiben. Deren Mitarbeiter spielen nur mit dem Ziel, so schnell wie möglich Onlinegeld zu sammeln, um es dann direkt oder über Onlineauktionshäuser zu verkaufen. Die Betreiber der Spiele stört, dass durch diese Spieler die virtuelle Wirtschaft Schaden nimmt, und dass die Gold-Spammer bei regulären Spielern oft auf penetrante Weise Werbung betreiben. Goldverkäufe und ähnliche Geschäfte sind normalerweise durch die Nutzerbedingungen der Spiele verboten.

 (ps)


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Links zum Artikel:
Mythic Entertainment (.com): http://www.mythicentertainment.com/
Online Games Are a Niche Market - A banning we will go (.com): http://onlinegamesareanichemarket.wordpress.com/2008/09/21/a-banning-we-will-go-a-banning-we-will-go-heave-ho-off-the-servers-yo-a-banning-we-will-go/
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