Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0809/62536.html    Veröffentlicht: 20.09.2008 18:52    Kurz-URL: https://glm.io/62536

Large Hadron Collider beschädigt

Reparaturen legen Teilchenbeschleuniger zwei Monate lahm

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider (LHC), wurde abgeschaltet - und wird dies einige Wochen bleiben. Ein technischer Fehler hat zu Schäden am LHC geführt, die zunächst beseitigt werden müssen.

LHC
LHC
Der Fehler trat bei der Inbetriebnahme des finalen LHC-Sektors (Sektor 34) am Freitag, dem 19. September 2008 auf und führte dazu, dass eine große Menge Helium in den Tunnel entwich. Ausgangspunkt war mit großer Wahrscheinlichkeit eine fehlerhafte elektrische Verbindung zwischen zwei Magneten, die bei der hohen Belastung schmolz und zu einem mechanischen Fehler führte.

Menschen seien zu keiner Zeit gefährdet worden, teilte das europäische Kernforschungszentrum CERN mit.

Um die Schäden zu beheben, muss der betroffene Sektor erwärmt werden, denn der Beschleuniger arbeitet nahe dem absoluten Nullpunkt. Es herrschen Temperaturen, die niedriger sind als im Weltraum. Eine Reparatur, die eigentlich nur ein paar Tage dauert, wird den LHC somit für rund zwei Monate stilllegen.  (ji)


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Links zum Artikel:
LHC - Large Hadron Collider (.ch): http://lhc-new-homepage.web.cern.ch/lhc-new-homepage/

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