Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0809/62530.html    Veröffentlicht: 19.09.2008 16:23    Kurz-URL: https://glm.io/62530

Google Chrome: Schneller surfen dank DNS-Prefetching

Google Chrome fragt DNS-Server im Hintergrund ab, um Latenzzeiten zu verkürzen

Google will das Surfen mit seinem Browser Chrome angenehmer machen, ein wichtiger Aspekt dabei ist eine schnelle Reaktion auf Nutzereingaben. Ein Vehikel dafür ist das sogenannte DNS-Prefetching, das Google in Chrome nutzt.

Google Chrome löst DNS-Einträge auf, noch bevor der Nutzer eine entsprechende Website aufruft. Im Hintergrund führt der Browser DNS-Abfragen durch, so dass der erste Besuch einer Website im Schnitt 250 ms schneller erfolgt, so Google. In vielen Fällen werde mehr als eine Sekunde Wartezeit eingespart.

Ein typisches Beispiel, in dem das DNS-Prefetching seine Stärken ausspielen kann, sind Suchergebnisseiten. Diese enthalten in der Regel eine Vielzahl an Links zu Seiten, die der Nutzer zuvor noch nicht besucht hat. Chrome wertet diese Links aus und erledigt im Hintergrund die DNS-Auflösung für die in der aktuellen Webseite verlinkten Domains. Die Prozessorbelastung sei dafür recht gering, verspricht Google.

Bereits beim Start des Browsers löst Chrome die DNS-Einträge der auf der Startseite des Browsers angezeigten Websites auf, was nach Googles Angaben 200 bis 500 ms sparte. Auch die in der sogenannten Omnibox vorgeschlagenen URLs werden in das DNS-Prefetching einbezogen und aufgelöst, während der Nutzer tippt, noch bevor die Enter-Taste gedrückt wird.

Wie viel Zeit das DNS-Prefetching spart, zeigt Chrome unter "about:dns" an und "about:histograms/DNS.PrefetchFoundName" gibt Auskunft über die Zeit, die zur DNS-Auflösung aktuell benötigt wird.

Die Idee des Prefetching ist nicht neu: Firefox und Opera laden speziell markierte Webseiten beispielsweise im Hintergrund. Google beschränkt sich hingegen auf die DNS-Anfragen, nutzt das DNS-Prefetching dafür aber, wann immer möglich.  (ji)


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