Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0002/6226.html    Veröffentlicht: 11.02.2000 18:01    Kurz-URL: https://glm.io/6226

Apple 22-Zoll-Bildschirm Cinema Display im Test

Verbindung aus High-End-Technologie und extravagantem Design

Mit dem digitalen 22-Zoll-Bildschirm "Cinema Display" zeigt Apple nach einem Test der Zeitschrift Macwelt, dass der Mac-Hersteller in der Lage ist, High-End-Technologie und extravagantes Design zu verbinden. Die inneren Werte des Monitors seien derzeit nicht zu überbieten, so die Zeitschrift, und auch in punkto Optik sei das Gerät richtungsweisend. Allerdings ist der Bildschirm derzeit nur im Paket mit dem PowerMac G4/450 erhältlich.

Apples Cinema Display
Apples Cinema Display
Die Auflösung von 1600 mal 1024 Punkten bei einer Bilddiagonale von 22 Zoll bietet derzeit kein anderer Hersteller an. Das "Cinema Display" verfügt über eine digitale Schnittstelle nach dem DVI-Standard (Digital Video Interface). Allerdings wird eine spezielle Grafikkarte benötigt, um sie am Mac benutzen zu können, denn Apple hat auf einen herkömmlichen analogen VGA-Eingang verzichtet. Alle aktuellen G4-Konfigurationen sind bereits ab Werk mit einer passenden Grafikkarte ausgerüstet. Ältere Modelle, wie etwa die blau-weißen G3-Macs, sind nicht nachrüstbar.

In punkto Schärfe und Bildstabilität erzielt der neue Apple-Monitor im Test Bestnoten. Während die Bildschirm-Darstellung ebenfalls Top-Werte erreicht, fällt nach den Angaben der Zeitschrift die lange Aufwärmphase auf: Die optimale Helligkeitsverteilung des "Cinema Displays" ist erst nach etwa 30 Minuten erreicht. Grund sind die Kaltlichtröhren für die Hintergrundbeleuchtung, die am rechten und linken Rand der Anzeige befestigt sind. Sie leuchten beim Start zunächst die Seiten deutlich stärker aus als das Zentrum des Bildschirms.

Die Einstellmöglichkeiten des "Cinema Displays" sind begrenzt. Lediglich die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung lässt sich durch den Anwender beeinflussen. Kontrast oder Farbanpassungen sind nicht möglich. Auch der in Color Sync enthaltene Monitor- Kalibrierungs-Assistent stellt nicht den Umfang an Funktionen zur Verfügung, die der Nutzer von analogen Monitoren her gewohnt ist. Lediglich Gamma und Farbtemperatur lassen sich verändern. Die normalerweise übliche differenzierte RGB-Farbanpassung ist nicht verfügbar. Allerdings erscheint diese aufgrund der farblichen Ausgeglichenheit des Gesamtbildes auch nicht notwendig, so die Macwelt.  (ad)


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