Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0809/62239.html    Veröffentlicht: 05.09.2008 15:30    Kurz-URL: https://glm.io/62239

Größter Deutschlandtest für elektronische Schultafeln

Interaktive Whiteboards kommen von Toshiba

Im bisher größten Feldtest in Deutschland werden in Thüringen Schulen mit elektronischen Tafeln ausgestattet. Das erste interaktive Whiteboard wird am 5. September 2008 an der Walter-Gropius-Schule in Erfurt aufgehängt.

Hitachis Whiteboard
Hitachis Whiteboard
Thüringen rüstet Grundschulen, Gymnasien und Berufsschulen mit elektronischen Tafeln aus. Das Pilotprojekt für interaktive Whiteboards des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) wird zusammen mit Hitachi durchgeführt. "Es ist das größte Whiteboard-Projekt in Deutschland", so Rigobert Möllers vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm), gegenüber Golem.de. Das Thillm plant, alle im Projekt entwickelten Unterrichtsbeispiele zu dokumentieren, um diese auch für andere Schulen nutzbar zu machen.

Hersteller Hitachi liefere die ersten 60 Whiteboards kostenlos, um diese in verschiedenen Unterrichtsbereichen zu erproben und um eine spezielle Mathematiksoftware zu testen. Bei einer erfolgreichen Teilnahme geht die Technik am Ende des Projektes in das Eigentum der Träger der Bildungseinrichtungen über, hieß es weiter.

Hitachis Whiteboard
Hitachis Whiteboard
Ein Set besteht aus Projektor, Software und Whiteboard. Der gesamte Tafelinhalt kann am Ende des Unterrichts per E-Mail an die Schüler gesendet werden. Mechanisches Abschreiben entfällt so zwar, doch die Schüler beklagten ohnehin schon, zu viel Unterrichtsmaterial per E-Mail zu erhalten, so Möllers weiter.

In projizierten Texten und Grafiken kann direkt an der "Tafel" markiert, verschoben, korrigiert, erweitert und gelöscht werden. Notizen, Markierungen oder Skizzen sind mit farbigen Whiteboard-Stiften oder per Fingerberührung möglich und werden per Texterkennung verschriftet. E-Mail-Nachrichten können abgerufen, gespeichert, versandt und gedruckt werden. Videokonferenzen mit anderen Klassen sind ebenso integriert wie Filmsequenzen. Die Steuerung eines Programms per Maus vom Computer ist weiterhin möglich.  (asa)


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Links zum Artikel:
Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien Thüringen: http://www.thillm.de/

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