Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0809/62163.html    Veröffentlicht: 02.09.2008 21:55    Kurz-URL: https://glm.io/62163

Angetestet: Google Chrome - Betaversion des Browsers ist da

Open-Source-Browser verarbeitet Tabs als einzelne Prozesse

Einen Tag nach der Ankündigung von Google Chrome steht nun die Betaversion des Browsers als Download bereit. Der Browser wurde nach Herstellerangaben von Grund auf neu entwickelt und soll besonders gut auf die Anforderungen moderner Webapplikationen ausgerichtet sein, wie sie auch Google mit Google Docs oder Google Mail selbst anbietet. Vor allem Sicherheit schreibt Google groß und die neue JavaScript-Engine V8 ist deutlich schneller als die der Konkurrenz.

Google Chrome
Google Chrome
Die meisten Besonderheiten von Google Chrome finden sich unter der Haube, so dass der Nutzer auf den ersten Blick nicht viel davon sieht. Google setzt bei seinem Browser zwar auf Tabbed-Browsing, führt die Tabs aber in separaten Prozessen aus. Auf diesen Weg schwenkt auch der Internet Explorer 8, dessen Tabs ebenfalls als eigenständige Prozesse ablaufen, was allerdings mehr Speicher verbraucht. Der höhere Speicherverbrauch einzelner Prozesse war seinerzeit einer der Gründe, warum Browser wie Firefox und der Internet Explorer auf Tabs setzten, die gemeinsam in einem Browserprozess liefen. Damit wurde der Speicherverbrauch verringert, weil mehrere Tabs weniger Speicher verbrauchen als gleich viele Browserprozesse.

Indem die Browsertabs als einzelne Prozesse laufen, können Webseiten jedoch einen Browser nicht komplett zum Absturz bringen. Kommt ein Tab durch den Aufruf einer Webseite durcheinander, verschwindet zwar das betreffende Browsertab, die übrigen offenen Webseiten sollen aber ohne Einschränkungen weiter verwendet werden können. Den höheren Speicherverbrauch räumt Google in dem Comic zu Google Chrome zwar ein, spielt ihn aber als unbedeutend herunter.

Google Chrome
Google Chrome
Hierbei verweist der Hersteller darauf, dass andere Browser durch das Schließen und Öffnen von Tabs mehr Speicher verbrauchen, als das bei Chrome der Fall sei. Der frei gewordene Speicher durch das Schließen von Tabs kann nicht wieder verwendet werden, so dass die Browserkonkurrenz hier unnötig viel Speicher benötigt. Erst durch ein Schließen des Browsers lässt sich das umgehen. Mit Internet Explorer, Firefox und Opera ist das kein Problem, weil diese die zuletzt geöffneten Tabs auf Wunsch einfach wieder laden.

Das beherrscht auch Google Chrome, allerdings muss dies erst umständlich in den Optionen aktiviert werden. Eine Abfrage beim Beenden des Browsers gibt es nicht. Wer den Browser mit mehreren offenen Tabs schließt, erhält auch keine Sicherheitsabfrage, wie es bei anderen Browsern üblich ist, damit die Software nicht versehentlich beendet wird. Zumindest aus Gründen der Speichereffizienz ist das mit Google Chrome nicht notwendig, weil jedes Tab einen eigenen Speicherbereich anlegt, der dann vom Betriebssystem wieder für andere Zwecke freigegeben wird.

In Chrome befindet sich als Besonderheit ein Taskmanager, um Webseiten ausfindig zu machen, die besonders viel Speicher oder Prozessorleistung beanspruchen und den Browser entsprechend ausbremsen. Darin werden auch aufgerufene Plug-ins samt Speicher- und Prozessorlast angezeigt, die im Taskmanager des Betriebssystems nicht einzeln aufgeführt sind.

Leeres Tab mit zahlreichen Informationen
Google Chrome
Google Chrome
Im Unterschied zu Firefox, Safari und dem Internet Explorer packt Google Chrome die Adresszeile sowie alle Bedienelemente in das Browsertab, während die Konkurrenten diese Elemente außerhalb der Tabs darstellen. Google hat sich bei seinem Browser für das Bedienkonzept von Opera entschieden, die schon immer eine eigene Adresszeile sowie Bedienelemente für jedes Tab zur Verfügung gestellt haben. Zudem lassen sich Tabs in Google Chrome bequem mit der Maus verschieben und zieht man ein Tab aus der Browserumgebung, wird eine neue Browserinstanz geöffnet.

Beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint keine leere Webseite, sondern eine spezielle Seite mit vier Bereichen. Der größte Bereich besteht aus neun Feldern, in denen die am häufigsten aufgerufenen Webseiten gelistet sind. In einem kleineren Bereich wird auf die Webseiten hingewiesen, in denen besonders häufig gesucht wurde. Zwei weitere Bereiche zeigen die zuletzt angelegten Lesezeichen sowie die zuletzt geschlossenen Tabs, um diese bequem wieder zu erreichen. Der Ansatz erinnert an das, was der Internet Explorer 8 bringen wird. Die Webseiten können vergrößert werden, hierbei bleiben Bilder aber unberücksichtigt, so dass nur der Text größer erscheint. Hier bietet die Konkurrenz mehr.

Adresszeile Omnibox
Google Chrome
Google Chrome
Die Adresszeile hat Google Omnibox getauft, die bei der Eingabe auch Vorschläge unterbreitet. Hierbei werden der Browserverlauf und wohl auch Lesezeichen berücksichtigt. Die Adresszeile bietet damit die Funktionen, die seit Juni 2008 bereits aus Opera 9.5 sowie Firefox 3 und neuerdings auch aus dem Internet Explorer 8 bekannt sind.

Ergänzend dazu verspricht Google Vorschläge zu Webseiten, die noch gar nicht besucht oder abgespeichert, aber von anderen als beliebt eingestuft wurden. Hierbei verwendet Google vermutlich die Daten der Google-Suchmaschine. Vor der Adressleiste befindet sich ein Sternsymbol, um eine Webseite bequem als Lesezeichen abzulegen oder es auch wieder zu löschen. Eine ordentliche Lesezeichenverwaltung war nicht zu finden. Zudem gibt es eine Textsuche innerhalb von Webseiten, bei der wie bei der Konkurrenz die gefundenen Textstellen markiert werden.

Bei der Bedienoberfläche setzt Google offenbar vor allem auf Einfachheit und bietet nur wenige Bedienelemente. Bei der Bedienung von Webseiten insbesondere bei Webapplikationen lassen sich die Bedienelemente einschließlich der Adressleiste des Browsers abschalten, was Opera bereits seit Generationen bietet. Die betreffende Funktion verbirgt sich hinter dem Menüpunkt "Anwendungsverknüpfungen erstellen", was wohl kaum jemand vermutet. Dann legt der Browser Kürzel zum Aufruf der Webseite an, die dann für den Anwender wie eine Applikation behandelt werden und sich im Startmenü, auf dem Desktop oder in der Schnellstartleiste ablegen lassen. Außerdem wird der Browser bereits vorinstalliert mit Google Gears ausgeliefert.

Sicherheit in Google Chrome
Google Chrome
Google Chrome
Das Sicherheitskonzept von Chrome bietet einerseits das, was dem aktuellen Stand entspricht, geht aber an anderer Stelle noch darüber hinaus. Denn der Browser setzt auf ein Sandbox-Konzept. Das bedeutet, jeder Tab arbeitet in einer einzelnen Sandbox und eine Kommunikation ist nur vom Nutzer in Richtung Sandbox erlaubt. Somit soll es einem Tab nicht möglich sein, Dateien abzulegen, Programme zu starten oder Dateien auf der Festplatte des Nutzers auszulesen. Außerdem soll ein Tab auch keine Daten aus anderen Tabs ausspähen können. Falls in einem Tab schadhafter Code läuft, werden weder andere Tabs noch das Betriebssystem in Mitleidenschaft gezogen, verspricht Google.

Allerdings stößt das Konzept derzeit an seine Grenzen: Denn Plug-ins können erst einmal nicht in dieses Sandbox-Konzept integriert werden. Dazu müssten die Anbieter diese überarbeiten, damit auch die Plug-ins nur mit eingeschränkten Rechten in Google Chrome laufen. Dies ist nach Google-Angaben ohne großen Aufwand möglich.

Google Chrome
Google Chrome
Um Angriffe aus dem Internet abzuwehren, werden JavaScript-Pop-ups niemals automatisch geöffnet. Stattdessen erscheint ein Knopf am unteren Ende der Webseite, in dem auf das Pop-up hingewiesen wird. Dieses öffnet sich dann in einem separaten Tab, wenn der Nutzer dies ausdrücklich bestätigt.

Darüber hinaus besitzt Google Chrome einen Phishing- sowie Malware-Filter, der mit Daten von Google gefüttert wird und den Nutzer davor bewahren soll, entsprechende Webseiten zu öffnen. Die Listen von Google nutzt unter anderem der Phishing-Filter in Firefox seit längerer Zeit. Schließlich bietet der Browser einen Incognito-Modus. Befindet sich ein Tab in diesem Modus, werden von aufgerufenen Webseiten keine Cookies, kein Browserverlauf oder andere Daten gespeichert. Eine ähnliche Funktion bietet Apples Safari und künftig auch der Internet Explorer 8.

Webkit als Rendering-Engine
Google Chrome
Google Chrome
Als Rendering-Engine kommt Apples Webkit zum Einsatz. Webkit basiert auf KHTML, der HTML-Rendering-Engine des KDE-Projekts, das mittlerweile aber selbst Webkit verwendet. Google nutzt Webkit bereits in seiner Smartphone-Plattform Android und auch Nokias S60-Browser oder Adobes AIR basieren auf Webkit. Den Acid2-Test besteht der Browser und beim Acid3-Test erreicht er recht beachtliche 76 Punkte.

Die Entscheidung für Webkit begründen die Google-Entwickler mit dessen Geschwindigkeit. Zudem gehe Webkit effizient mit Speicher um und sei leicht auf Embedded-Geräte zu portieren. Darüber hinaus sei Webkit einfach gehalten und es sei für neue Entwickler leicht zu lernen, mit dem Code umzugehen.

Um den neuen Browser zu testen, setzt Google wie auch andere auf ein mehrteiliges Testverfahren, bestehend aus Unit-Tests, automatisierten UI-Tests und sogenannten Fuzz-Tests, bei denen dem Browser zufälliger Code zugeführt wird. Bei den Layouttests geht Google aber etwas andere Wege: Google erzeugt Schemata dessen, was der Browser interpretiert. Dies sei präziser als Screenshots anzufertigen und mit Hash-Werten zu vergleichen. Nachdem der Browser anfangs nur 23 Prozent der Webkit-Layouttests bestand, sollen es mittlerweile 99 Prozent sein.

V8 - JavaScript-Virtual-Machine
Benchmark
Benchmark
Google nutzt als Rendering-Engine zwar Apples KHTML-Fork Webkit, bei der JavaScript-Engine entschied sich Google aber für eine Eigenentwicklung. Ein Team in Dänemark hat für den Google-Browser eine virtuelle Maschine entwickelt, die JavaScript laut Google in Maschinencode übersetzt. Dieser Ansatz soll gegenüber anderen virtuellen Maschinen einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil bieten.

Darüber hinaus setzt Googles V8 auf sogenannte "Hidden-Class-Transition". Das klassenlose JavaScript wird im Hintergrund um Klassen erweitert. Objekte mit denselben Eigenschaften teilen sich eine versteckte Klasse, was es erlaubt, im Hintergrund dynamische Optimierungen durchzuführen.

Zusammen mit dem Konzept, für jedes Tab einen eigenen Prozess zu nutzen, soll V8 besonders gut für Multi-Core-Prozessoren geeignet sein. Hinzu kommt eine präzise Garbage-Collection, die den Speicherverbrauch klein halten und ein gezieltes Löschen von Zeigern ermöglichen soll. V8 verfügt über ein spezielles API, das Google Chrome nutzt. Der Kern von V8 ist aber unabhängig vom Browser. Die Google-Entwickler hoffen daher, dass auch andere Browserentwickler in Zukunft V8 einsetzen werden, denn die JavaScript-Engine wird wie der Rest des Browsers als Open Source veröffentlicht. Das Open Source Projekt wird unter dem Namen Chromium laufen, der Code steht unter der BSD-Lizenz.

Die Benchmarks
Mittels Benchmarks lässt sich gut erkennen, dass alle Browserhersteller an ihren JavaScript-Engines arbeiten. Es ist allen bewusst, dass trotz immer schneller werdender Rechner eine schnelle JavaScript-Implementierung wichtig ist.

Das Schlusslicht bildet - wie so oft bei Geschwindigkeitsvergleichen - Microsofts Internet Explorer. In der Version 7 mussten wir den Benchmark auf dromaeo.com sogar abbrechen. Der Browser arbeite zu langsam und blieb fast stehen. Bereits beim dritten Test ging es nur noch schleppend voran. Vor allem musste das Weiterlaufen des Skripts bestätigt werden, was die Messergebnisse unter Umständen weiter beeinflusst hätte.

Benchmark
Benchmark
Beim Internet Explorer 8 in der Beta 2 war das übrigens ebenfalls notwendig, so dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen sind. Der SunSpider-Benchmark lief bei beiden Microsoft-Browsern ohne Probleme und zeigte das enorme Verbesserungspotenzial: Auch wenn der Internet Explorer 8 noch immer weit abgeschlagen hinten liegt, so hat der Browser doch deutlich zugelegt.

Verbesserungspotenzial gab es auch in den anderen Browsern. Sowohl Safari als auch Firefox können in den aktuellen Entwicklungsversionen von ihrer jeweils deutlich schnelleren JavaScript-Engine gegenüber der letzten Final-Version profitieren. Die aktuellen Entwicklerversionen von Safari alias Webkit nutzen SquirrelFish und Firefox wird durch TraceMonkey erheblich beschleunigt.

Auch Opera konnte in allen Benchmarks im aktuellen Opera 9.6 Snapshot alias Birthday Edition (das Geburtstagsgeschenk für Operas Chef und Mitbegründer Jon S. von Tetzchner) zulegen, unterliegt aber trotzdem Firefox und Safari.

Google Chrome
Google Chrome
Die spannende Frage zur Veröffentlichung von Googles Chrome ist natürlich: Kann Googles Browser das Versprechen halten und ist deutlich schneller als andere Browser? Zumindest laut Dromaeo und SunSpider kann das bejaht werden. In einem Fall ist das Resultat sehr deutlich, im anderen immer noch beeindruckend. Verglichen mit dem schnellsten Browser Webkit legt Chrome deutlich zu: Der SunSpider-Test läuft mit 1.209 ms. Webkit braucht mit 1.601 ms etwa ein Drittel mehr Zeit, um den Test zu durchlaufen. Bei Dromaeo sind die Unterschiede noch deutlicher. Braucht Webkit für den Test noch 732 ms und liegt damit noch deutlich vor Firefox, rennt Googles Neuling der Konkurrenz davon: Nur 267 ms braucht der Browser.

Googles Browser kann sich also erheblich von der Konkurrenz absetzen. Nimmt man die finalen Versionen der Konkurrenz, ist der Unterschied noch deutlicher. Den SunSpider-Test kann Chrome fast 15-mal durchlaufen, bevor der Internet Explorer 7 den ersten Durchlauf vollendet hat. Opera braucht etwa dreimal so lange, Safari doppelt so lange und nur Firefox kann zumindest ansatzweise mithalten. Beim Dromaeo-Test braucht Chrome nur etwa ein Fünftel der Zeit, die andere Browser in ihrer Endversion benötigen. Eine Ausnahme bildet der Internet Explorer 8: Er braucht 18-mal länger als Googles Chrome.

Noch deutlicher fallen die Ergebnisse mit Googles eigenem JavaScript-Benchmark aus, auf den hin V8 optimiert wurde. Im V8 Benchmark Suite - version 1 kommt unser Testsystem mit Chrome auf 2.688 Punkte, dahinter folgt abgeschlagen der aktuelle Nightly-Build von Webkit mit 435 Punkten. Platz drei belegt die Vorabversion von Opera mit 384 Punkten. Opera 9.52 erreicht 300 Punkte. Firefox liegt mit dem aktuellen Nightly-Build bei 283 Punkten, eine ältere Version kam hier auf 293 Punkte und Firefox 3.0.1 auf 290 Punkte.

Google Chrome
Google Chrome
TraceMonkey war dabei deaktiviert. War diese noch experimentelle Funktion zur Beschleunigung von JavaScript eingeschaltet, schnitt Firefox im V8-Benchmark etwa 15 Prozent schlechter ab (241 statt 293 Punkte). Beim Dromaeo-Test hingegen profitierte Firefox von aktiviertem TraceMonkey und war rund 25 Prozent schneller (643 ms statt 884 ms). TraceMonkey führte beim SunSpider-Test zu einem Absturz. Mit ganz deutlichem Abstand auf dem letzten Platz beim V8-Benchmark liegt der Internet Explorer 7 mit 68 Punkten, der IE8 Beta 2 kommt auf 94 Punkte, beschwert sich aber, dass das Script zu langsam läuft.

Die Benchmarks liefen auf einem Quadcore-Rechner. Intels genutzte CPU Q9450 arbeitete in unseren Benchmarks mit 3,2 GHz. Als Benchmarks wurden Webkits eigener SunSpider-Benchmark genutzt und Mozillas Dromaeo. Beide Benchmarks haben noch nicht den finalen Status erreicht.

Die Betaversion von Google Chrome gibt es zunächst unter anderem in deutscher Sprache nur für die Windows-Plattform als Download. Derzeit werden 64-Bit-Systeme nicht direkt unterstützt. Der Browser wird zwar auch für Linux und MacOS X erscheinen, allerdings wird es nach Google-Angaben noch mehrere Monate dauern, bis diese erscheinen. Ein genauerer Termin wurde nicht verraten.

Fazit:
Google Chrome
Google Chrome
Google geht die Webentwicklung zu langsam voran, denn das Geschäft des Unternehmens hängt maßgeblich davon ab, dass das Web zu einer ernstzunehmenden Plattform für Applikationen wird. Der Chrome-Browser soll hier die Entwicklung beschleunigen und als eine schnelle Plattform für Webapplikationen dienen. Google Gears war bereits ein Ansatz, um die Entwicklung von Webstandards und deren Integration in bestehende Browser zu beschleunigen. Mit Chrome und der JavaScript-Engine V8 widmet sich Google einem zweiten wichtigen Bereich, denn die unzureichende Geschwindigkeit von JavaScript-Engines ist es, die die Umsetzung komplexer Applikationen im Browser ausbremst.

Schnelligkeit ist jedoch nicht alles: Beim Chrome-Browser legt der Hersteller das Augenmerk auf eine hohe Sicherheit, um mögliche Angriffe aus dem Internet effizient abzuwehren. Bis auf den speziellen Taskmanager bietet Google Chrome aber nichts Neues in der Browserwelt. Viele der von Google als Besonderheit beworbenen Funktionen sind aus Opera, Firefox oder auch dem Internet Explorer bereits vertraut. Dem Browser fehlt ein Feed-Reader und eine halbwegs anständige Lesezeichenverwaltung. Mit viel Komfort kann der neue Browser nicht punkten, hier hat die Konkurrenz deutlich mehr zu bieten. Immerhin eine Kennwortverwaltung bietet auch der Chrome-Browser, damit sich der Nutzer automatisiert bei Online-Diensten anmelden kann.

Bereits durch die zahlreichen Google-Dienste wie Internetsuche, lokale Suche, Webmailer, Onlinekalender, -textverarbeitung und -tabellenkalkulation hat sich der Internetgigant den Ruf der Datenkrake erworben. Denn dann laufen alle persönlichen Daten auf den Servern von Google auf. Das spitzt sich mit dem Browser von Google noch zu, der zum Ziel hat, dass damit vor allem die Dienste von Google genutzt werden. [von Ingo Pakalski, Andreas Sebayang und Jens Ihlenfeld]

 (ip)


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Links zum Artikel:
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