Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0809/62148.html    Veröffentlicht: 02.09.2008 13:17    Kurz-URL: https://glm.io/62148

BBC: Internet vielleicht bald wichtigster TV-Kanal

"Wenn man sich nicht schnell genug bewegt, wird man zerquetscht"

BBC-Chef Mark Thompson hat auf der IFA in Berlin erklärt, dass das Internet eines Tages vielleicht der wichtigste Verbreitungskanal für das Fernsehen sein wird. Die BBC ist der weltgrößte öffentlich-rechtliche Sender und zugleich Vorreiter im Internet.

Mark Thompson, Chef der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt BBC, hat auf der Medienwoche@IFA über die Rolle der Sendergruppe im Internet gesprochen. "Das Web wird eines Tages vielleicht der wichtigste Weg sein, über den der Zuschauer auf das Fernsehprogramm zugreift", sagte er. Die Zukunft des Fernsehens sei eindeutig On-Demand.

"Das lineare Fernsehen und Radio wird zwar noch einige Jahrzehnte vorhanden sein. Aber die Leute wollen Inhalte zunehmend selbst suchen und dann konsumieren, wenn sie es wollen und wünschen", führte Thompson weiter aus. Die BBC bietet ein umfangreiches Informationsangebot im Internet an, wo auch Programme und Sendungen als Video- oder Audiostream abrufbar sind.

Wie der Brite weiter erklärte, hätten die Onlineangebote der BBC durchschnittlich 8,5 Millionen einzelne Nutzer (Unique User) in einer Woche. Der Videodienst iPlayer zeigte zur Olympiade 2008 rund 1,7 Millionen Hits. An einem guten Tag, wie beispielsweise dem 19. August 2008, habe die BBC 4,6 Millionen Unique User gezählt. "Wenn man sich nicht schnell genug bewegt, wird man zerquetscht", sagte Thompson zur Notwendigkeit einer digitalen Strategie für einen traditionellen Sender wie die BBC.  (asa)


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