Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0808/61781.html    Veröffentlicht: 18.08.2008 11:47    Kurz-URL: https://glm.io/61781

Studie: Deutsche schicken lieber Urlaubskarten als SMS

SMS-Nachricht aus dem Urlaub in den neuen Bundesländern nur wenig verbreitet

Die Mehrzahl der Deutschen sendet Urlaubsgrüße weiterhin lieber auf dem Postweg als in elektronischer Form. Beim elektronischen Urlaubsgruß hat die SMS klar die Nase vorn, gefolgt von der E-Mail. Nahezu bedeutungslos ist die MMS, die sich auch in diesem Bereich nicht durchsetzen konnte.

In einer vom Branchenverband Bitkom in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage gaben 66 Prozent der Befragten an, auch in diesem Jahr Urlaubsgrüße auf dem Postweg zu versenden. 26 Prozent der Deutschen melden sich per Kurzmitteilung aus dem Urlaub. Hierbei bleibt aber unklar, ob lediglich Kurzmitteilungen gemeint sind, mit denen man eine wohlbehaltene Ankunft am Urlaubsort mitteilt. Denn Mehrfachnennungen waren möglich, so dass die SMS hier keineswegs eine Alternative zur herkömmlichen Urlaubskarte darstellen muss.

Gemäß der Umfrage melden sich 10 Prozent der Deutschen aus dem Urlaub per E-Mail und gerade mal 3 Prozent verschicken eine MMS. Damit fristet die MMS, die sich im Mobilfunkalltag kaum durchsetzen konnte und nur von wenigen Handynutzern regelmäßig verwendet wird, auch hier ein Nischendasein. Lediglich 20 Prozent der deutschen Urlauber geben an, zu Hause anzurufen. Ob dies per Mobiltelefon geschieht oder ob die Betreffenden ihren Urlaub in Deutschland verbringen, ist nicht bekannt.

Nach der Umfrage verschicken 32 Prozent der Deutschen ihre Urlaubsgrüße ausschließlich auf elektronischem Wege. Während 34 Prozent der Bewohner der alten Bundesländer dies so handhaben, sind es in den neuen Bundesländern nur 23 Prozent der Befragten. Das SMS-Verschicken nutzen 28 Prozent der Einwohner der alten Bundesländer, während lediglich 15 Prozent der Bewohner der neuen Bundesländer diesen Kommunikationsweg nutzen.

Im Gegenzug telefonieren die Urlauber aus den neuen Bundesländern lieber (26 Prozent) als das die Befragten aus den alten Bundesländern tun (18 Prozent). Auch hierbei ist nicht klar, ob für Telefonate ein Mobiltelefon herangezogen wird. Die Umfrage zeigt: Je jünger die Befragten sind, desto eher werden Urlaubsgrüße auf elektronischem Wege verschickt. Dafür entscheiden sich 58 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, während die Quote bei den 30- bis 59-Jährigen auf 30 Prozent sinkt, die bei der Altersgruppe darüber sich weiter auf 16 Prozent verringert.

Für die Umfrage wurden 1.000 Deutsche über 14 Jahren repräsentativ befragt, Mehrfachnennungen waren möglich. Die Umfrage, die der Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa erhebt, fand im Rahmen des WebMonitor statt.  (ip)


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