Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0808/61563.html    Veröffentlicht: 06.08.2008 12:34    Kurz-URL: https://glm.io/61563

Ca3D-Engine 8.08 - Map-Editor, Sound und GUI verbessert

Carsten Fuchs überarbeitete seine 3D-Engine und plant alternative Lizenzen

Die neue Version 8.08 der 3D-Engine Ca3DE (Ca3DE) bringt einen verbesserten Map-Editor, ein neues Soundsystem und mehr Möglichkeiten beim 2D- und 3D-GUI-Scripting. Die kommerzielle Ca3D-Engine dient zur Entwicklung von Spielen und Simulationen; wer nicht den vollen Quellcode braucht, kann damit auch kostenlose Mods für die Demo entwickeln.

Ca3D-Engine 8.08 - Map-Editor mit Terrainerstellung
Ca3D-Engine 8.08 - Map-Editor mit Terrainerstellung
Im Vergleich mit der im März erschienenen Version bringt die im August 2008 veröffentlichte Ca3D-Engine 8.08 zwar auch für den Anwender Verbesserungen, die wichtigsten Änderungen richten sich jedoch an Entwickler. Diese bekommen neue Werkzeuge im Map-Editor CaWE, der nun ein direktes Modellieren von detailliertem Terrain mit Echtzeitvorschau bietet. Straßen mit sauberen Kurven lassen sich laut Beschreibung einfach umsetzen. Zudem lassen sich Terrains im- und exportieren - unterstützt werden Terragen-, PGM- (Portable Graymap) und die Bildformate PNG, BMP sowie JPG. Dazu kommt ein neuer Importer, der Half-Life-2-Maps im VMF-Dateiformat direkt in den CaWE einlesen kann.

Ca3DE 8.08 verfügt zudem über ein neu geschriebenes Soundsystem, das nun zwar auf die plattformübergreifende Soundschnittstelle OpenAL setzt, aber alternativ auf das bisher unterstützte FMOD zurückgreifen kann. Mit dieser automatischen Erkennung und Auswahl der geeignetsten Sound-API soll sich nun auch das Soundsystem besser für die Umsetzung auf verschiedene Plattformen eignen.

Die OpenAL-Umsetzung von Ca3DE soll für eine ideale Ausgabe von Stereo- und Raumklang sorgen - sei es mittels Softwarerendering, DirectSound unter Windows, ALSA unter Linux oder mit Hardwaretreibern. Zu den von Ca3D unterstützten Audiodateiformaten zählen MP3, Ogg Vorbis und Wave (.wav). Entwickler können zudem zur Beeinflussung des Klangs Soundshader nutzen, analog zu Materialshadern beim Grafikrendering. In den Maps lassen sich nun auch Raumklangquellen platzieren und Soundeffekte definieren.

Auch grafisch soll Ca3DE nun bei den Radiosity-Beleuchtung bessere Ergebnisse mit kontrastreicherer Darstellung liefern. Sich bewegende Lichtquellen sollen nun nicht mehr zu flackernden Schatten führen. Außerdem soll Ca3DE weniger Speicher benötigen und bei Systemen mit 1 GByte RAM oder weniger mehr Leistung bieten.

Ca3D-Engine 8.08 - mehr Möglichkeiten beim GUI-Scripting mit Spielfigur- und Map-Vorschau
Ca3D-Engine 8.08 - mehr Möglichkeiten beim GUI-Scripting mit Spielfigur- und Map-Vorschau
Das GUI-System von Ca3DE wurde ebenfalls überarbeitet, statt des bisher erforderlichen Mixes aus Lua-Fragmenten und eigenen Fensterdefinitionen gibt es nun reine Lua-Scripte, die mit Co-Routinen auch Multithreading-fähig gemacht werden. Die neuen GUI-Funktionen ermöglichen auch Hintergrundmusik in Menüs, Vorschaudarstellungen von Maps und von Spielfiguren.

Das Ca3D-Engine Game Development Kit steht ab der Ca3DE-Version 8.08 künftig in getrennten Archiven für Windows und Linux zum Download zur Verfügung. Enthalten sind jeweils eine spielbare Shooter-Demo, der Beispielcode für das DeathMatch Mod zum Erstellen eigener Modifikationen (Mods) sowie das SDK aus den Editoren und Tools für Entwickler. Für kommerzielle Projekte und den Zugriff auf den kompletten Ca3DE-Quellcode muss eine Lizenzgebühr entrichtet werden. In Zukunft sollen noch günstigere Quellcode-Lizenzen für Studenten und kleine, unabhängige Entwickler angeboten werden.

Das nächste Update für die Ca3D-Engine soll Vegetation (Bäume, Büsche etc.), einen GUI-Editor, Unterstützung für das COLLADA-Dateiformat und generell eine bessere Unterstützung für 3D-Modelle mit sich bringen. Wann es so weit sein wird, wurde aber noch nicht angekündigt.  (ck)


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Links zum Artikel:
Ca3DE - Carstens 3D-Engine: http://www.ca3d-engine.de

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