Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0807/61454.html    Veröffentlicht: 31.07.2008 16:29    Kurz-URL: https://glm.io/61454

Motorolas Handyverkäufe sacken weiter massiv ab

Abrutsch auf den fünften Platz im Handymarkt droht

Motorolas Handysparte bleibt das Sorgenkind des Konzerns. Im zurückliegenden zweiten Geschäftsquartal 2008 konnte Motorola nur noch 28,1 Millionen Mobiltelefone absetzen. Damit kann der Handyhersteller mit Ach und Krach den dritten Platz im globalen Mobilfunkmarkt verteidigen. Es droht ein Abrutschen auf Rang vier oder gar fünf.

Im zweiten Quartal 2008 konnte Nokia als Marktführer 122 Millionen Mobiltelefone an den Mann bringen. Als Zweitplatzierter konnte Samsung im gleichen Zeitraum 45,7 Millionen Handykäufer von seinen Produkten überzeugen. Damit liegt Motorola mit 28,1 Millionen verkauften Handys weit abgeschlagen dahinter auf dem dritten Platz. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Verkaufszahlen um knapp 21 Prozent zurück. Bereits vor einem Jahr kriselte es bei Motorola, aber da konnte der Hersteller immerhin noch 35,5 Millionen Geräte verkaufen.

Im Handysegment sind LG und Sony Ericsson dem US-amerikanischen Hersteller ganz dicht auf den Fersen. Massiv bedrängt wird Motorola von LG, die im zweiten Quartal 2008 auf 27,7 Millionen verkaufte Handys kommen. Damit liegt Motorolas Vorsprung gerade einmal bei rund 400.000 Geräten. Den fünften Platz erreichte Sony Ericsson mit 24,4 Millionen abgesetzten Handys und wird Motorola ebenfalls gefährlich. Falls der Einbruch bei den Handyverkäufen von Motorola auch im laufenden Quartal anhält, droht der Abstieg auf den vierten oder gar den fünften Platz hinter Sony Ericsson.

Im zweiten Quartal 2008 verbuchte Motorola überraschend einen geringen Nettogewinn von 4 Millionen US-Dollar (0 Cent je Aktie). Der Gesamtumsatz betrug 8,08 Milliarden US-Dollar, was einen Rückgang von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Die Handysparte blieb weiter defizitär und der Verlust stieg von 332 auf 346 Millionen US-Dollar. Der Handybereich erwirtschaftete nur noch einen Umsatz von 3,3 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz somit um 22 Prozent zurück.

Im Konzernbereich Home- and Network-Mobility wird Ausrüstung für Kabelfernsehen und Mobilfunknetze gefertigt. In diesem Segment stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Dabei konnte der Gewinn um 28 Prozent auf 245 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Die Sparte Enterprise Mobility Solutions legte beim Umsatz um 6 Prozent zu und erwirtschaftete 2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn lag bei 377 Millionen US-Dollar und legte damit um 24 Prozent zu.  (ip)


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