Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0807/61450.html    Veröffentlicht: 31.07.2008 15:24    Kurz-URL: https://glm.io/61450

O2 sieht ein Ende des Preiskampfs beim Mobilfunk

Umsatz kann nur durch DSL-Geschäft gesteigert werden

O2 Germany hofft auf ein Ende des Preiskampfes beim Mobilfunk. "Ich erwarte auf dem Niveau, auf dem wir uns heute bewegen, nicht noch mehr Preisdruck", sagte O2-Finanzvorstand André Krause. O2 habe im zweiten Quartal zwar Kunden hinzugewonnen, "aber zu günstigeren Tarifen".

O2 hatte im zweiten Quartal mit sinkenden Umsätzen beim Mobilfunk zu kämpfen. Der Mobilfunkumsatz ging um 1,4 Prozent auf 716 Millionen Euro zurück. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug der Umsatz noch 726 Millionen Euro. Der durchschnittliche Erlös pro Kunde (ARPU) sank um 15,8 Prozent auf 17,6 Euro. Ursache sei der andauernde Preiskampf und eine Senkung der Roamingpreise in andere Netze, die die Bundesnetzagentur angeordnet hatte. Durch das erfolgreiche DSL-Geschäft konnte der Umsatz bei O2 Germany aber dennoch um 3,8 Prozent auf 894 Millionen Euro steigen.

Der operative Gewinn vor Zinsen und Abschreibungen (OIBDA) sank von 193,7 Millionen Euro auf 178 Millionen Euro. Im zweiten Quartal hat O2, eine Tochter der spanischen Telefónica, 568.000 Mobilfunkkunden hinzugewonnen. Insgesamt zählt O2 damit 13,6 Millionen Mobilfunkkunden. Die Discountmarke Fonic verzeichnete 96.000 Neukunden. Weiteres Wachstum zeigten auch die Vertriebspartner Hansenet mit der Marke "Alice Mobile", die um 133.000 zulegte, und Tchibo mit einem Plus von 35.000 Kunden.

Der Festnetzbereich Telefónica Deutschland steigerte die Zahl der Kunden, die über Partner wie United Internet, Hansenet, Freenet und O2 an das Telefónica-Netz angeschlossen sind, auf 1,1 Millionen. Der Umsatz aus Datendiensten wie mobilem Internet und E-Mail habe im Vergleich zum Vorjahr um 17,8 Prozent zugelegt, hieß es weiter. Insgesamt will O2 im zweiten Quartal 221 Millionen Euro in den Ausbau der Breitband- und Mobilfunkinfrastruktur investiert haben. "Gleichzeitig schaffen wir Synergien zwischen beiden Netzen. So nutzt O2 nun ausschließlich das IP-basierte Transportnetz von Telefónica Deutschland", sagte Telefónica-Deutschland-Chef Johannes Pruchnow.

Der Mutterkonzern Telefónica zeigte in seinem zweiten Quartal einen Gewinnrückgang um 20 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde das Ergebnis durch einen Sonderposten in Höhe von 1,3 Milliarden Euro aufgebessert. Der Umsatz stieg um 1,2 Prozent auf 14,25 Milliarden Euro.  (asa)


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