Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0807/61273.html    Veröffentlicht: 23.07.2008 22:22    Kurz-URL: https://glm.io/61273

Jajah für kleine und mittelständische Unternehmen (Update)

Virtuelle Telefonanlage soll Telekom- und IP-Schaltanlagen ersetzen

Jajah, ein von den Österreichern Roman Scharf und Daniel Mattes im Jahr 2005 gegründetes Internet-Telefonie-Unternehmen, dehnt seine Managed-Service-Plattform auf kleine und mittelständische Unternehmen aus. Die virtuelle Telefonanlage funktioniert über eine Kopplung der bestehenden Vermittlungseinrichtung mit dem Jajah Server.

Jajah bietet Telefonate über das Internet an. Dabei können herkömmliche Festnetztelefone, aber auch Smartphones genutzt werden. Der neue Mittelstandsservice verspricht den Unternehmen, ihr existierendes Telefonsystem um Internet-Telefonie zu erweitern und über das IP-Basisnetz von Jajah VoIP-Anrufe in rund 200 Länder zu ermöglichen. Mitbegründer Scharf sieht damit die Tage von Telekommunikations- und IP-Schaltanlagen bereits "als gezählt". Alle Anrufe, sei es über Handy, Festnetz oder vom PC aus, könnten über den Jajah-Dienst für kleine und mittelständische Firmen getätigt werden. Auch Prepaid- und Analogtelefone würden unterstützt.

Der Dienst bietet Funktionen wie visuelle Mailbox, Nummernübersichtspläne, Anruferfassung und -abfrage, Terminabrufe, Kostenkontrolle und Adressbuch-Synchronisierung. Der Unterschied zu anderen Unternehmensprodukten von Jajah "liege weniger im Angebot, sondern in der Herangehensweise", so Scharf. "Während große Unternehmen wie Yahoo von Jajah die Leitungen beziehungsweise die Infrastruktur benötigen, ist für KMU die Technik relevant. Sie benötigen die virtuelle PBX für die IP-Telefonie, die für große Unternehmen keine wichtige Rolle spielt."

Im März 2006 investierten Sequoia Capital und Globespan Capital in das Telefonieunternehmen Jajah. Weitere Investitionspartner mit jeweils einigen Millionen Euro sind die Deutsche Telekom und der Halbleiterkonzern Intel.

Nachtrag vom 25. Juli 2008, 12:31 Uhr:
"Eine Mehrheit der Unternehmen bevorzugt nach wie vor, die Kontrolle über eine eigene, IP-basierte TK-Anlage zu haben", hält Urs Schneebeli, Leiter Channel Marketing Deutschland und Schweiz bei Alcatel-Lucent im Gespräch mit Golem.de dagegen. "Ein Managed Service für VoIP-Funktionalität, der eine herkömmliche Telefonanlage ergänzt, mag für einen spezifischen Kreis von kleinen und mittleren Unternehmen eine Option sein. Grundsätzlich gilt aber: Die Vorteile von IP sind im Geschäftsumfeld nicht umsonst zu haben." Für Unternehmen zahle es sich aus, bei VoIP auf gute Sprachqualität, komfortable Bedienung und integrierte Computer- und Telefoniefunktionen zu setzen, wie es durch Computer Telephony Integration (CTI) und Unified Communications ermöglicht werde.  (asa)


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Links zum Artikel:
JaJah (.com): http://www.JaJah.com

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