Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0807/61166.html    Veröffentlicht: 18.07.2008 09:23    Kurz-URL: https://glm.io/61166

E3: Sid Meier's Colonization in der neuen Welt angespielt

Strategiespiel-Klassiker Colonization in neuem Gewand mit alten Tugenden

Ohne Kolonisten kein Los Angeles, ohne LA keine E3-Messe, ohne Messe keine neuen Infos über das Strategiespiel Colonization - aber glücklicherweise kam ja alles anders. Auf der E3 in LA konnte Golem.de einen ausführlichen Blick auf das Remake des Sid-Meier-Klassikers werfen.

Colonization
Colonization
Jesse Smith vom Entwicklerteam Firaxis und seinen Kollegen auf der E3 war eines wichtig: Colonization sei "nur" ein Ableger von Civilization 4 und verwende sogar die gleiche Engine. Bei aller Bescheidenheit: Eigentlich muss sich das Programm nicht hinter dem berühmteren Vorbild verstecken. Denn was auf der Spielemesse in Los Angeles zu sehen war, wirkte durchaus eigenständig - grafisch, vor allem aber inhaltlich. In Colonization geht es darum, Kolonisten aus Spanien, England, Frankreich oder Holland zum großen Glück im gelobten Land - gemeint ist Amerika - zu verhelfen. Ziel: Die ausgewanderten Männer und Frauen so zu vermehren und zu stärken, dass sie gegenüber dem Heimatland die Unabhängigkeit erklären und anschließend einen Krieg gegen die wütenden Kaiser oder Könige in der alten Welt gewinnen können.

Colonization
Colonization
Anfangs schippern die Siedler mit einem Segelboot an die Ostküste des frisch entdeckten Kontinents, von dort aus bauen sie dann ihre erste kleine Gemeinde. Nach ein paar Augenblicken meldet sich ein Ureinwohner per Fenster und bietet Frieden an. Mit den Indianern sollten Spieler insbesondere anfangs freundlich umgehen - wer ihnen nicht brav Geld zahlt, muss mit Überfällen und brennenden Hütten rechnen. Nach und nach expandieren die Kolonisten dann mit der aus Civ bekannten Rundentaktik, schließen Friedensverträge, liefern sich Kriege und bauen Wirtschaftsketten auf. Irgendwann sollte die Bevölkerung mehrheitlich für die Unabhängigkeitserklärung sein, die finale Phase der Kampagne beginnt.

Obwohl sich das Spiel grundsätzlich mehr oder wenige wie das Original von 1994 spielen soll, gibt es ein paar Änderungen. So sollen die "Gründerväter" eine deutlich größere Rolle spielen - wer also historische Figuren wie Benjamin Franklin oder Alexander von Humboldt anlocken kann, verstärkt damit seine Städte und Kolonien.

Grafisch macht die auf der E3 präsentierte Version einen guten Eindruck. Die Texturen auf der traditionell eher spartanischen Übersichtskarte sind höher aufgelöst als in Civilization 4 und es gibt ein paar mehr Animationen. Trotzdem, so Jesse Smith, laufe das Programm auch auf älteren Rechnern noch einwandfrei. Das neue Colonization soll im September 2008 für Windows-PCs erscheinen.  (ps)


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