Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0807/61134.html    Veröffentlicht: 17.07.2008 12:11    Kurz-URL: https://glm.io/61134

Lenovo SL: Business-Notebooks mit einem Monat UMTS-Flatrate

Neue Notebook-Serie setzt auf Intels Centrino 2

Drei neue Notebooks für kleinere Unternehmen will Lenovo auf den Markt bringen. In den elegant wirkenden ThinkPads SL300, SL400 und SL500 stecken jeweils ein 13-, 14-, und 15-Zoll-Breitbildschirm. Ein serienmäßig verbautes HSPA-Modem und ein optional hochauflösendes Display bei günstigem Preis zeichnen die neue Notebook-Linie aus.

Lenovo SL-300
Lenovo SL-300
Lenovo will auf dem deutschen Markt insgesamt drei verschiedene SL-Notebooks verkaufen, die den ThinkPads zugeordnet werden und alle auf Intels kürzlich vorgestellte Centrino-2-Plattform setzen. Die Notebooks, die Lenovo SL300, SL400 und SL500 nennt, sind für Geschäftskunden kleinerer Unternehmen gedacht. Sie wiegen in ihrer Standardausstattung 2,1, 2,5 und 2,9 kg und sind mit einem 13,3-Zoll-, 14,1-Zoll- beziehungsweise 15,4-Zoll-Display ausgestattet.

Für das 13-Zoll-Gerät soll es nur ein Display geben, das eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln bietet. Als einziges Gerät werden beim SL300 für die Hintergrundbeleuchtung LEDs verwendet. Die Helligkeit des spiegelnden 13-Zoll-Displays (VibrantView) gibt Lenovo mit 300 Candela pro Quadratmeter an, was auch für den Einsatz im Freien reichen sollte.

Lenovo SL-500
Lenovo SL-500
Damit sind die SL300-Notebooks 50 Prozent heller als die größeren Notebooks SL400 und SL500, die nur 200 Candela erreichen sollen. Bei den größeren Geräten hat der Anwender die Wahl zwischen einem verspiegelten und einem entspiegelten Display. Die Displays erreichen jeweils 1.280 x 800 Pixel. Außerdem gibt es für das SL400 und SL500 noch ein entspiegeltes und hochauflösendes Display mit 1.440 x 900 respektive 1.680 x 1.050 Pixeln.

Die Außenseite der Displays ist in Hochglanz-Schwarz gehalten. Sie nimmt aber Schmutz und Fingerabdrücke nicht so schnell wie andere vergleichbare Materialen auf. Um das Design zu unterstreichen, werden die Anschlüsse durch den Deckelrand verdeckt. Im geschlossenen Zustand erinnern die SL-Notebooks damit an Apples MacBooks, auch weil die Lenovo-Rechner völlig flach und nicht keilförmig sind.

Einen Anschluss für eine Docking-Station gibt es bei der SL-Serie nicht. Dafür kann das Bild bei den neuen Notebooks dank eines HDMI-Ausgangs auch ohne Docking-Station digital an einen zweiten Monitor ausgegeben werden.

Lenovo SL-Serie
Lenovo SL-Serie
Rechenleistung bieten die neuen Notebooks genug: In ihnen steckt Intels neuer Core 2 Duo mit FSB1066. Zu Wahl stehen - zumindest laut US-Datenblatt - Intels P8400 (2,26 GHz), P8600 (2,4 GHz) und der T9400 (2,53 GHz, 35 statt 25 Watt TDP). Die älteren Core 2 Duos T5870 und 5670 mit FSB800 und einer TDP von 35 Watt sollen das Portfolio mit 2 GHz und 1,8 GHz nach unten hin abrunden.

Der Arbeitsspeicherausbau, von dem sich Intels Chipsatzgrafik X4500 einen Teil nimmt, liegt bei maximal 4 GByte (DDR2-667). Da Lenovo nur Windows Vista in der 32-Bit-Ausführung installiert, sind davon effektiv nur 3 GByte nutzbar. Die SL-Serie kann zudem die Grafik auch über Nvidias GeForce 9300M ausgeben, der 256 MByyte VRAM zur Seite stehen. Beim SL300 sind es nur 128 MByte VRAM. Zwischen Nvidia und Intel-Grafik kann der Anwender ohne Neustart umschalten.

Lenovo SL-Serie
Lenovo SL-Serie
Statt des verbauten DVD-Brenners bietet Lenovo auch ein Blu-ray-Laufwerk an. Die Festplatte (80-320 GByte, 5.400 U/min) wird in dem Notebook durch ein spezielles Active Protection genanntes System geschützt.

Vier USB-2.0-Ports (beim SL300 nur drei), IEEE1934 alias Firewire, Modem und Gigabit-Ethernet sowie Audio-Ausgang und Mikrofon-Eingang gehören zur Anschlussausstattung. Zur Erweiterung steht ein Slot für das alte Cardbus-Format (Typ I und II) zur Verfügung. Moderne ExpressCard/34-Erweiterungen müssen per Adapter eingesteckt werden. ExpressCard/54-Karten können nicht benutzt werden. Ein Fingerabdruck-Sensor ist optional verfügbar.

Kommende Produkte von Lenovo
Kommende Produkte von Lenovo
Lenovos SL-Serie ist mit einem HSPA-Mobilfunkmodem ausgestattet. Genaue Angaben zum Modem macht Lenovo leider nicht. Dank einer voraktivierten SIM-Karte samt Gutschein kann der Käufer 30 Tage lang kostenlos mit der HSPA-Karte über das Netz von Vodafone auf das Internet zugreifen. Danach muss kein Vertrag abgeschlossen werden, auch PrePaid-Angebote sind möglich. Statt mit dem Modem mit der Außenwelt zu kommunizieren, sind auch Verbindungen per WLAN (802.11a/b/g/n) und Bluetooth möglich.

Lenovos SL400 und SL500 soll ab Anfang August 2008 verfügbar sein. Das SL300 folgt Mitte August. Die Preise beginnen bei 810 Euro und beinhalten einen nicht näher spezifizierten Vorort-Service am nächsten Arbeitstag sowie ein Onlinebackup der Daten.  (ase)


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