Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0807/61094.html    Veröffentlicht: 16.07.2008 12:08    Kurz-URL: https://glm.io/61094

Airbus darf Technik für Handytelefonie in Flugzeuge einbauen

Telefonate und mobile Internetnutzung im EU-Luftraum genehmigt

Die Europäische Luftfahrtsicherheitsbehörde hat Airbus erlaubt, Flugzeuge mit Sendetechnik für Mobiltelefonie auszustatten. In allen Airbus-Modellen mit Mittelgang dürfen nun Handysysteme eingebaut werden, die das Telefonieren, das Senden und Empfangen von E-Mails oder den mobilen Internetbesuch im Flugzeug ermöglichen.

Die Europäische Luftfahrtsicherheitsbehörde (European Aviation Safety Agency, kurz EASA) hat den Einbau von Mobilfunktechnik in die Airbus-Modelle A318, A319, A320 und A321 erlaubt. Damit ist Airbus nach eigenen Angaben der erste Flugzeughersteller, der Mobiltelefonie im Luftverkehr anbieten kann. Bereits im Juni 2007 wurde Airbus generell zertifiziert, ein Handynetz an Bord seiner Maschinen zu installieren und zu betreiben.

In den Flugzeugen wird hierzu eine Mobilfunkbasisstation installiert, die via Satellit Kontakt mit einer Basisstation auf der Erde aufnimmt. Technisch muss dabei gewährleistet sein, dass die Sendeleistung der Basisstation im Flieger so gering ist, dass Störungen der Steuerinstrumente des Flugzeugs ausgeschlossen werden.

Bei der Luftfahrttelefonie kooperiert die EADS-Tochter Airbus mit dem Serviceprovider SITA, der verschiedene Dienste anbietet. Die Bordausstattung für die Luftfahrttelefonie kommt von Airbus KID-Systeme.

Air France hatte im Dezember 2007 mit einem Airbus A318 als erstes Luftfahrtunternehmen Telefonie an Bord getestet, kurz darauf folgte TAP Air Portugal mit einer Maschine vom Typ A319. Die EU hat die Erlaubnis für das Anbieten von Telefonaten im Flugzeug Anfang April 2008 erteilt. Durch die EU-Regelung können Fluglinien das mobile Telefonieren im gesamten EU-Raum erlauben und müssen es nicht in jedem Land einzeln anmelden.

Ob sich diese Technik schnell durchsetzen wird, ist unklar, denn noch im April 2008 haben Lufthansa und Air Berlin erklärt, sie wollten diesen Service nicht anbieten, da die Mehrzahl der Fluggäste dies als störend empfinde.  (yg)


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Links zum Artikel:
Airbus (.com): http://www.airbus.com
European Aviation Safety Agency (EASA): http://www.easa.eu.int/

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