Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0002/6101.html    Veröffentlicht: 03.02.2000 13:12    Kurz-URL: https://glm.io/6101

DE-CIX jetzt in neuen Räumen eingeweiht

"Die Bandbreite im deutschen Internet verzehnfacht sich jedes Jahr" - mit diesen Worten hat Harald A. Summa, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft, eco Electronic Commerce Forum e.V, den neuen zentralen deutschen Internet-Knoten DE-CIX eröffnet. Über den Deutschen Commercial Internet Exchange (DE-CIX), der am neuen Standort im Telekommunikations- und Internet-Handelsplatz TK/INT der InterXion GmbH in Frankfurt am Main errichtet wurde, fließt über 85 Prozent des deutschen und mehr als ein Drittel des europäischen Internetverkehrs.

Summa, zugleich Vizepräsident des europäischen Spitzenverbandes für elektronischen Geschäftsverkehr, Electronic Commerce Europe (ECE) Association, bezifferte die derzeit verfügbare Bandbreite am Knoten auf 1 Gigabit, die von 55 Internet Service Providern genutzt wird. Bis Ende 2003 erwartet Verbandschef Harald A. Summa eine Kapazität von 1 Terabit, die 85 ISP-Firmen ihren Kunden bereitstellen. Zum Vergleich: Bei der Ersteinweihung des DE-CIX 1995 hatte das Bandbreitenvolumen lediglich 10 Mbit betragen.

In der jetzigen Ausbaustufe ist der DE-CIX nach Angaben des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft der zweitgrößte Internet-Austauschknoten in Europa. "Würde sich die Deutsche Telekom nicht weigern, ihren T-Onlinedienst ebenfalls über den hiesigen Zentralknoten zu leiten, läge Deutschland sogar auf dem ersten Platz", erklärte Summa bei der Eröffnungsfeier im TK/INT in Anwesenheit des Wirtschaftsministers und zahlreicher weiterer Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien.

Der steigende Bandbreitenbedarf resultiert vor allem aus einer immer stärkeren Internetnutzung durch die Wirtschaft und die Bevölkerung. Schon Ende dieses Jahres soll es in Deutschland mehr als 4 Millionen Internet-Domains geben, bis Ende 2003 erwartet Summa mehr als 50 Millionen Internetnutzer hier zu Lande.

Treibende Kraft sei die zunehmende Ausrichtung neuer Anwendungen auf das Internet, meint Summa. Schon in zwei Jahren werden 25 Prozent der Verbraucher ihre private Datenverwaltung - Adressen, Termine, E-Mails, Schriftstücke usw. - im Internet pflegen, um von überall her jederzeit darauf zugreifen zu können.  (ji)


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