Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0807/60855.html    Veröffentlicht: 04.07.2008 12:13    Kurz-URL: https://glm.io/60855

O2-Kunden verlieren ihre Genion-Festnetznummer

Aus 10-stelliger wird 11-stellige Nummer

O2 will seinen Kunden in den kommenden Monaten neue Genion-Festnetznummern zuteilen. Aufgrund eines Vergabefehlers sind die Nummern mit 10 Stellen zu kurz geraten, die Bundesnetzagentur fordert Nummern mit 11 Stellen. Kunden, die eine neue Nummer erhalten, bekommen als Entschädigung Frei-SMS.

Betroffen sind rund 55.000 Kunden, die zwischen 2003 und 2007 einen Genion-Vertrag abgeschlossen haben. Sie bekommen statt ihrer alten 10-stelligen Nummer eine 11-stellige Nummer. Die Alt-Nummern werden nach Absprache mit der Bundesnetzagentur umgestellt. O2 will die bisherige Festnetznummer kostenlos gegen eine neue Festnetznummer austauschen. Ab Juli 2008 will der Netzbetreiber die ersten Kunden informieren, der Großteil soll bis Ende 2008 umgestellt sein.

Jeder betroffene Kunde soll drei Wochen vor der Umstellung per Brief über seine neue Festnetznummer informiert werden. Zusätzlich kommt eine Woche vor der Umstellung eine SMS zur Erinnerung. Am Tag des Rufnummerntauschs folgt eine neue SMS mit der neuen Festnetznummer und eine nochmalige Bestätigung per Brief. Die neu zugeteilte Festnetznummer in der Homezone ist nach O2-Angaben sofort gültig. Nach der Umstellung soll zwei Monate lang parallel auch die alte Nummer gelten, so dass die Kunden während der Übergangsphase noch unter der gewohnten Nummer erreichbar sind.

Am Vertrag und an den Services selbst ändert sich nichts. Eine Wunschrufnummer kann nicht ausgewählt werden, die zum Genion-Vertrag gehörige Mobilfunknummer wird nicht geändert.

Als Entschädigung für die Umstände will O2 Frei-SMS verschenken, damit der Kunde sein Umfeld über die neue Rufnummer informieren kann. Je nach Nutzung der Homezone-Rufnummer werden zwischen 25 Frei-SMS für Wenigtelefonierer und bis zu 200 Frei-SMS für Vieltelefonierer vergeben.

Nach Angaben von O2 werden Ortsnetzrufnummern inklusive Vorwahl entweder mit 10 Stellen oder 11 Stellen an Kunden vergeben. Das hinge vom Mengen-Bedarf im jeweiligen Ortsnetz ab. Wie Pressesprecherin Kerstin Gulden von O2 gegenüber Golem.de bekundete, lässt "die Bundesnetzagentur Festnetznummern zu bestimmten Stichtagen erweitern, wenn diese nicht mehr ausreichen. Aus einer einzigen 10-stelligen Rufnummer werden zehn 11-stellige Rufnummern. Der Bestand soll sich damit um den Faktor 10 erhöhen." Nach Angaben der Bundesnetzagentur klingt das anders: Die Vergaberichtlinien besagen, dass für einige Regionen Deutschlands 11-stellige Festnetznummern inklusive Vorwahl, jedoch ohne die 0 gefordert sind. O2 scheint sich offensichtlich nicht an die Vergaberichtlinien gehalten zu haben und Kunden auch weiterhin nur 10-stellige Nummern zugeteilt zu haben.  (yg)


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Links zum Artikel:
Bundesnetzagentur: http://www.bundesnetzagentur.de/
O2: http://www.o2online.de

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