Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0806/60651.html    Veröffentlicht: 26.06.2008 11:18    Kurz-URL: https://glm.io/60651

Nokia Maps: Desktop-Synchronisierung in Arbeit

Nokia plant langfristig eine Öffnung von Nokia Maps

Nokia arbeitet derzeit an einem Browserfrontend für die eigene Karten- und Navigationslösung Nokia Maps, die für den Einsatz am PC konzipiert sein wird. Hierbei ist eine Synchronisationsfunktion mit der entsprechenden Handysoftware vorgesehen. Der Anwender kann eine Route am PC planen und erhält sie nach einer Synchronisierung in Nokia Maps auf dem Mobiltelefon.

Nokia hat bei einem Presse-Workshop in Berlin ein Browserfrontend für Nokia Maps gezeigt, das in die Ovi-Plattform der Finnen integriert werden soll. Es dient vor allem dazu, die Nutzung von Nokia Maps auf Mobiltelefonen zu vereinfachen, indem Reisen, Ausflüge oder Stadterkundungen im Vorfeld am PC geplant werden können. Durch eine Synchronisierung werden alle diese Daten auf das Mobiltelefon übertragen; eine nochmalige Eingabe der Daten auf dem mobilen Begleiter ist nicht erforderlich.

Derzeit befindet sich das Produkt intern bei Nokia in der Entwicklung. Es wird wohl noch bis Herbst 2008 dauern, bis auch die Allgemeinheit darauf Zugriff erhält. Für die Datensynchronisation wird ein Ovi-Konto erforderlich sein, mit dem sich alle von Nokia verfügbaren Ovi-Dienste nutzen lassen.

Generell hat Nokia einiges mit Nokia Maps vor. Die bislang nur für die Symbian-S60-Smartphones aus Finnland verfügbare Software soll auch für die S40-Handys angeboten werden. Wann das passieren wird, ist aber noch nicht bekannt. Fest steht bereits, dass die S40-Variante von Nokia Maps alle Kartendaten über eine mobile Datenverbindung beziehen wird. Eine Speicherung der Kartendaten auf dem Handy wird nicht möglich sein.

Im Unterschied dazu legt Nokia Maps auf der Symbian-Plattform die Kartendaten im Speicher des Mobiltelefons oder auf einer Speicherkarte ab und verwendet die lokal gespeicherten Daten, statt das Kartenmaterial immer über eine Datenverbindung zu beziehen. So ist es auch möglich, die Kartendaten am PC zu laden und dann auf das Mobiltelefon zu übertragen.

Als langfristiges Ziel verkündete Nokia außerdem eine Öffnung von Nokia Maps. Dann könnten auch andere Anbieter auf die Navigations- und Kartenlösung von Nokia zugreifen. Die Finnen wollten aber nicht verraten, wann das kommen wird. Den Kunden will Nokia jedoch nicht an die Kartendaten lassen. Somit können die Nutzer das Kartenmaterial nicht selbst ergänzen.

Bei TomTom Map Share können Anwender in ihrem Navigationsgerät Straßennamen ändern, interessante Orte hinzufügen oder eine Einbahnstraße kennzeichnen. Nun muss das Gerät mit dem Internet verbunden werden, um diese Daten TomTom zur Verfügung zu stellen. Diese Daten können dann von anderen MapShare-Nutzern abgerufen werden. Da Nokia hier jedoch Probleme bei der Überprüfung der Daten auf Richtigkeit sieht, ist eine solche Funktion nicht geplant.

In diesem Jahr will Nokia 35 bis 40 Millionen Geräte ausliefern, die über GPS-Funktionen verfügen. [von Ingo Pakalski und Yvonne Göpfert]  (ip)


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