Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0806/60550.html    Veröffentlicht: 20.06.2008 23:43    Kurz-URL: https://glm.io/60550

Google Trends für Websites - Alternative zu Alexa

Größenvergleich von Websites nutzt Daten von Google Analytics

Alexa.com dient oft zur Orientierung, um die Zahl der Besucher einer Website abzuschätzen. Die Qualität der Daten ist dabei eher mäßig, insbesondere wenn es um deutsche Websites geht. Google hat Google Trends nun zu einer Alternative ausgebaut und greift dabei auf die Daten von Google Analytics zurück. Zahlen zu Googles eigenen Seiten sind kaum zu finden.

Google Trends gibt nun auch Hinweise darauf, wie viele Besucher eine Website im Laufe der Zeit hat. Bisher gab das Angebot nur Aufschluss darüber, welche Suchbegriffe zu welcher Zeit besonders oft abgefragt werden. Damit tritt Google Trends in Konkurrenz zur Amazon-Tochter Alexa.

Hierzulande veröffentlichen Organisationen wie IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) oder AGOF (Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung) Zugriffszahlen und Reichweiten von Webangeboten. Diese decken aber nur einen kleinen Teil des Webs ab. Für Websites, die an diesen kostenpflichtigen Zählungen nicht teilnehmen, gibt es nur wenige Datenquellen, die vergleichbare Zahlen veröffentlichen - und noch weniger, die diese kostenlos veröffentlichen.

Google Trends für Websites
Google Trends für Websites
So haben sich die Zahlen von Alexa.com als Orientierung etabliert, auch wenn die Datenqualität nur mäßig ist. Erhoben werden die Daten mit Hilfe der Alexa-Toolbar. Nur die Zugriffe von Nutzern, die diese installiert haben, werden deshalb von Alexa berücksichtigt. Da in Deutschland nur wenige die Toolbar installiert haben, sind die Zahlen nicht sehr aussagekräftig. Nicht einmal ein Vergleich der Größe von Websites ist damit möglich. Je nach Zielgruppen können sich die Daten gleich großer Seiten deutlich unterscheiden.

Google bietet nun mit seinem Angebot eine Alternative. Dabei nutzt Google Trends für Websites verschiedene Datenquellen, unter anderem Google Analytics, sofern die jeweiligen Website-Besitzer zugestimmt haben, ihre Daten zum anonymen Vergleich mit anderen zur Verfügung zu stellen. Außerdem fließen in die Google Trends Daten von Marktforschern ein, die aus Befragungen stammen. Dennoch handelt es sich bei den Zahlen laut Google nur um Schätzungen, bei denen Googles eigene Seiten im Übrigen weitgehend außen vor bleiben. Ein Ausnahme macht hier z.B. Feedburner.

Konkrete Zahlen zeigt Google Trends nicht, für sehr kleine Seiten finden sich bei Google keine Angaben. Dennoch lassen sich Größenvergleiche anstellen, da Google die Graphen zweier Websites in einem Diagramm darstellt, wenn deren URLs mit Komma getrennt angegeben werden. Die Ergebnisse unterscheiden sich zum Teil deutlich von den Informationen, die bei Alexa.com zu finden sind.

Fertig ist Google Trends noch nicht, es ist weiterhin Teil von Google Labs, unter dessen Dach experimentelle Google-Projekte zusammengefasst sind.  (ji)


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Links zum Artikel:
Google Trends - Websites (.com): http://trends.google.com/websites

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