Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0806/60521.html    Veröffentlicht: 19.06.2008 18:19    Kurz-URL: https://glm.io/60521

21,5 Millionen Deutsche führen ihr Konto online

Trend setzt sich weiter fort

35 Prozent der Deutschen führten im Jahr 2007 ihr Konto online. 2006 waren es erst 32 Prozent, im Jahr 2005 nur 26 Prozent. Doch EU-weit liegt Deutschland damit nur auf Rang 7.

"Der Trend weg vom Filial- hin zum Onlinebanking ist ungebrochen", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer bei Vorlage der Studie, die auf Erhebungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat basiert. Auch immer geringere Schalteröffnungszeiten und unterbesetzte Bankfilialen mit langen Warteschlangen dürften trotz Sicherheitsbedenken den Trend zum Internetbanking verstärkt haben. Als Nutzer gilt laut Eurostat, wer in den drei Monaten vor dem Befragungszeitraum Onlinebanking in Anspruch genommen hat.

Demnach nutzen knapp 100 Millionen EU-Bürger das Internet für die Bedienung ihres Bankkontos, jeder Vierte im Alter zwischen 16 und 74 Jahren. In absoluten Zahlen stieg die Zahl der Onlinebanker in Deutschland von 20 Millionen im Jahr 2006 auf 21,5 Millionen im Jahr 2007. Europaweit an der Spitze liegen Finnland und die Niederlande. Dort nutzen zwei Drittel der Bevölkerung das Internet für ihre Bankgeschäfte. Besonders stark nahm die Nutzung in Frankreich zu: Von 18 auf 32 Prozent. In süd- und osteuropäischen Ländern wie Griechenland, Bulgarien oder Rumänien lag die Quote Ende 2007 erst bei 2 Prozent.

Oft sind es EU-weit noch die Männer, die die Dienste ihrer Geldinstitute online in Anspruch nehmen. Auch in Deutschland lag 2007 die Nutzungsquote der Männer bei 40 Prozent, die der Frauen bei 31 Prozent. Auch der Bildungsgrad beeinflusst die Nutzung stark: Nur 21 Prozent der Deutschen, die höchsten einen Hauptschulabschluss haben, nutzen Onlinebanking, jedoch 51 Prozent aller Deutschen mit Abitur.  (asa)


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