Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0806/60438.html    Veröffentlicht: 17.06.2008 10:36    Kurz-URL: https://glm.io/60438

Adobe Systems fürchtet sich vor Rezession

Hersteller von Designsoftware bleibt im Ausland stark

Das US-Softwareunternehmen Adobe Systems hat in seinem zweiten Finanzquartal 2008/2009 den Gewinn um 41 Prozent gesteigert. Schrittmacher war das Auslandsgeschäft. Doch die Umsatzprognose enttäuschte. "Die Nachfrage für unsere Produkte ist weiterhin stark. Aber wir sind nicht gefeit gegen eine Rezession", entschuldigte sich Firmenchef Shantanu Narayen.

Seit Beginn des Geschäftsjahres stieg der Anteil am Konzernumsatz in Europa, Nahost und Afrika von 30 auf 35 Prozent, während der US-Markt von 49 Prozent auf 44 Prozent absackte. "Wir erwarten, dass sich dieser Trend zur Internationalisierung des Umsatzes fortsetzt", sagte Narayen.

Adobe erzielte einen Gewinn von 214,9 Millionen US-Dollar (40 Cent pro Aktie), nach 152,5 Millionen US-Dollar (26 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf 886,9 Millionen US-Dollar, hier wurden im Vorjahreszeitraum 745,6 Millionen US-Dollar erzielt. Die Analysten hatten nur 880 Millionen US-Dollar erwartet. Vor Sonderposten aus Aktienoptionsprogrammen und Übernahmekosten machte der Hersteller von Acrobat, Photoshop, Flash und Illustrator einen Gewinn von 50 Cent pro Aktie und lag damit über den Analystenprognosen von 46 Cent pro Aktie.

Für das laufende dritte Quartal, das am 29. August 2008 endet, strebt der weltgrößte Hersteller von Designsoftware einen Umsatz im Bereich von 855 bis 885 Millionen US-Dollar an. Davon zeigten sich einige Analysten enttäuscht, die 878 Millionen US-Dollar prognostiziert hatten. "Einige der Investoren hatten eine höhere Prognose erwartet", erklärte der Goldman-Sachs-Analyst Sasa Zorovic. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel. "Ich bin kein Volkswirtschaftler. Alles was ich tun kann, ist bisherige Erfahrungen zu reflektieren", sagte Narayen.

Der Gewinn vor Sonderposten soll im dritten Quartal bei 45 Cent bis 47 Cent pro Aktie liegen. Hier hatten die Analysten 45 Cent erwartet.  (asa)


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