Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0806/60104.html    Veröffentlicht: 02.06.2008 08:17    Kurz-URL: https://glm.io/60104

Daten von 4,5 Millionen Bankkunden in den USA verloren

Zwei gravierende Datenverluste innerhalb eines halben Jahres

Der US-amerikanischen "Bank of New York Mellon" sind rund 4,5 Millionen Kundendatensätze verloren gegangen. Der Vorfall soll sich zwar schon Ende Februar 2008 zugetragen haben, doch erst jetzt bestätigte das Unternehmen, dass der Transport eines Datenbandes schiefging. Es sollte nicht der einzige Zwischenfall für die Bank bleiben.

Besonders brisant: Die Daten sollen nicht verschlüsselt gewesen sein. Die Datensätze umfassen unter anderem die Namen und Sozialversicherungsnummern der Kunden. Ob das Band bei dem Transport in fremde Hände gefallen oder schlicht verloren ging, ist nicht sicher. Einen Datenmissbrauch hat es den Angaben der Bank zufolge bislang noch nicht gegeben. Für zwei Jahre bietet die Bank den Betroffenen nun eine Überwachung ihrer Konten und eine Versicherung für die Schäden aus Identitätsdiebstählen in Höhe von 25.000 US-Dollar an.

Eine weitere Panne passierte Ende April 2008. Ein Backup-Tape mit eingescannten Schecks und anderen Dokumenten ging bei einem Transport zwischen Philadelphia und Pittsburgh verloren, sagte ein Bankensprecher. Davon betroffen sind 47 institutionelle Kunden und eine bislang unbekannte Zahl von Privatkunden.

Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der Generalstaatsanwalt von Connecticut sprach eine öffentliche Rüge gegenüber der Bank aus, die es versäumt habe, geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Einige Kunden haben mittlerweile Anwälte eingeschaltet.  (ad)


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Links zum Artikel:
Bank of New York Mellon (.com): http://www.bnymellon.com/

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