Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0001/6007.html    Veröffentlicht: 28.01.2000 10:01    Kurz-URL: https://glm.io/6007

IT-Werbung steht 2000 ein Boom bevor

Die IT-Branche darf weiterhin sehr optimistisch in die Zukunft blicken - rund 80 Prozent der im Rahmen der Studie IT-Marktspiegel von der Vogel Computer Presse befragten Entscheider und Experten des IT-Marktes erwarten für 2000 eine sehr gute oder gute Entwicklung.

Diese positive Grundstimmung spiegelt sich auch in den Investitionsvorhaben für Werbung wider: Das Werbebudget soll insgesamt um rund ein Viertel aufgestockt werden. Der Großteil der Werbegelder fließt dabei weiterhin in die klassischen Medien wie Zeitschriften oder Zeitungen. Unter den Printmedien behaupten die Computerzeitschriften auch in 2000 ihre Führungsrolle: 82 Prozent der Befragten stützen sich in ihrer Mediaplanung auf die Computertitel.

Im Vergleich zur ohnehin positiven Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben die Entscheider und Experten des IT-Marktes sehr hohe Erwartungen an das Jahr 2000: Rund 80 Prozent rechnen für die Branche mit einer sehr guten oder guten Entwicklung.

Aufgrund des wachsenden Konkurrenzumfelds und der enormen Preiskämpfe in der IT-Branche sind die Umsatz- und Gewinnerwartungen für 2000 nicht mehr ganz so euphorisch wie im letzten Jahr. Doch erwarten immer noch 79 Prozent der Befragten ein deutliches Plus bei den Umsätzen und 61 Prozent gehen von einem Gewinnzuwachs aus. Diese Zahlen bestätigen eindeutig den positiven Markttrend für 2000.



Insgesamt wollen die Unternehmen ihre Werbeaufwendungen im Vergleich zu 1999 um über ein Viertel aufstocken. Eine überproportionale Steigerung der Werbeausgaben planen dabei die IT-Dienstleister: Sie wollen in 2000 rund 36 Prozent mehr investieren. Bei der Verteilung des Werbebudgets fließt auch in 2000 mit über 60 Prozent der Großteil in die klassischen Medien. Zeitschriften haben dabei weiterhin die Nase vorn, denn knapp ein Drittel aller Befragten will hier mehr Werbung schalten.

Weitere attraktive klassische Werbeformen stellen Zeitungen (+13 Prozent), Außenwerbung (+11 Prozent) und Privatfernsehen (+9 Prozent) dar.

Die nicht-klassischen Medien werden insgesamt jedoch etwas stärker vom Werbewachstum profitieren. Während 1999 noch 33 Prozent der Werbemillionen in diesen Bereich investiert wurden, planen die Verantwortlichen für 2000 nunmehr 39 Prozent ein. Online- und Direktwerbung heißen hier die Gewinner: 45 Prozent planen mehr Direktwerbemaßnahmen und rund 58 Prozent der Befragten wollen Onlinewerbung zusätzlich in ihren Mediaplan aufnehmen oder ihren Online-Werbeauftritt verstärken.

Während 1999 erst 39 Prozent der Unternehmen willens waren, mehr als 50.000 Mark für ihren Internet-Auftritt auszugeben, steht in 2000 bei mehr als der Hälfte ein Budget in dieser Größenordnung zur Verfügung. Die steigende Investitionsbereitschaft liegt unter anderem in den wachsenden Anforderungen an das Medium Internet begründet: Während Homepages mit reinen Produktinfos nicht mehr so hoch im Rennen liegen, verzeichnen Websites mit E-Commerce-Funktionalität ein Plus von 17 Prozent. Vor allem der Handel und IT-Dienstleister wollen sich verstärkt das Internet als neuen Vertriebskanal erschließen.  (ad)


© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/