Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0805/60053.html    Veröffentlicht: 29.05.2008 16:08    Kurz-URL: https://glm.io/60053

Notebook-Hotlines oft "ausreichend" oder "mangelhaft"

Apples telefonische Helfer teuer und trotzdem nur im Mittelfeld

Jede zweite Hotline von Notebookanbietern hat in einem Test der Stiftung Warentest nur die Note "ausreichend" oder sogar "mangelhaft" bekommen. Das Magazin Test hat bei 14 Anbietern den Telefonsupport für Privatkunden auf die Probe gestellt. Nur die Hälfte der telefonischen Anfragen wurde "vollständig" oder "annähernd" gelöst.

Beim E-Mail-Support war sogar nur jede fünfte Antwort nützlich. Erstmals konnten die Tester aber auch zwei Hotlines mit "gut" bewerten. Die Note "mangelhaft" erhielten Asus, BenQ, Lenovo und LG. "Befriedigend" waren Acer, Dell, Sony und Hewlett-Packard.

Der gemessen an den Gebühren billigste Support war zugleich der schlechteste: Das Team des südkoreanischen Herstellers LG sei kaum in der Lage gewesen, auch nur eines der gestellten Probleme zu bewältigen, so die Beurteilung. Grund: inkompetente Mitarbeiter, die auch noch versuchten, die Kunden rasch wieder loszuwerden.

Die Apple-Hotline berechnete laut Aussage von Stiftung Warentest gegenüber Golem.de pro "kniffeliger" Problemstellung seinen Kunden 49 Euro plus Telefongebühren. In zwei Fällen habe sich der Hersteller aber kulant gezeigt und nur die Telefongebühren kassiert. So kamen die professionellen Tester bei fünf Problemen auf einen Durchschnittspreis von 31,60 Euro pro Anruf. Damit waren Apples Helfer mit Abstand die teuersten, konnten aber dennoch nur "befriedigende" Lösungen anbieten, so die Beurteilung.

Die vergleichsweise günstigen Anbieter Medion und Fujitsu Siemens verlangten nur rund 5 Euro beziehungsweise 3,50 Euro pro Problem. Dafür boten beide Firmen einen "guten" Service. Die Medion-Hotline löste als einzige im Test vier von fünf Problemen vollständig. Fujitsu Siemens beseitigte vier von fünf Problemen, eines davon allerdings mit Mängeln.  (asa)


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